Seminar: [MA-VI/MA-MI/Kulturen der Aufklärung] Von den Habsburgern bis zu TUI-Reisen. Eine Beziehungsgeschichte zwischen Deutschland und Spanien vom 16. bis zum 20. Jahrhundert - Details

Seminar: [MA-VI/MA-MI/Kulturen der Aufklärung] Von den Habsburgern bis zu TUI-Reisen. Eine Beziehungsgeschichte zwischen Deutschland und Spanien vom 16. bis zum 20. Jahrhundert - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: [MA-VI/MA-MI/Kulturen der Aufklärung] Von den Habsburgern bis zu TUI-Reisen. Eine Beziehungsgeschichte zwischen Deutschland und Spanien vom 16. bis zum 20. Jahrhundert
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 25
maximale Teilnehmendenzahl 25
Heimateinrichtung Institut für Geschichte
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Montag, 26.10.26, 16:00 - 18:00 Uhr Seminarraum 12 [EA 26-27]
Leistungsnachweis Modulleistung: Hausarbeit (für MA-Studierende) oder mündliche Prüfung (für LA-Studierende)

Studienleistung: Vorbereitende Texte zur Lektüre in den einzelnen Sitzungen; Vorbereitung und Moderation einzelner Sitzungen
Lehrsprache(n) Deutsch
SWS 2

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Spanien ist keines der Nachbarländer Deutschlands. Gleichwohl ist Spanien in der deutschen Geschichte seit dem Beginn des 16. Jahrhunderts fast kontinuierlich ein wichtiger Machtfaktor als Bündnispartner wie als politischer Gegner, und ein ebenso wichtiger Bezugspunkt in Debatten über die eigene politische Identität, zunächst vor allem als Feindbild aus protestantischer Perspektive, als Inbegriff einer katholischen Despotie, als Gegenbild zur deutschen Freiheit. Im Deutschland des frühen 19. Jahrhunderts wurden der Widerstand Spaniens gegen die napoleonische Herrschaft oder der Kampf für eine liberale Verfassung als vorbildhaft wahrgenommen wurden; im 20. Jahrhundert begriff die deutsche Linke den spanischen Bürgerkrieg als Teil ihres Widerstandes gegen den Faschismus.
Das Seminar fragt nach dem Wandel der politischen Beziehungen beider Länder ebenso wie nach dem Wandel der Vorstellungen, die mit Spanien im Laufe dieser 500jährigen Beziehungsgeschichte verknüpft waren. Im Zentrum steht erstens die politische Beziehungsgeschichte samt der mit ihr einhergehenden Weltbilder, Feindbilder und Stereotype, der Blick richtet sich auf kulturelle Imaginationen. Zweitens fragt das Seminar nach Transfers, also nach einer Wechselwirkung politischer Ordnungen oder nach gegenseitigen Einwirkungsversuchen. Und drittens geht es um eine Verflechtungsgeschichte beider Länder, sei es in Form von Handelsbeziehungen und Netzwerken von Kaufleuten, sei es durch Reisewahrnehmungen bis in die Zeit des Massentourismus, sei es in Form von Arbeitsmigration. In diesen drei Perspektiven werden immer vormoderne (frühneuzeitliche) und moderne Erscheinungsformen gemeinsam in den Blick genommen und miteinander verglichen.
Das Seminar versteht sich zugleich als wissenschaftliche Vorbereitung für eine Madrid-Exkursion, die von 30.03. bis 06.04.2027 stattfinden wird. Eine Teilnahme an der Exkursion ist für die Seminarteilnehmer möglich, aber nicht verpflichtend.

Literaturempfehlung:
Peer Schmidt: Spanische Universalmonarchie oder „teutsche Libertät“. Das spanische Imperium in der Propaganda des Dreißigjährigen Krieges, Stuttgart 2001
Moritz Glaser: Wandel durch Tourismus. Spanien als „Strand Europas“ 1950 – 1983, Konstanz 2018.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "WS 2026/2027 alle andere Lehrveranstaltungen".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
  • Die Anmeldung ist möglich von 28.09.2026, 08:00 bis 18.10.2026, 23:59.