Seminar: Platon, Politeia - Details

Seminar: Platon, Politeia - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Platon, Politeia
Veranstaltungsnummer Einführungsmodul Praktische Philosophie (PHI.07796.01)
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 24
Heimateinrichtung Seminar für Philosophie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Mittwoch, 28.10.26, 16:00 - 18:00 Uhr Hörsaal G [Mel]
Lehrsprache(n) Deutsch

Räume und Zeiten

Hörsaal G [Mel]

  • Mittwoch, 16:00 - 18:00, Wöchentlich (ab dem 14.10.26)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Platons Dialog Politeia gehört zu den zentralsten Texten der Philosophiegeschichte. Er wurde in der mittleren Schaffensphase Platons verfasst, als seine wichtigsten Theorien wie die Ideenlehre mehr oder weniger bereits ausgearbeitet wurden. Für die praktische Philosophie ist dieses Werk aus mehreren Gründen von Bedeutung. Der Titel „Politeia“ (altgr. für Gemeinwesen, Staat oder Verfassung eines Gemeinwesens oder Staates) und die zentrale Fragestellung nach dem Gerechten lassen zunächst einen Beitrag für die politische Philosophie vermuten. Aber die Diskussion der Gerechtigkeit sowohl in Bezug auf die psychische Verfassung des einzelnen Menschen als auch auf die politische Verfassung eines Staates schließt ein breites Spektrum sowohl ethischer wie auch politischer Themen ein. Hier stellt Platon die grundlegenden Elemente seiner Ethik vor: sein Konzept von Tugend sowie den Zusammenhang zwischen Tugend und Glück. Im Werk wird ebenfalls deutlich, dass Platons Metaphysik – allem voran die Idee des Guten – eine grundlegende Voraussetzung für Platons praktische Philosophie darstellt. Für die politische Philosophie stellt Politeia neben dem Spätwerk „Die Gesetze“ (Nomoi) Platons zentralen Beitrag zur Theorie des Staates dar. Während Politeia das Ideal eines vollkommen gerecht verfassten Staates entwerfen soll, das einen vollkommen weisen und gerechten Herrscher voraussetzt und fordert, wird in Platons letztem Werk „Die Gesetze“ eine etwas realistischere Alternative angeboten, welche die Herrschaft von philosophisch begründeten Gesetzen im Mittelpunkt setzt. Trotzdem liefern die Ausführungen der Politeia wichtige Antworten darauf, was der Zweck des Staates ist und warum Gerechtigkeit für sein Funktionieren essentiell wichtig wäre.

Im Seminar sollen zentrale Argumente zu Themen der praktischen Philosophie aus dem Dialog Politeia rekonstruiert und analysiert werden, indem die einzelnen Bücher dieses Werks nacheinander besprochen werden. Zu jedem Buch wird ein Schwerpunkt gelegt und in der Form von Fragestellungen in den einzelnen Seminarsitzungen besprochen. Die Schwerpunkte werden jeweils eine Woche im Voraus mitgeteilt und sollten die Vorbereitung für die Diskussion der bevorstehenden Seminarsitzung anleiten. Sie stellen zugleich die Grundlage für die Klausurfragen am Semesterende dar. Die erforderlichen Texte werden eine Woche vor der jeweiligen Seminarsitzung in StudIp in den Datei-Ordner des Seminars bereitgestellt und danach wieder entfernt.