Seminar: BA: Antifaschistische Anthropologie: Doing | Thinking Wissenschaftsfreiheit - Details

Seminar: BA: Antifaschistische Anthropologie: Doing | Thinking Wissenschaftsfreiheit - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: BA: Antifaschistische Anthropologie: Doing | Thinking Wissenschaftsfreiheit
Veranstaltungsnummer BA: SE: P/R
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 45
maximale Teilnehmendenzahl 35
Heimateinrichtung Ethnologie/Kulturvergleichende Soziologie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Dienstag, 27.10.26, 12:15 - 13:45 Uhr Seminar für Ethnologie/Seminarraum
Lehrsprache(n) Deutsch

Räume und Zeiten

Seminar für Ethnologie/Seminarraum

  • Dienstag, 12:15 - 13:45, Wöchentlich (ab dem 20.10.26)

Kommentar/Beschreibung

Wenn ihr dies lest, könnte die AfD in Sachsen-Anhalt regieren. Dieser Kurs nimmt die Landtagswahl zum Anlass, um den politischen Schlüsselbegriff des (Anti-)Faschismus und die Rolle von ethnologischer Forschung in seinem Kontext systematisch zu untersuchen. Es ist keine Anthropologie des Antifaschismus, sondern eine antifaschistische Anthropologie, welche selber in das gesellschaftliche Geschehen eingreift und demokratische Grundrechte wie die Wissenschaftsfreiheit aktiv verteidigt.
Dafür bieten wir (Kim und Jonny) ein Methodenrepertoire aus unserer Forschung an, welches wir im Laufe des Kurses praktisch erproben werden: angewandte Anthropologie, militante Ethnographie, Para-Ethnographie, Feld-Philosophie, und populistische Anthropologie.
Wir bringen die theoretische Analyse des (Anti-)Faschismus in einen Dialog mit diesen Forschungspraxen, um unsere Rolle als Forschende in der Gesellschaft sowie die Möglichkeiten und Grenzen von politisierter Wissenschaft kritisch zu reflektieren. Wir (Kim und Jonny) forschen auf unterschiedliche Weise und haben unterschiedliche Meinungen zu dieser Thematik. Der Kurs soll es den Teilnehmenden nicht nur ermöglichen, verschiedene Methoden auszuprobieren, sondern anhand von diesen selbst ein Forschungsprofil und wissenschaftspolitische Positionen zu entwickeln.
Außerdem wollen wir einen braver space schaffen, in dem wir uns mit kontroversen und auch faschistischen Positionen auseinandersetzen, gleichzeitig aber auf unsere emotionalen Bedürfnisse (als direkt, aber unterschiedlich Betroffene) Rücksicht nehmen. Wir werden diskriminierendes Verhalten jeglicher Art nicht tolerieren.

Literaturempfehlung:

Pine, Adrienne. "The Field is Upon Us: Anti-Fascist Anthropology as Ethical Imperative." Journal of World-Systems Research 29, no. 1 (2023): 212-218.


Wielowiejski, Patrick. "Strategic Agonism: Researching the Far Right between Ethnographic Closeness and an Anti-Fascist Stance." Ethnologia Europaea 1, no. aop (2025): 1-20.


Samet, Robert. "Anthropology’s Democracy Problem: “Populism” and the Sovereign Equivocation." Current Anthropology 67, no. S28 (2026): S76-S87.


Modulleistung: Essay


Besonderheiten: Because the course is set in the current and local political context some of the texts are in German but it will be possible to participate in English, too. We will decide on the course language depending on the needs and wishes of the participants.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenzahl: BA: Antifaschistische Anthropologie: Doing | Thinking Wissenschaftsfreiheit".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.