Projektseminar: Projektstudium I: Praxis (NaLa) - Details

Projektseminar: Projektstudium I: Praxis (NaLa) - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Projektseminar: Projektstudium I: Praxis (NaLa)
Untertitel Agroforstsysteme im peri-urbanen Raum: Akteur:inneninteressen und raumplanerische Perspektiven
Veranstaltungsnummer GEO.07186
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 4
erwartete Teilnehmendenzahl 15
Heimateinrichtung Nachhaltige Landschaftsentwicklung
Veranstaltungstyp Projektseminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Mittwoch, 14.10.26, 14:00 - 17:00 Uhr Konferenzraum 3 1.48 [VSP 3]
Teilnehmende Bachelorstudierende
Lehrsprache(n) Deutsch; Englisch
SWS 4
ECTS-Punkte 10

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die Entwicklung von peri-urbanen Landschaften ist durch vielfältige und teilweise konkurrierende Nutzungsansprüche geprägt. Landwirtschaftliche Produktion, Siedlungsentwicklung, Naturschutz, Erholung, Landschaftsgestaltung und regionale Wertschöpfung stehen in einem Spannungsfeld um begrenzte Flächen. Agroforstsysteme können in diesem Zusammenhang eine besondere Form der Landnutzung darstellen, da sie die landwirtschaftliche Produktion mit Gehölzstrukturen und weiteren ökologischen, landschaftlichen sowie sozialen Funktionen verbinden. Dadurch unterstützen sie die Multifunktionalität stadtnaher (peri-urbaner) Landschaften.
Das Projektseminar untersucht Agroforstsysteme aus einer raumplanerischen und akteur:innenbezogenen Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche unterschiedlichen Interessen, Erwartungen und Konflikte mit der Etablierung von Agroforstsystemen in peri-urbanen Landschaften verbunden sind. Dabei wird untersucht, wie verschiedene Akteur:innengruppen Agroforst als zukünftige Form der Landnutzung bewerten und welche Bedeutung unterschiedliche Nutzungsansprüche und räumliche Rahmenbedingungen für deren Entwicklung haben.
Das Ziel des Seminars ist es, die unterschiedlichen Perspektiven und Handlungslogiken relevanter Akteur:innen im Hinblick auf Agroforstsysteme im peri-urbanen Raum zu erfassen und miteinander zu vergleichen. Im Fokus stehen dabei insbesondere unterschiedliche Akteur:inneninteressen, Nutzungskonflikte und Flächenkonkurrenzen sowie die Wahrnehmung der ökologischen, landschaftlichen, landwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Funktionen von Agroforstsystemen. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Rolle planerische und institutionelle Rahmenbedingungen spielen und welche Akteur:innenkonstellationen und Kooperationsmöglichkeiten für eine multifunktionale Entwicklung peri-urbaner Landschaften relevant sind.
Um diese Ziele zu erreichen, setzen sich die Studierenden zunächst mit den Grundlagen von Agroforstsystemen sowie peri-urbanen Räumen auseinander. Anschließend identifizieren sie relevante Akteur:innengruppen und entwickeln eigene Fragestellungen für ihre qualitativen Interviews. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Landwirt:innen, Vertreter:innen der Raum- und Landschaftsplanung, Naturschutzakteur:innen, Flächeneigentümer:innen sowie weitere regionale Akteur:innen.
In leitfadengestützten Interviews untersuchen die Studierenden die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Handlungslogiken der beteiligten Akteur:innen. Im Fokus stehen insbesondere Nutzungskonflikte, Flächenkonkurrenzen, Akteur:inneninteressen, die Wahrnehmung verschiedener Funktionen von Agroforstsystemen sowie planerische und institutionelle Rahmenbedingungen. Die Interviewergebnisse werden mit der Software MAXQDA systematisch ausgewertet und den Perspektiven der verschiedenen Akteur:innengruppen gegenübergestellt.
Die Ergebnisse der Interviews werden zu einem vergleichenden Gesamtbild der verschiedenen Akteur:innenperspektiven zusammengeführt. Die Studierenden arbeiten zentrale Konfliktfelder, Akteurskonstellationen und unterschiedliche Sichtweisen auf die Entwicklung von Agroforstsystemen im peri-urbanen Raum heraus. Daraus werden mögliche Kooperationsansätze und Perspektiven für eine multifunktionale und integrierte peri-urbane Entwicklung abgeleitet. Die Ergebnisse des gesamten Seminars werden in einer abschließenden Präsentation zusammengeführt und diskutiert.