Seminar: MA: Anwendungsfelder Text-Bild/Bewegtbild (Seminar: Heller) - Details

Seminar: MA: Anwendungsfelder Text-Bild/Bewegtbild (Seminar: Heller) - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: MA: Anwendungsfelder Text-Bild/Bewegtbild (Seminar: Heller)
Untertitel Hitchcock und die heutige Medienkultur.
Veranstaltungsnummer MMS.07066.02
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 25
Heimateinrichtung Medien- und Kommunikationswissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Donnerstag, 29.10.26, 14:00 - 16:00 Uhr Raum 102
Lehrsprache(n) Deutsch

Räume und Zeiten

Raum 102

  • Donnerstag, 14:00 - 16:00, Wöchentlich (ab dem 22.10.26), Seminar

Studio

  • Donnerstag, 16:00 - 18:00, Wöchentlich (ab dem 22.10.26), Videosichtung

Kommentar/Beschreibung

Bitte beachten: im Anschluss an das Seminar 16–18h wird ein gemeinsamer Sichtungstermin für die Aufgaben zur nächsten Seminarsitzung angeboten (hierfür ist das Studio reserviert)

Alfred Hitchcock und die Medienkultur. Zugänge aus heutiger Sicht.
Im August 2024 – anlässlich des 125. Geburtstages des Regisseurs – war es noch einmal auf allen Medienkanälen zu beobachten: „Alfred Hitchcock dominiert die Filmgeschichte wie Napoleon: Unbeirrbar, enigmatisch und schonungslos sich selbst vermarktend.“ (British Film Institute 2012). Der Name „Alfred Hitchcock“ steht für das wahrscheinlich bekannteste Gesamtkunstwerk der Filmgeschichte: Werke wie THE LODGER (1927), THE 39 STEPS (1935), REAR WINDOW (1954), VERTIGO (1958), PSYCHO (1960), THE BIRDS (1963) oder FRENZY (1972) haben sich als Klassiker in das kollektive Gedächtnis und in die Populärkultur eingeschrieben. Zugleich hat Hitchcock sich selbst multimedial als unverwechselbare Ikone inszeniert; ein Star, der mit viel Ironie und schwarzem Humor seine filmischen Welten moderiert und orchestriert. Es gibt wohl bis heute keinen anderen Regisseur, der in einer solch nachhaltigen Weise den eigenen Namen in der Populär- und Medienkultur als „Marke“ etabliert hat.
Auf der Basis von exemplarischen Analysen des Verhältnisses von Texten und Bewegtbildern werden in der Veranstaltung verschiedene, von ihrem historischen Kontext geprägte Perspektiven auf die Filme und TV-(Serien-)Produktionen, die standardsetzenden Gestaltungsweisen der Werke, die Star-Persona Hitchcock und der Einfluss auf die heutige Medienkultur in allen Facetten (u. a. Serien, Musikvideos, Memes, Games) analysiert und kritisch diskutiert.
Lernziel: Das Seminar soll befähigen, die historische und mediale Bedingtheit von unterschiedlichen bewegtbildlichen Gestaltungsmitteln bewusst erkennen, reflektieren, kritisch einordnen und in der Folge auch selbst nutzen zu können:
Anwendung/Praxisanteil: Dies verbindet sich mit dem zweiten, anwendungsorientierten Seminar des Moduls von Lars Drawert: Hier sollen die besprochen audiovisuellen Gestaltungsprinzipien, Bewegtbildsequenzen und dramaturgische Bauformen in eigenen Arbeiten erprobt und künstlerisch forschend umgesetzt werden (s. Seminarbeschreibung Lars Drawert).
Sichtungsangebot: Im Anschluss an die Seminarsitzungen am Donnerstag ist das Studio für den Kurs reserviert, damit die entsprechenden Filme als Diskussions- und Analysegrundlage unter Kino-Bedingungen in Gänze fokussiert und in einer Kinosituation in guter Bild- und Tonqualität angeschaut werden können.
In den Sitzungen wird ein aktiver Input von allen Teilnehmenden auf Basis der Lektüren und Sichtungen von Beispielwerken vorausgesetzt.

Einführende Literatur:
Heller, Franziska: Alfred Hitchcock. Einführung in seine Filme und Filmästhetik. München / Paderborn: Wilhelm Fink 2015.

Truffaut, François: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht? (1966). A. d. Franz. v. Frieda Grafe/Enno Patalas. Hg. v. Robert Fischer. München: Heyne 2010.