Seminar: Körper, Macht, Kultur. Feministische Erzählliteratur im 20. Jhd. (Schwerpunkt: Österreich (mo 14-16 Uhr) - Details

Seminar: Körper, Macht, Kultur. Feministische Erzählliteratur im 20. Jhd. (Schwerpunkt: Österreich (mo 14-16 Uhr) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Körper, Macht, Kultur. Feministische Erzählliteratur im 20. Jhd. (Schwerpunkt: Österreich (mo 14-16 Uhr)
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 24
maximale Teilnehmendenanzahl 24
Wartelisteneinträge 9
Heimat-Einrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Montag, 13.04.2026 14:15 - 15:45, Ort: Hörsaal XXI [Mel]
Teilnehmende Modul LA Sek./LA Sek.Fö.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (5 LP)
Modul B.A./LA Gymn.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (10 LP)
Modul LA Sek./LA Sek.Fö.: Literatur- und Gattungstheorie (5 LP – FSQ integrativ)
Modul B.A./LA Gymn.: Literatur- und Gattungstheorie (10 LP – FSQ integrativ))
Modul B.A./LA: Themen, Stoffe und Motive)
Modul LAGr: Text, Produktion, Rezeption, Interpretation (alte und neue Ordnung
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) B.A. DSL 60/90
LA Gymnasium/LA Sek.- und Förderschule
LA Grundschule Deutsch
SWS 2

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die literarische Produktion von Frauen in Österreich nahm erst im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert an Fahrt auf. Dass allmählich ein Nährboden für weibliche Sicht- und Schreibweisen auf die Gesellschaft entstehen konnte, ist vor allem auf die erste österreichische Frauenbewegung zurückzuführen, die um die Jahrhundertwende an Einfluss gewann und den ungleichen Zugang für Frauen zu Bildung und institutionellen Räumen anprangerte. Aber auch die gesellschaftlichen Umbrüche um 1900, geprägt von Industrialisierung, Städtewachstum und Wien als kulturelle Metropole der Moderne, läuteten eine Ära weiblichen Schreibens ein, die in der Zeit des Nationalsozialismus wieder eingedämmt wurde. Werke der Nachkriegszeit und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts thematisierten vor allem heteronormative Geschlechterbilder, die sowohl an das bürgerliche Rollenverständnis als auch an die Familien- und Mutterideologie der Nazizeit angeknüpft wurden und weiterhin Barrieren für die soziale und rechtliche Gleichberechtigung von Männern und Frauen darstellten.
Das Seminar möchte ausgewählte Erzählliteratur von Frauen als Ort der Aushandlung von Geschlechterverhältnissen betrachten, die einem historischen Wandel unterliegen. Vor allem die Ästhetisierung von Erfahrungen eines weiblich gelesenen Körpers in einer patriarchal geprägten, westlich-kapitalistischen Gesellschaft können als literarische Belege eines Machtverhältnisses untersucht werden, das mit der Agenda der zweiten Frauenbewegung noch einmal nachdrücklicher herausgefordert wurde.
Werke oder Auszüge der folgenden Autorinnen (u. a.) werden behandelt: Mela Hartwig, Elsa Asenijeff, Grete von Urbanitzky, Maria Janitschek, Brigitte Schwaiger, Elfriede Jelinek
Zu den Erarbeitungsmethoden im Seminar gehören der Vortrag der Seminarleiterin, ein wöchentliches Lektürepensum mit der schriftlichen Ausarbeitung von Thesen und Inhalten sowie Kurzpräsentationen der Studierenden. Die Modalitäten für die Abschlussbeurteilung werden zeitnah besprochen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: Körper, Macht, Kultur. Feministische Erzählliteratur im 20. Jhd. (Schwerpunkt: Österreich (mo 14-16 Uhr)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2026, 10:00 bis 30.04.2026, 23:59.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.