Seminar: [BA-EM] "Leibhaftige Moderne" - Illustrierte Magazine der Weimarer Republik als Quellen der Körpergeschichte - Details

Seminar: [BA-EM] "Leibhaftige Moderne" - Illustrierte Magazine der Weimarer Republik als Quellen der Körpergeschichte - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: [BA-EM] "Leibhaftige Moderne" - Illustrierte Magazine der Weimarer Republik als Quellen der Körpergeschichte
Semester SoSe 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 23
maximale Teilnehmendenanzahl 25
Heimat-Einrichtung Leitung des Instituts für Geschichte
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Mittwoch, 09.04.2025 14:00 - 16:00, Ort: Seminarraum 7 (R.1.32) [EA 26-27]

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die Jahre der Weimarer Republik müssen aus einer medienhistorischen Perspektive als Zäsur verstanden werden. Entwickelte sich Deutschland in diesem Zeitraum doch immer stärker zu einer von audiovisuellen Massenmedien geprägten Gesellschaft. Rundfunk und Kino avancierten zu massenwirksamen Freizeitmedien, und auch der Zeitungsmarkt wurde mehr und mehr durch visuell aufwendig gestaltete Printformate dominiert. Mit dem „Illustrierten Magazin“ betrat ab der Mitte der 1920er Jahre eine neue Zeitschriftengattung die Bühne. Illustrierte Magazine, wie der „Uhu“, das „Magazin“, die „Revue des Monats“ oder „Scherl’s Magazin“ erschienen als reich bebilderte monatliche Periodika. Neben dem ausufernden Gebrauch innovativer Fototechnik, war thematische Vielfalt das bedeutendste Charakteristikum jener frühen Lifestyle-Magazine. Im Zentrum stand hier immer wieder der Körper. Auf bildlicher und textueller Ebene verhandelte man Schönheit und Pflege desselben, Fitness und Sport, künstliche Verjüngungsmittel, Nacktheit und Sonnenbaden, aber auch Jazzmusik und Tanz fanden Eingang in das thematische Potpourri der Magazine.

Im Rahmen unserer Lehrveranstaltung wollen wir die illustrierten Magazine aus einem körpergeschichtlichen Blickwinkel untersuchen. Wir wollen analysieren, welche Vorstellungen körperlicher Normalität hier vermittelt wurden. Welche Rolle kam visuellen Medien im Kontext der Verbreitung körperlicher Idealbilder zu? Aber auch: In welchem Verhältnis standen Körperpraxis, sozioökonomische Strukturen, modernen Arbeitswelten und Urbanität? Zudem sollen Kategorien wie Geschlecht und Ethnizität aus einer macht- und rassismuskritischen Perspektive hinterfragt werden. Nach einer theoretischen Einführung in die Körpergeschichte und Methoden der Bildanalyse werden wir uns diesem spannenden und reichhaltigen Quellenmaterial zuwenden. Obgleich der zeitliche Schwerpunkt der Lehrveranstaltung auf den Jahren der Weimarer Republik liegt, wird sich unser Blick immer wieder auch auf die Jahrzehnte um das Jahr 1900 richten, lag der Ursprung verschiedener seminarrelevanter Entwicklungstendenzen bereits hier.

Literaturempfehlung:
Cowan, Michael / Sicks, Marcel [Hrsg.]: Leibhaftige Moderne. Körper in Kunst und Massenmedien 1918 - 1933, Bielefeld 2005.

Leiskau, Katja / Rössler, Patrick / Trabert, Susann [Hrsg.]: Deutsche illustrierte Presse. Journalismus und visuelle Kultur in der Weimarer Republik, Baden Baden 2016.

Modulleistung: Hausarbeit

Studienleistung: Aktive Teilnahme, Anfertigung einer schriftlichen Aufgabe (Essay) oder eines gleichwertigen Referats, kleinere schriftliche Aufgaben

Diese Lehrveranstaltung ist im Studienbegleitprogramm von gender*bildet (Zertifikat Gender Studies) anrechenbar. Nähere Informationen finden Sie unter diesem Link: https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/gender_bildet/angebote_studierende/zertifikat/.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Einführungsmodul Moderne SoSe 25".