Seminar: LSQ-B 8: Gender im Kontext schulischer In- und Exklusion - Details

Seminar: LSQ-B 8: Gender im Kontext schulischer In- und Exklusion - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: LSQ-B 8: Gender im Kontext schulischer In- und Exklusion
Semester WiSe 2025/26
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 38
maximale Teilnehmendenanzahl 30
Wartelisteneinträge 27
Heimat-Einrichtung Zentrum für Lehrer*innenbildung
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Mittwoch, 14.01.2026 12:15 - 13:45, Ort: (ZLB (Dachritzstr. 12), SR 214)
Teilnehmende empfohlen für Studierende ab dem 3. Fachsemester (grundständiges Lehramtsstudium)
empfohlen für Studierende ab dem 2. Fachsemester (Master Lehramt Kunst und Musik)
Voraussetzungen empfohlene Teilnahmevoraussetzung (nicht für Master Lehramt Kunst und Musik):
Modul "Analyse von Lehrer*innenhandeln und Unterricht"
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) für alle Studiengänge im Lehramt inklusive Master Lehramt Kunst und Musik
Sonstiges Für das Modul bzw. den Modulteil Heterogenität und Inklusion benötigen Sie:

Studierende des LA an Sek und Gym oder im Master Lehramt Kunst:
- 1 Vorlesung ("Exklusion und Inklusion in Schule und Unterricht" https://studip.uni-halle.de/dispatch.php/course/details?sem_id=990a0f050ecf5b5f12636d654ae7d778&again=yes)
- 1 Seminar

Studierende des LA an GS und FöS:
- 2 Seminare

Räume und Zeiten

(ZLB (Dachritzstr. 12), SR 214)
Mittwoch: 12:15 - 13:45, wöchentlich (14x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Bislang wurde kein geschlechtersensibler Begriff von schulischer Inklusion entwickelt. Diese bereits 2011 von Heike Raab formulierte Kritik ist nach wie vor nicht ganz von der Hand zu weisen. Obwohl mittlerweile intersektionale Perspektiven in Inklusionsdiskursen durchaus berücksichtigt werden, bleibt der Inklusionsbegriff vielfach auf Behinderung und deren schulische Übersetzung in sonderpädagogischer Förderbedarf verengt. Dabei sind Geschlechterdifferenzen und geschlechtsspezifische Hierarchien und Ungleichheiten sowohl auf Ebene von Interaktions- und Kommunikationsprozessen in Schule und Unterricht als auch in der Organisationsstruktur von Schule auf institutioneller Ebene existent und wirksam. Vor diesem Hintergrund bringen Unterrichtspraxen und -inhalte potentiell genauso eine Ungleichverteilung sozialer Teilhabe und Exklusion hervor, wie schulische Gesetze bzw. Gesetzmäßigkeiten daran beteiligt sind.
Im Seminar wollen wir die Bedeutung von Gender in Schule und Unterricht sowie dessen Zusammenhänge mit schulischer In- und Exklusion entlang verschiedener Fokusse aufspüren und Überlegungen zu Möglichkeiten der Entdramatisierungen von Gender und Perspektiven einer gender-sensiblen, inklusionsorientierten Schulkultur anstellen. Es ist nicht das Ziel, einem Konzept der Inklusion additiv das Thema Gender hinzuzufügen, sondern In- und Exklusionsprozesse in Schule infolge von Mehrfachzuschreibungen und potentieller Mehrfachdiskriminierung, wie z.B. die Gleichzeitigkeit von Schüler*in-Sein mit migrantischen Erfahrungen und Erfahrungen der Zuschreibung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs u.v.m. in einer Person, zu betrachten, um die Komplexität der Behinderungen der akademischen und sozialen Teilhabe an Schule und Unterrichtverstehen zu verstehen. Daher legen wir den Fokus auf die Differenz der Differenz. D.h., es geht um theoretische Zugänge, die Heterogenität, Pluralität und Vielfalt jenseits binärer Zuordnungen wie Schüler/Schülerin, migrantisch/nicht-migrantisch, behindert/nicht-behindert zu konzipieren versuchen.

Lernziele:
- Kenntnisse aktueller erziehungswissenschaftlicher Diskurse zu Inklusion und Exklusion in Schule und (Fach-)Unterricht mit besonderem Fokus auf Gender
- Kenntnisse zur Kritik an homogenisierenden und dualistischen Perspektiven auf Gender sowie zur Verflochtenheit von Gender mit anderen Macht- und Benachteiligungsdimensionen
- Kenntnisse zum Zusammenhang von schulischer Leistungsdifferenz(ierung) und Genderverhältnissen sowie damit verbundene Behinderungen der akademischen und sozialen Teilhabe an Schule und Unterricht
- Kenntnisse zu Theorien und Konzepten gendersensibler, inklusionsorientierter Unterrichtsgestaltung und professioneller Kooperationen

Hinweis :
Mit den Seminaren "Exklusive Körper, inklusive Schulen? Perspektiven körper(un)sensibler Pädagogik" kann es bei einzelnen Sitzungen zu inhaltlichen Überschneidungen kommen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: LSQ-B WiSe 25/26".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Folgende Bedingung muss zur Anmeldung erfüllt sein:
    Fachsemester mindestens 2
  • Die Anmeldung ist möglich von 13.09.2025, 00:01 bis 30.12.2025, 13:59.
  • Die Anmeldung zu maximal 2 Veranstaltungen des Anmeldesets ist erlaubt.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen wurden am 29.09.2025 um 14:00 verteilt. Weitere Plätze werden evtl. über Wartelisten zur Verfügung gestellt.
Veranstaltungszuordnung: