Blockveranstaltung: [MA-IntPol-BIL/BA-VM/MA-VII] Einführung in die Interdisziplinären Polenstudien: "Grenzland: Sprachen - Kulturen - Religionen" - Details

Blockveranstaltung: [MA-IntPol-BIL/BA-VM/MA-VII] Einführung in die Interdisziplinären Polenstudien: "Grenzland: Sprachen - Kulturen - Religionen" - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Blockveranstaltung: [MA-IntPol-BIL/BA-VM/MA-VII] Einführung in die Interdisziplinären Polenstudien: "Grenzland: Sprachen - Kulturen - Religionen"
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 4
maximale Teilnehmendenzahl 6
Heimateinrichtung Leitung des Instituts für Geschichte
Veranstaltungstyp Blockveranstaltung in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Vorbesprechung Termin am Freitag, 06.11.2026 von 10:00 bis 15:30 Uhr
Nächster Termin Freitag, 06.11.26, 10:00 - 15:30 Uhr Vorebreitungstreffen in Jena
Lehrsprache(n) Deutsch

Räume und Zeiten

Vorebreitungstreffen in Jena

  • Freitag, 06.11.26, 10:00 - 15:30 Uhr

Vorbereitungstreffen in Jena

  • Samstag, 07.11.26, 08:00 - 15:30 Uhr

Blockseminar in Bialystok

  • Sonntag, 14.03.27, 08:00 - 15:30 Uhr
  • Montag, 15.03.27, 08:00 - 15:30 Uhr
  • Dienstag, 16.03.27, 08:00 - 15:30 Uhr
  • Mittwoch, 17.03.27, 08:00 - 15:30 Uhr
  • Donnerstag, 18.03.27, 08:00 - 15:30 Uhr
  • Freitag, 19.03.27, 08:00 - 15:30 Uhr
  • Samstag, 20.03.27, 08:00 - 15:30 Uhr
  • Sonntag, 21.03.27, 08:00 - 15:30 Uhr

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Jedes Jahr tagt das einführende Blockseminar des Masters Interdisziplinäre Polenstudien (MLU Halle und FSU Jena) an einem neuen Ort. Wir wählen eine polnische Partneruniversität aus, um in Kooperation mit Kolleg:innen und Expert:innen vor Ort eine Woche lang ein Rahmenthema in interdisziplinärer Projektarbeit zu erkunden und mit der Geschichte und Gegenwart der jeweiligen Region zu verbinden. So haben Sie Gelegenheit, Polen unmittelbar zu erleben und außerhalb des Unialltags mit Ihren Kommiliton:innen und Dozent:innen intensiv ins Gespräch zu kommen. Student:innen verwandter Fächer (MA und fortgeschrittener BA/LA) sind eingeladen, sich der Exkursion im Rahmen der Kapazitäten anzuschließen. In Absprache mit ihren Dozent:innen können sie die Exkursion als Studienmodul anerkennen lassen.
Polnischkenntnisse sind nicht erforderlich.

Im WS 2026/27 geht die Reise vom 14. bis 21.3.2027 nach Białystok in der Wojewodschaft Podlaskie (Podlachien) nahe der polnisch-belarusischen Grenze. Vorbereitet wird diese auf einem zweitägigen Workshop am 6./7.11.2026 in Jena mit Dozent:innen und Student:innen beider Standorte des Aleksander-Brückner-Zentrums (www.aleksander-brueckner-zentrum.org).

Das Seminarthema „Grenzland“ knüpft an das polnische Konzept der kresy an, was so viel wie „offener Raum, in dem eine Landschaft endet“ bedeutet. Durch diese Gebiete verlief einst die Grenze zwischen dem Königreich Polen und dem Großfürstentum Litauen, somit lagen sie zur Zeit der Staatenunion Polen-Litauen (1569-1795) eigentlich zentral. Von 1807 bis zum Ersten Weltkrieg war Białystok Gouvernementshauptstadt des Russländischen Imperiums; erst 1918 fiel es wieder an Polen und wurde tatsächlich zum Grenzland. In allen genannten Epochen war die Stadt mit ihrem Umland mehrsprachig und multiethnisch. Unter anderem galt sie als wichtiges Zentrum jüdischer Kultur und hatte vom späten 19.
Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg eine jüdische Bevölkerungsmehrheit. Bis heute finden sich Spuren der multiethnischen Geschichte in der materiellen Kultur, Sprache und Religion sowie im kollektiven Gedächtnis der Region und über sie hinaus. Diese Komplexität der historischen und gegenwärtigen Konfigurationen der Region Białystok wollen wir auf unserer Reise gemeinsam erkunden. Wir machen uns auf die Suche nach ihrer Geschichte und heutigen Erinnerungsorten, erforschen die Sprachen der Gegend und tauchen in die regionale Literatur ein.

Während des Seminars beleuchten wir das Themenfeld aus den Perspektiven verschiedener Disziplinen
(Geschichtswissenschaft, Museologie, Linguistik, Literaturwissenschaft u.a.) und treten in eine interdisziplinäre Diskussion ein. Auf Grundlage eines Readers, eigener Recherchen und Erkundungen vor Ort entwickeln Sie im Rahmen von wählbaren Themengruppen eigene Projekte und stellen diese im Plenum vor – sei es im Seminarraum, in der Stadt oder der Region.

Die aktive Mitarbeit ist integraler Bestandteil der Exkursion.

Vorbereitungstreffen (Vorstellung von Konzept und Inhalten des Blockseminars, Bildung von Projektgruppen, Verteilung von Aufgaben, erste Gruppenarbeit): 6. + 7.11. in Jena, jeweils ca. 10-17 Uhr
Lehrende: Prof. Dr. Kleinmann (Halle), Dr. Ewa Krauß (Jena), Prof. Dr. Ruprecht von Waldenfels (Jena) und Dr. Johann Wiede (Halle) sowie Kolleg:innen in Białystok.

Kosten: Reise- und Übernachtungskosten werden vollständig aus Mitteln des DAAD gedeckt.

Studienleistung:
- wird von Student:innen des Masters Interdisziplinäre Polenstudien in der Ringvorlesung "Was Sie
schon immer über Polen wissen wollten (oder sollten)", IntPol BIL, erbracht;
- Student:innen aus anderen Studienprogrammen können sich Workshop und Exkursion als Übung
anerkennen lassen und erbringen die Studienleistung durch aktive Teilnahme und mündliche
Projektpräsentationen vor Ort.

Modulleistung:
Mündliche Projektpräsentation; Ausarbeitung zur Hausarbeit (Student:innen der Interdisziplinären
Polenstudien und andere Student:innen, die sich Workshop und Exkursion als Seminar anerkennen
lassen wollen).

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenzahl: [MA-IntPol-BIL/BA-VM/MA-VII] Einführung in die Interdisziplinären Polenstudien: "Grenzland: Sprachen - Kulturen - Religionen"".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen werden am 29.10.2026 um 15:54 verteilt.
  • Die Anmeldung ist möglich von 01.10.2026, 00:00 bis 28.10.2026, 00:00.