Vorlesung: "Alles Neu!?" MA: Digitale Kulturen POLYVALENT mit MMA: Digitale Medien in Theorie und Forschungspraxis (3.1) "Kurs 1" - Details

Vorlesung: "Alles Neu!?" MA: Digitale Kulturen POLYVALENT mit MMA: Digitale Medien in Theorie und Forschungspraxis (3.1) "Kurs 1" - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Vorlesung: "Alles Neu!?" MA: Digitale Kulturen POLYVALENT mit MMA: Digitale Medien in Theorie und Forschungspraxis (3.1) "Kurs 1"
Veranstaltungsnummer MA: MMS.07071.02 und MMA: MMS.07076.01
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 36
Heimateinrichtung Medien- und Kommunikationswissenschaft
Veranstaltungstyp Vorlesung in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Freitag, 30.10.26, 10:00 - 12:00 Uhr Raum 101, MMZ
Lehrsprache(n) Deutsch

Räume und Zeiten

Raum 101, MMZ

  • Freitag, 10:00 - 12:00, Wöchentlich (ab dem 23.10.26)

Kommentar/Beschreibung

Digitale Kulturen – „Alles neu!?“
Das Feld der „Digitalen Kulturen“ entzieht sich bislang einer konsistenten Definition. Es kann eine Vielzahl von Medienphänomenen und Alltagspraktiken umfassen. In der Forschung wird es aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und mit verschiedenen inter- und transdisziplinären Methoden verbunden. Der grundsätzliche Ansatz der Veranstaltungen in dem Modul ist es, Medienphänomene und Medialitäten „digitaler Kulturen“ in ihrer wechselseitigen Beeinflussung zu sehen: Die Digitalisierung verändert unsere soziokulturellen Praktiken, gleichzeitig haben die kulturellen Praktiken eine eigene Entwicklungs- und Diskursgeschichte aus Ritualisierungen, Normierungen und Habitualisierungen, welche wiederum prägen, wie wir digitale Technologien nutzen, welche Ansprüche an digitale Medien gerichtet werden, an welche Ästhetik- und mediale Erfahrungstraditionen angeknüpft wird. Zudem sind die Gestaltungs- und Nutzungsweisen stets in größeren sozioökonomischen Kontexten zu verorten. Das Modul thematisiert damit grundsätzlicher (medien-)kulturanalytische Ansätze zum Zusammenhang von Digitalität und menschlichem Wissen, Handeln, Interaktionen sowie gesellschaftlichen Machtstrukturen.
Ausgehend von zentralen Begriffen, von überzeitlich soziokulturell wichtigen Topoi und Orientierungs- und Ordnungsprinzipien sowie Begriffen menschlicher Lebenswelten wie etwa „Raum“, „Zeit“, „Identität“, „Geschlecht“, „Körper“, „Gewalt“, „Natur“, „Blick“, „Liebe“, „Humor“, „Streit“, „Zensur“, „Erinnerung“ und „Wissenschaft“ lässt sich anhand aktueller (Alltags-)Phänomene und Debatten analysieren, wie Praktiken und damit die Vorstellungen und Konzepte von der Digitalisierung verändert werden. Diese Veränderungsprozesse werden nicht nur von der technischen Bedingtheit her gedacht, sondern die Komplexe werden als Praktiken zugleich in ihrer kulturgeschichtlichen Dimension verortet: Es wird damit kritisch in den Blick genommen, wie gewachsene gesellschaftliche Formen unser Verständnis und Nutzung von „digital“, „Digitalität“, „Daten“ mit Blick auf Erlebnisdimensionen von „Interaktivität“, „Partizipation”, „Immersion“ oder „künstlicher Intelligenz“ prägen.
Lernziel: Die Studierenden erwerben Überblickskenntnisse zu einschlägigen Positionen und Ansätzen der internationalen Forschung, können Methoden und Positionen identifizieren, vor allem kritisch problematisieren und für eigene Forschungsprojekte und -interessen adaptieren.
Sie erwerben vertiefte Kompetenzen in der methodologischen Reflexion und in Fragen der Gegenstandbestimmung sowie der Korpusbildung gerade auch im Bereich des Multimedialen – unter anderem schon in Hinblick auf längere Forschungs- und Abschlussarbeiten.

Das Modul besteht im MuK-MA aus einer Vorlesung und einem Seminar bzw. im MMA aus zwei Seminaren. In beiden Formen wird der vierstündige Aufbau der Veranstaltung genutzt, die Unterrichtsformen bewusst flexibel zu halten. Interaktivität und Partizipation am Diskussions- und Forschungsprozess sollen explizit gefördert werden – besonders auch unter Einbezug von Inputs mit Gastreferent*innen und Peer-Learning sowie von (Gruppen-)Projektarbeit, Sichtungen von Beispielen sowie Eigenrecherchen und -analysen.

Achtung: Die Kommunikation zwischen Studierenden und Dozierenden für das vierstündige Modul erfolgt über den ersten Stud.IP-Kurs (10:00–12:00)