Blockveranstaltung: ‚Wie man visch fahen soll‘ – Fisch und Fischfang zwischen Handschrift und Druck - Details

Blockveranstaltung: ‚Wie man visch fahen soll‘ – Fisch und Fischfang zwischen Handschrift und Druck - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Blockveranstaltung: ‚Wie man visch fahen soll‘ – Fisch und Fischfang zwischen Handschrift und Druck
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
maximale Teilnehmendenanzahl 15
Heimat-Einrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Blockveranstaltung in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Freitag, 10.04.2026 14:15 - 17:45, Ort: Seminarraum 20 (Raum 2.11) [LuWu 2]
Teilnehmende Modul BA 90/LA: Frühneuhochdeutsch: Sprache und Literatur
Modul B.A./ LA: Themen, Stoffe und Motive
Voraussetzungen Erfolgreicher Abschluss des Grundlagenmoduls ,Grundlagen der Altgermanistik‘.
Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, mit bisher unübersetzten Texten zu arbeiten.
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) B.A. DSL 60/90
LA Gymn./LA Sek.- und Förderschule
SWS 2
Sonstiges Die Teilnahme an der ersten Sitzung, in der auch alle Informationen hinsichtlich Studien- und Modulleistungen gegeben werden, ist obligatorisch!

Eintrittskarte ins Seminar: In der ersten Sitzung wird es eine Lektüreüberprüfung (= verbindliche Studienleistung) geben. Die darauf vorbereitende Literatur wird Ihnen rechtzeitig bereitgestellt.

Räume und Zeiten

Seminarraum 20 (Raum 2.11) [LuWu 2]
Freitag, 10.04.2026 14:15 - 17:45
Freitag, 08.05.2026 16:15 - 17:45
Samstag, 09.05.2026 10:15 - 15:45
Freitag, 05.06.2026 16:15 - 17:45
Samstag, 06.06.2026 10:15 - 15:45
Freitag, 03.07.2026 16:15 - 17:45
Samstag, 04.07.2026 10:15 - 13:45

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Fisch als zeitlos relevantes Nahrungsmittel wird auch für das europäische Mittelalter und die Frühe Neuzeit regelmäßig genannt. Doch wie gelangte der Fisch aus dem Wasser auf den Teller? Ab dem Spätmittelalter wurden Praktiken des Fischfangs in der vernakulärsprachigen Wissens- und Gebrauchsliteratur behandelt. Zu den ältesten der Forschung bekannten deutschsprachigen Texten gehören mit dem 'Fischbüchlein vom Bodensee' (um 1450), dem 'Fisch- und Vogelfangbüchlein' des Johannes Rittershofen (ab 1498) und dem 'Tegernseer Angel- und Fischbüchlein' (um 1500) Kompilationen, die sich zu einem Großteil aus Köderrezepten zusammensetzen. Parallel finden sich solche oftmals rezeptartigen Texte einzeln oder gesammelt in kürzeren Abschnitten in Sammelhandschriften. Mit den Übersetzungen des 'Jagdbuchs' (Buch X der 'Ruralium commodorum libri XII') von Petrus de Crescentiis sind im 15. Jahrhundert schließlich auch deutschsprachige Übersetzungen eines lateinischen Textes mit praxisbezogenem Wissen zum Fischfang überliefert.
Im Seminar wollen wir uns primär mit dieser Literatur und ihrer Überlieferung auseinandersetzen. In textzeugennaher Arbeit mit Digitalisaten der überlieferten Handschriften und Drucke erörtern wir u.a. Fragen zu Inhalt, Struktur und Präsentation der Texte sowie zur Rolle der überlieferten Medialität (Handschrift und Druck), Provenienz und Überlieferungszusammenhänge der Textzeugen. Nicht zuletzt soll damit die Kompetenz, mit der (digitalisierten) Originalüberlieferung zu arbeiten, vermittelt bzw. ausgebaut werden.
Zum besseren Verständnis der Produktions- und Rezeptionsbedingungen der Texte werden wir uns zudem dem kultur- und literaturhistorischen Hintergrund anhand ausgewählter Textbeispiele aus dem Bereich der enzyklopädischen, kulinarischen, diätetischen, rechtlichen und auch erzählenden zeitgenössischen Literatur widmen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Veranstaltung Mediävistik 2026".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2026, 10:00 bis 12.04.2026, 23:59.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.