Seminar: Economy, State and Society (SO2): Räumliche Ungleichheit und die Politik räumlicher Gerechtigkeit - Details

Seminar: Economy, State and Society (SO2): Räumliche Ungleichheit und die Politik räumlicher Gerechtigkeit - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Economy, State and Society (SO2): Räumliche Ungleichheit und die Politik räumlicher Gerechtigkeit
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 36
erwartete Teilnehmendenanzahl 30
Heimat-Einrichtung Institut für Soziologie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Mittwoch, 08.07.2026 14:00 - 16:00, Ort: Seminarraum 4 (R.E.31) [EA 26-27]
Leistungsnachweis Referat und Hausarbeit (Letzteres kann entfallen, wenn Klausur zu SO2 Vorlesung geschrieben wird)
Lehrsprache(n) Deutsch
ECTS-Punkte 5

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Dieses Seminar bietet eine Einführung in das Thema der räumlichen Gerechtigkeit, insbesondere in theoretische Konzepte und empirische Forschung dazu. Obwohl die Ungleichheit zwischen Ländern größer ist als die Ungleichheit innerhalb von Ländern, werden Fragen der räumlichen Ungleichheit innerhalb von Staaten viel häufiger zum Gegenstand politischer Debatten. So wurden beispielsweise die Wahlerfolge populistischer Parteien in den letzten Jahren auf die „Rache der unwichtigen Orte“ („revenge of the places that don’t matter“ oder „left-behind places“) zurückgeführt. Aber warum wird räumliche Ungleichheit primär innerhalb von Nationalstaaten politisiert? Warum sind Fragen räumlicher Gerechtigkeit in jüngerer Zeit (erneut) aufgetaucht? Das Seminar strebt danach, Antworten auf diese Fragen zu finden. Ein Schwerpunkt des Seminars wird darin bestehen, staatliche Mechnanismen zu analysieren, die explizit oder implizit auf die Herstellung räumlicher Gerechtigkeit abzielen. Dabei verfolgt das Seminar lose einen Ansatz des Zusammehangs von Wissen und Macht: räumliche Ungleichheiten müssen erkannt werden, bevor darauf zielende Maßnahmen entwickelt werden können. Herausforderungen und methodische Entscheidungen bei der Messung räumlicher Ungleichheit haben Folgen für die Entwicklung von Gegenmaßnahmen. Sowohl Metriken als auch Maßnahmen werden in einer demokratischen Ordnung öffentlich auf ihre Angemessenheit und Legitimität geprüft und gerechtfertigt. Diese Praktiken analysiert das Seminar anhand unterschiedlicher Beispiele.