Vorlesung: [BA-EM/MA-MI/MA-IntPol-GPO] Polen visuell - von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart - Details

Vorlesung: [BA-EM/MA-MI/MA-IntPol-GPO] Polen visuell - von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Vorlesung: [BA-EM/MA-MI/MA-IntPol-GPO] Polen visuell - von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 33
Heimat-Einrichtung Leitung des Instituts für Geschichte
Veranstaltungstyp Vorlesung in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Mittwoch, 22.04.2026 10:00 - 12:00, Ort: Hörsaal II (R.1.01)[EA 28]
Lehrsprache(n) Deutsch
SWS 2

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Wir sind es gewöhnt, Geschichte vor allem von Texten ausgehend zu strukturieren, wahrzunehmen und zu erzählen.
Doch was passiert, wenn wir Bilder als Ausgangspunkt nehmen? Kunsthistoriker:innen haben seit dem frühen 20. Jahrhundert in Form von Ikonographie und Ikonologie eine Methodik der Bildinterpretation entwickelt, die Historiker:innen ebenso skeptisch wie verzögert aufgegriffen und an ihre Bedürfnisse angepasst haben. In den letzten Jahrzehnten sind zahlreiche Impulse aus der Historischen Bildkunde und Bildforschung, Visual History, historischer Diskursanalyse und den Visual Culture Studies hinzugekommen, so dass seit den 2000er Jahren von einem Visual Turn die Rede ist.
Die Vorlesung "Polen visuell" zielt darauf ab, die Geschichte Polens von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart ausgehend von Bildern - seien es Kunstwerke, angewandte Kunst, Architektur, Landkarten, Denkmäler, Fotografien oder andere Bildgenres - zu präsentieren. Es können ikonische und symbolhafte Bilder sein, die jede:r aus Schulbüchern oder anderen Medien kennt, aber auch Bilder, die in Vergessenheit geraten sind, überraschen oder Rätsel aufgeben.
Was ist auf den Bildern unmittelbar zu erkennen und einzuordnen? Welche Bedeutung haben Form und Stil? Welche Inhalte lassen sich erst durch vertiefte Recherchen erschließen? Was ist über den oder die Urheber:in des Bildes bekannt? Welche weiteren historischen Zusammenhänge und Problemfelder sind relevant? In welchen Bildtraditionen und -kontexten steht das jeweilige Bild? Und schließlich: Ergeben sich aus der bildorientierten Analyse neue Erkenntnisse zu bekannten Forschungsfeldern?

Einführende Literatur:
Augustynowic, Christoph: Kleine Kulturgeschichte Polens. Vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert. Wien 2017.
Europa - Unsere Geschichte, Bd. 2-4, hrsg. von der Gemeinsamen Deutsch-polnischen Schulbuchkommission in Zusammenarbeit mit dem Georg-Eckert-Institut [...] und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Wiesbaden 2017-2020.
Frank, Susi K. (Hg.): Bildformeln. Visuelle Erinnerungskulturen in Osteuropa. Bielefeld 2017.
Jäger, Jens: Überlegungen zu einer historiografischen Bildanalyse. In: Historische Zeitschrift 304 (2017), 655-682.
Keilbach, Judith: Photographs: Reading the Image of History. In: The SAGE Handbook of Historical Theory, hrsg. von Nancy Partner und Sarah Foot. London et al. 2013, 439-457.
Panofsky, Erwin: Ikonographie und Ikonologie. Eine Einführung in die Kunst der Renaissance. In: Ders.: Sinn und Deutung in der bildenden Kunst (Meaning in the Visual Arts). Köln 2002 (engl. Orig. 1955), 36-67.
Paul, Gerhard: Visual History, Version: 3.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 13.3.2014,
http://docupedia.de/zg/Visual_History_Version_3.0_Gerhard_Paul [29.Juni 2015].

Die Vorlesung gilt als Vorbereitung auf die Staatsexamensprüfung im Fach Geschichte zum 19. Jahrhundert. Bitte melden Sie sich zu Beginn des Semesters, wenn Sie sich dafür entscheiden."

Modulleistung: Hausarbeit

Studienleistung: regelmäßige Teilnahme an der Vorlesung; kurzer schriftlicher Test am Ende der Vorlesungszeit