Blockveranstaltung: Werte erzählen - Details

Blockveranstaltung: Werte erzählen - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Blockveranstaltung: Werte erzählen
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 2
erwartete Teilnehmendenanzahl 24
Heimat-Einrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Blockveranstaltung in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Vorbesprechung Freitag, 17.04.2026 14:00 - 18:00, Ort: Seminarraum 23 A (Raum 2.02) [LuWu 2]
Nächster Termin Freitag, 17.04.2026 14:00 - 18:00, Ort: Seminarraum 23 A (Raum 2.02) [LuWu 2]
Teilnehmende Modul LA Sek./LA Sek.Fö.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (5 LP)
Modul B.A./LA Gymn.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (10 LP)
Modul BA/LA: Themen, Stoffe und Motive
Modul Master I (LA Gym., 1.und 2. Fach; LA Sek., 1. Fach; LA Fö/Sek.,1. Fach)
Modul Master II (LA Gymn. 1. Fach)
Modul MA: Literaturgeschichte / Themen, Stoffe, Motive / Theorie, Geschichte und Arbeitsfelder der Allgemeinen und Vergl. Literaturwissenschaft
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) B.A. DSL 60/90
LA Gymn./LA Sek.- und Förderschule
Masterstudiengänge
SWS 2

Räume und Zeiten

Seminarraum 23 A (Raum 2.02) [LuWu 2]
Freitag, 17.04.2026, Freitag, 08.05.2026 14:00 - 18:00
Samstag, 09.05.2026 10:00 - 14:00
Freitag, 12.06.2026 14:00 - 18:00
Samstag, 13.06.2026 10:00 - 14:00
Freitag, 10.07.2026 14:00 - 18:00
Samstag, 11.07.2026 10:00 - 14:00

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Werte sind schon länger kein abseitiges philosophiehistorisches Nischenthema mehr, sondern ein Bestandteil des öffentlichen Diskurses. Geläufige Stichworte sind: wertegeleitete Außenpolitik, wertschätzen, Wertepluralismus etc. In der Literaturwissenschaft ist der Wertbegriff eine feste Größe nicht zuletzt im Hinblick auf die (ästhetische) Bewertung literarischer Werke durch die Literaturkritik.
Werte sind aber auch im Spiel, wenn man die Geschichten betrachtet, die in literarischen Werken erzählt werden. Wo (quasi-)menschliches Handeln repräsentiert wird, geht es direkt oder indirekt auch um Werte, und infolgedessen ist die adäquate Rekonstruktion von Werten nötig, wenn man ein literarisches Werk verstehen will.
Ehe man sich der Identifikation von Werten in konkreten Werken zuwendet, muss man erst einmal eine Vorstellung davon gewinnen, was Werte sind und wie man sie (in literarischen Werken) erkennt. Deshalb werden wir uns in den ersten Einheiten des Blockseminars mit theoretischen Fragen befassen. Im Ergebnis erarbeiten wir uns eine Handreichung, die die Untersuchung exemplarischer literarischer Texte anleiten soll.
In den restlichen Sitzungen werden die Untersuchungen präsentiert und zur Diskussion gestellt. Die literarischen Texte, dir wir auf die Repräsentation von Werten untersuchen werden, entstammen literaturgeschichtlichen Epochen und Strömungen seit der Spätromantik. Die Erzählungen sind von überschaubarer Länge und sollen unbedingt von allen gelesen werden. Ihre Lektüre gewährt einen exemplarischen Überblick über die deutschsprachige Literaturgeschichte bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Autoren sind u.a. C. Brentano, A. v. Droste-Hülshoff, W. Raabe, A. Schnitzler, B. Brecht, Ch. Wolf.
Ein Blockseminar erfordert eine besonders straffe Organisation. Um diese gewährleisten zu können, müssen sich alle zur ersten Sitzung einfinden.
Teilnahmebedingungen sind Lektüre zuhause, Anwesenheit und Beteiligung an Präsentation und Diskussion.
Literatur:
Harald Fricke: Norm und Abweichung. Eine Philosophie der Literatur. München 1981.
Simone Winko: Wertungen und Werte in Texten. Axiologische Grundlagen und literaturwissenschaftliches Rekonstruktionsverfahren. Braunschweig 1991.
Renate von Heydebrand/Simone Winko: Einführung in die Wertung von Literatur. Systematik – Geschichte – Legitimation. Paderborn u. a. 1996.
Katharina Prinz: Helden und Verbrecher. Herausforderungen der wert- und normbezogenen Erzähltextanalyse. Berlin 2021.