Seminar: Musik und Medien hören (BA-Modul: Musikpsychologische und musiksoziologische Aspekte des Musikhörens und Musizierens: Musikhören und Interpretationsforschung) - Details

Seminar: Musik und Medien hören (BA-Modul: Musikpsychologische und musiksoziologische Aspekte des Musikhörens und Musizierens: Musikhören und Interpretationsforschung) - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Musik und Medien hören (BA-Modul: Musikpsychologische und musiksoziologische Aspekte des Musikhörens und Musizierens: Musikhören und Interpretationsforschung)
Untertitel BA-Modul: Musikpsychologische und musiksoziologische Aspekte des Musikhörens und Musizierens, Musikhören und Interpretationsforschung
Semester WiSe 2023/24
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 16
erwartete Teilnehmendenzahl 30
Heimateinrichtung Musik und Medien
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Donnerstag, 19.10.23, 10:15 - 11:45 Uhr 471
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) BA 120 Musikwissenschaft,
Psychologie B. SC. 180 LP,
Psychologie M. Sc. 120 LP,
BA 180 Instrumentalpädagogik / Klavier und Gitarre,
MA 120 Instrumentalpädagogik / Klavier und Gitarre,
modularisiert LAG und LAS, Kombistudiengang BA Kirchenmusik / LASG Musik
SWS 2

Räume und Zeiten

471

  • Donnerstag, 10:15 - 11:45, Wöchentlich (ab dem 19.10.23)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Hören wird als ein höchst individueller Prozess verstanden, bei dem Zusammenhänge und Sinn von den Hörer:innen aktiv konstruiert werden und in hohem Maße vom Kontext der Hörsituation abhängen. Auf Grundlage soziologischer, medienwissenschaftlicher, kommunikationstheoretischer, phänomenologischer, anthropologischer, psychologischer u.a. Befunde soll in diesem Seminar das musikalische Hören als ein Hören im medialen Kontext in verschiedenen Teilaspekten beschrieben werden.
Dabei betrachten wir historische Befunde, wie Musik und die Umwelt in verschiedenen Epochen gehört wurden, wie sich die moderne Welt dem Ohr darbietet und welche unterschiedlichen Hörhaltungen eingenommen werden können. Wir befassen uns mit akustischer Ökologie, mit dem Hören in verschiedenen medialen Konstellationen wie z.B. im Film, im Radio und in der mobilen Alltagsbegleitung.
Wir reflektieren die Idee, dass jedes Hören Ausdruck eines bestimmten Verhältnisses zur Welt und damit politisch ist, weil es gesellschaftliche Verhältnisse und Relationen zwischen Mensch und Umwelt ausdrückt und als solches gelernt ist und vllt auch umgelernt werden werden kann. Und wir überlegen, welche Höranforderungen unterschiedliche Medien und unterschiedliche Arten von Musik an die Rezipienten stellen und inwiefern die Anforderungen von sozialen Kontexten abhängig sind. Themen sollen dabei in Abstimmung mit den Teilnehmer:innen auch aktuelle Fragen einschließen wie z.B. das Hören aus postkolonialer, diverser oder posthumaner Perspektive.
Um unsere Fragen zu klären, werden wir in Ergänzung der theoretischen und historischen Quellen Hörversuche an uns selbst durchführen, z.B. in Form eines Hörtagebuchs oder eines Experiments mit einem mobilen ›Hörgerät‹ (formerly known als walkman). Das Seminar ist interdisziplinär angelegt und bringt Perspektiven aus Musikwissenschaft, Medienwissenschaft und Sound Studies zusammen.