Projektseminar: Digital Geography 5: Project-based Studies - „Wem gehört Halle?“ Eigentumsverhältnisse, Akteurskonstellationen und Konflikte im Wohnungsmarkt Halle (Saale) - Details

Projektseminar: Digital Geography 5: Project-based Studies - „Wem gehört Halle?“ Eigentumsverhältnisse, Akteurskonstellationen und Konflikte im Wohnungsmarkt Halle (Saale) - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Projektseminar: Digital Geography 5: Project-based Studies - „Wem gehört Halle?“ Eigentumsverhältnisse, Akteurskonstellationen und Konflikte im Wohnungsmarkt Halle (Saale)
Veranstaltungsnummer GEO.07219
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 2
erwartete Teilnehmendenzahl 20
Heimateinrichtung Digitale Geographie
Veranstaltungstyp Projektseminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Freitag, 16.10.26, 10:00 - 15:00 Uhr SR 4 3.21 [VSP 4](Geowiss.)
Teilnehmende Masterstudierende
Leistungsnachweis Referat oder Hausarbeit oder Portfolio
Lehrsprache(n) Deutsch; Englisch
Studiengänge (für) Master IAS-GCG
SWS 4
ECTS-Punkte 10

Räume und Zeiten

SR 4 3.21 [VSP 4](Geowiss.)

  • Freitag, 10:00 - 15:00, Zweiwöchentlich (ab dem 16.10.26)

Ohne Raum

  • Freitag, 20.11.26, 10:00 - 15:00 Uhr
  • Freitag, 15.01.27, 10:00 - 15:00 Uhr

Kommentar/Beschreibung

Halle (Saale) gehört zu den am stärksten segregierten Städten in Deutschland. Auch wenn Halle durch das Land Sachsen-Anhalt noch nicht als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen wurde, spitzt sich die Preis- und Angebotsentwicklung in den letzten Jahren zu und droht, die ohnehin ausgeprägte soziale Ungleichheit in der Stadt zu verschärfen.

Im öffentlichen Diskurs erscheint diese Herausforderung der Wohnraumversorgung zuweilen als Problem fehlender oder überschüssiger Wohnungen. Dort, wo Wohnungsknappheit herrscht und die Mietpreise steigen, gilt der Neubau als Antwort. Doch zeigen Beiträge aus der kritischen Wohnungsforschung, dass die aktuelle Wohnungskrise nicht auf die Problematik eines Nachfrageüberhangs reduziert werden sollte. Die Wohnungsfrage – wie sie bereits vor rund 150 Jahren von Friedrich Engels aufgeworfen wurde – dürfe nicht ausschließlich als eine Frage der Mengenanpassung ausgelegt werden, sondern ist als Frage der gesellschaftlichen Verwertung und Organisation von Wohnraum zu verstehen.

Das Seminar unternimmt eine Einführung in zentrale Debattenpunkte der kritischen Wohnungsforschung zum Problemfeld der „neuen Wohnungsfrage(n)“. Im Fokus steht hierbei die konstruktive Kritik an einer marktförmigen Organisation des Wohnens. Hierzu geht der Kurs in drei Schritten vor. Nach einer Einführung in wichtige Problemlagen der aktuellen Wohnraumversorgung widmet sich der Kurs ausgewählten theoretischen Grundlagen der kritischen Wohnungsforschung. Im dritten Schritt folgt eine Auseinandersetzung mit zivilgesellschaftlichen und politischen Strategien zur Stärkung einer sozialgerechten Wohnraumversorgung.

Als Lehrforschungsprojekt ist das Seminar dabei auf die eigene Forschungsarbeit der Studierenden ausgerichtet. In den regelmäßigen Blockterminen lernen die Studierenden unterschiedliche Forschungsmethoden kennen und bringen sie praktisch zur Anwendung: von der quantitativen Umfrage bis zum problemzentrierten Interview und der kritischen Kartierung. Eine Besonderheit des Seminars liegt im begleitenden Forschen. Die Modulprüfung in Form eines Forschungsberichts wird dabei bereits während des Semesters mit erarbeitet, sodass keine gesonderte Hausarbeit in der vorlesungsfreien Zeit anfällt.

Diese Lehrveranstaltung ist im Studienbegleitprogramm von gender*bildet (Zertifikat Gender Studies) anrechenbar. Nähere Informationen finden Sie unter diesem Link: https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/gender_bildet/angebote_studierende/zertifikat/.