Seminar: Literatur als Form und Verfahren (mi 12-14 Uhr) - Details

Seminar: Literatur als Form und Verfahren (mi 12-14 Uhr) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Literatur als Form und Verfahren (mi 12-14 Uhr)
Semester SoSe 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 11
maximale Teilnehmendenanzahl 20
Heimat-Einrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Mittwoch, 02.04.2025 12:15 - 13:45, Ort: Seminarraum 23 A (Raum 2.02) [LuWu 2]
Teilnehmende Modul Master Lit.wiss.: Literatur denken
Modul Master: Theorie, Geschichte u. Arbeitsfelder der Allgem. und Vergl. Literaturwissenschaft / Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik – Vertiefungsmodul
Leistungsnachweis Studienleistung: Lektürenotiz, Essay, kurzer Input
Modulleistung: Hausarbeit, Forschungsbericht oder mündliche Prüfung
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) Masterstudiengänge
SWS 2

Themen

Der Russische Formalismus und seine Verfahren, Wie (anders) lesen - Form- und Stilfragen, Textimmanente Lektüremodi, Von Form und Verfahren zum Strukturalismmus, Strukturen in Bewegung, Ihre Essays

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

»Der einzige Held der Literatur ist das Verfahren!« – so lässt sich die Position der Russischen Formalisten zuspitzen, wie diese sie bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt haben. Der Blick auf Literatur erfährt hier einen radikalen Wandel: Literatur ist kein Transportmittel von Inhalten oder Ideen, sondern ein materielles Faktum, ein spezifisches Gebilde mit ganz eigenen Formen, Verfahren und Strukturen. Das Seminar begibt sich auf die historische Spur einer Betrachtung von Literatur, in der das »Wie« der literarischen Texte zum eigentlich lebendigen Einsatzpunkt der Auseinandersetzung wird.
Im Zentrum steht dabei die Lektüre wegweisender literaturtheoretischer Texte des 20. Jahrhunderts – vom Russischem Formalismus über Strukturalismus, New Criticism bis zum Poststrukturalismus –, die Literatur essentiell von der Form her begreifen. Lesen und diskutieren wollen wir Texte von Sklovskij, Jakobson, Staiger, Barthes, Kristeva, Derrida, Sontag, Cixous etc.; Texte, die in Ihrer Auseinandersetzung mit den für uns im Zentrum stehenden Kategorien – Form, Struktur, Verfahren und Stil – wiederum Begrifflichkeiten entwickeln, die selbst ikonisch geworden sind (Verfremdung, poetische Funktion, Intertextualität, différance etc.).
Im Seminar gilt es aber nicht nur, bis heute zentrale literaturtheoretische Fragestellungen in ihren Entstehungskontexten zu reflektieren, sondern wir wollen diese auch anhand von kurzen literarischen Texten erproben und für die eigene literaturwissenschaftliche Arbeit fruchtbar machen. Lassen Sie uns Theorie als etwas begreifen, das das Denken herausfordert, in neue Bahnen lenkt und ungewohnte Perspektiven auf die Welt eröffnet!

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zur intensiven Lektüre komplexer zum Teil auch längerer Texte sowie die aktive Teilnahme an der Diskussion.
Zur Einführung: Robert Matthias Erdbeer, Florian Klaeger, Klaus Stierstorfer (Hg.), Grundthemen der Literaturwissenschaft. Form, Berlin 2022 https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110364385/html

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: Literatur als Form und Verfahren (mi 12-14 Uhr)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 08:00 bis 09.04.2025, 12:00.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.