Seminar: Rechte Gewalt nach 1990 und die literarische Verarbeitung (di 16-18 Uhr) - Details

Seminar: Rechte Gewalt nach 1990 und die literarische Verarbeitung (di 16-18 Uhr) - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Rechte Gewalt nach 1990 und die literarische Verarbeitung (di 16-18 Uhr)
Semester SoSe 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 22
maximale Teilnehmendenzahl 24
Heimateinrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Dienstag, 01.04.25, 16:15 - 17:45 Uhr Seminarraum 18 (Raum 1.11) [LuWu 2]
Teilnehmende Modul LA Sek./LA Sek.Fö.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (5 LP)
Modul B.A./LA Gymn.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (10 LP)
Modul B.A./LA: Themen, Stoffe und Motive
IKEAS: Aufbaumodul Kulturwissenschaft Deutschland 3: Kulturkontakt / Kulturvergleich
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) B.A. DSL 60/90
LA Gymnasium/LA Sek.- und Förderschule
IKEAS
SWS 2

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Politische Ereignisse geben immer wieder Anlass, sich künstlerisch bzw. literarisch mit ihnen zu beschäftigen. Die Gründe sind dabei verschieden. Von Unterhaltung über Erinnerungsarbeit bis zu noch notwendigem Sichtbarmachen der Ereignisse selbst oder ihrer Aufarbeitung.
Die rechte Gewalt, die mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und damit mit dem Ende des Faschismus als Staatsform nicht von der Bildfläche verschwunden war (bereits seit den 1950er Jahren gab es die ersten ‚neo-faschistischen‘ Bewegungen und Aktionen), stieg insbesondere seit der deutsch-deutschen Vereinigung 1990 wieder stark an. Das zeigt sich zum einen in den vielen, auf einzelne Menschen begrenzte Übergriffe, die meist unter dem Radar der Öffentlichkeit stattfinden und nur (und darin nur ansatzweise) von den Statistiken erfasst und so ‚sichtbar‘ werden; das zeigt sich zuvorderst in kollektiven, spontan scheinenden wie auch organisierten Anschlägen. Es sei nur beispielhaft oft Rostock, Hoyerswerda und Solingen 1990-93 verwiesen, auf den NSU, auf den Anschlag in Halle 2019 oder den Amoklauf in Hanau 2020.
Zu diesen konkreten rechten Übergriffen gibt es in Vielzahl von Versuchen einer literarischen, künstlerischen Aufarbeitung: dokumentarische Lesungen, vielzählige Theaterstücke, Kurzfilme, Opern, Graphic Novel usw. Aus welchen (verschiedenen) Gründen und mit welchen Perspektiven das passierte, wollen wir im Seminar klären. Es soll im Laufe des Semesters zum einen Kenntnis von allgemeinen Entwicklungen dieser künstlerischen Produktion wie von ausgesuchten Beispielen erlangt werden, zum anderen soll sich diesen analytisch genähert werden: was greifen die Texte (Filme etc. werden wir nur streifen) auf, wie wird dieses literarisiert, was soll sich in dieser Form vermitteln und gegebenenfalls wieder in die politische bzw. zivilgesellschaftliche Sphäre zurückwirken?
Das Seminar, seinem Gegenstand geschuldet, ist mit politischen Themen beschäftigt. Es unterstellt eine Bereitschaft, sich mit diesem außer-literarischen Sphäre auseinanderzusetzen und ernsthaft zu verfolgen. Es verlangt auch, da es sich um nicht-kanonisierte, in der Wissenschaft kaum wahrgenommene und sowieso eher kleine, unbekannte Produktionen und Initiativen handelt, Bereitschaft zur zusätzlich nötigen eigenständigen Recherche und Arbeit. Anders wird eine Befassung mit den literarischen Reaktionen nicht fruchtbar.
Zudem ist eine Exkursion nach Chemnitz, der Kulturhauptstadt 2025, geplant. Dort wollen wir am 23.5.25 die Ausstellung „Offener Prozess“ (https://offener-prozess.de/) besuchen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: Rechte Gewalt nach 1990 und die literarische Verarbeitung (di 16-18 Uhr)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 09:00 bis 30.04.2025, 23:59.