Seminar: MA: Chemoethnographie. Textliche und textile Auseinandersetzungen mit den Folgen der Kunstfaserindustrie in Wolfen - Details

Seminar: MA: Chemoethnographie. Textliche und textile Auseinandersetzungen mit den Folgen der Kunstfaserindustrie in Wolfen - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: MA: Chemoethnographie. Textliche und textile Auseinandersetzungen mit den Folgen der Kunstfaserindustrie in Wolfen
Untertitel zusammen mit Prof. Dr. Bettina Göttke-Krogmann (Burg)
Veranstaltungsnummer MA_ETRANS
Semester SoSe 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 11
Heimat-Einrichtung Ethnologie/Kulturvergleichende Soziologie
beteiligte Einrichtungen Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Montag, 07.04.2025 14:15 - 15:45, Ort: (SR am ZIRS, Reichardtstr. 6)
Lehrsprache(n) Deutsch

Räume und Zeiten

(SR am ZIRS, Reichardtstr. 6)
Montag: 14:15 - 15:45, wöchentlich (12x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Wenige wissen, dass nicht weit von Halle, in Wolfen, 1934 die erste synthetische Chemiefaser erfunden und produziert wurde. Kaum bekannt ist auch, dass die Chemiefaser noch heute etwa 80% der gesamten Textilproduktion ausmacht. Unser Seminar beschäftigt sich ethnographisch mit der Geschichte der Textilindustrie sowie deren gegenwärtigen Präsenzen und Folgen am Beispiel der Kunstfaserindustrie in Wolfen. Nach einer einführenden Textlektüre zu toxischen Zuständen im Spätindustrialismus forschen wir in interdisziplinären Gruppen ethnographisch vor Ort und versuchen, die Geschichte(n) der Kunstfaser sowie deren potenzielle Zukünfte empirisch zu fassen und in textlich-textile Projekte zu übersetzen. Die Lehrveranstaltung ist eine Kollaboration zwischen dem Seminar für Ethnologie an der MLU und dem Studiengang Textildesign an der BURG. Das Experimentieren mit und das Lernen von den fachspezifischen Methodologien – etwa der Lektüre von Texten, ethnographischem Beobachten und dem Weben – steht deshalb im Zentrum des Seminars. Wie lässt sich Beobachtung und Erfahrung in das Textliche bzw. das Textile übersetzen? Kann Textildesign eine multimodale Ethnographie ermöglichen, die im Sinne einer Public Anthropology wirkt? Kann die (Chemo-)Ethnographie neue Gestaltungswege im Design eröffnen? Welche neuen Perspektiven und Erkenntnisse über die Folgen des Industrialismus und den Umgang damit in Zeiten des Anthropozäns bringt so eine interdisziplinäre Zusammenarbeit?