Seminar: Kultur – Der schlimmste Begriff? - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Kultur – Der schlimmste Begriff?
Untertitel Grundlagentexte und aktuelle Diskussionen der Kulturwissenschaften (Mo 16-18)
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 4
maximale Teilnehmendenanzahl 24
Heimat-Einrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Montag, 20.04.2026 16:00 - 18:00, Ort: Seminarraum 23 A (Raum 2.02) [LuWu 2]
Teilnehmende B.A./LA: Themen, Stoffe und Motive
MA: Themen, Stoffe und Motive
MA/LA: Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik
LA: Modul Master I
LA: Modul Master II
MA: Kulturelle Diskurse
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) BA/LA/MA
SWS 2

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Vom Soziologen und Systemtheoretiker Niklas Luhmann stammt der Satz, Kultur sei einer der „schlimmsten Begriffe, die je gebildet worden sind“. Luhmanns Begründung dieser Feststellung ist natürlich komplex, aber die Pointe richtet sich auch geradewegs gegen die notorische Unschärfe dessen, was mit „Kultur" eigentlich gemeint ist.
Gerade diese Offenheit hat den Begriff jedoch wissenschaftlich außerordentlich produktiv gemacht. Er eröffnet analytische Perspektiven auf Erzählungen, Praktiken, Bilder und Selbstbeschreibungen von Gesellschaften und bildet bis heute einen zentralen Bezugspunkt theoretischer und kulturwissenschaftlicher Innovation.
Das Seminar liest ausgewählte Klassiker:innen und Grundlagentexte der Kulturwissenschaften und Cultural Studies und fragt zugleich nach ihrer Aktualität: Wie lässt sich der Kulturbegriff heute methodisch fassen? Welche theoretischen Ansätze sind weiterhin prägend? Und welche Beiträge leisten kulturwissenschaftliche Perspektiven zur Analyse gegenwärtiger Entwicklungen? Welche Einsatzfelder haben sie in einem geisteswissenschaftlichen Studium?
Nicht zuletzt steht die Frage im Raum, ob Kultur selbst zum Gegenstand der Verteidigung geworden ist oder werden muss. Oder offensiver gefragt: Bietet der Begriff – im Kräftefeld von technologischen und ökonomischen Zugriffen auf Gesellschaft und Lebenswelt, Anpassungs- und Resilienzdruck sowie libertären Ideologien – wichtige Potenziale für Emanzipation?

Viele der im Seminar behandelten Text sind enthalten in: Uwe Wirth (Hg.) Kulturwissenschaft. Eine Auswahl grundlegender Texte, Frankfurt a. M. 2008. https://www.gbv.de/dms/weimar/toc/505617501_toc.pdf

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "SoSe 2026 NDL Anmeldeset".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2026, 10:00 bis 31.05.2026, 23:59.