Seminar: Einführung in die Slavistik II: Kulturwissenschaft - Details

Seminar: Einführung in die Slavistik II: Kulturwissenschaft - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Einführung in die Slavistik II: Kulturwissenschaft
Veranstaltungsnummer SLA.02469.07
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 12
Heimateinrichtung Institut für Slavistik
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Vorbesprechung Termin am Mittwoch, 14.10.2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr, Ort: Hörsaal F [Mel]
Nächster Termin Mittwoch, 11.11.26, 10:15 - 11:45 Uhr Hörsaal F [Mel]
Leistungsnachweis Studienleistung: Kurzreferat
Modulleistung: Teilklausur im Rahmen der Klausur "Einführung in die Slavistik" des gesamten Moduls
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) - alle slavistischen philologischen Studienprogramme (BA Slavische Sprachen, Literaturen und Kulturen 120 LP, BA Polonistik 60 LP, BA Russistik 90 LP, BA Russistik 60 LP, BA Südslavistik 60 LP)
- Lehramt Russisch,
- IKEAS mit Russlandstudien als Schwerpunkt (Wahlbereich I)
SWS 2 SWS

Räume und Zeiten

Hörsaal F [Mel]

  • Mittwoch, 10:15 - 11:45, Wöchentlich (ab dem 21.10.26), HS F / Mel

Raum Hörsaal F [Mel]

  • Mittwoch, 14.10.26, 10:00 - 12:00 Uhr

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Dieses Seminar vermittelt ein fundiertes theoretisches Fundament für das weitere Studium, indem es in vier zentrale kulturwissenschaftliche Konzepte einführt und deren Relevanz für den slavischen Kulturraum aufzeigt. Im Mittelpunkt stehen wegweisende Ansätze, die direkt aus der Slavistik stammen oder mit Gewinn in der Slavistik eingesetzt werden:
1. Kultursemiotik: Jurij Lotmans Konzept der Semiosphäre, angewandt zum Beispiel auf historische Phasen des Kulturwandels wie der Christianisierung in der Rus‘.
2. Kulturelle Übersetzung: Boris Budens Weiterentwicklung von Homi Bhabhas Konzept des Dritten Raums, untersucht am Beispiel des Transfers stalinistischer Architektur beim Bau des Warschauer Kulturpalasts.
3. Kollektives Gedächtnis: Aleida Assmanns Konzept von Funktions- und Speichergedächtnis, angewandt auf die Mythenbildung rund um historische Ereignisse wie die Schlacht auf dem Amselfeld.
4. Dialogizität: Michail Bachtins Konzept, erprobt an Phänomenen von Zensur und Subtext.
Die Seminarstruktur folgt einem zweistufigen Prinzip: Nach einer theoretischen und beispielorientierten Einführung in die einzelnen Blöcke erproben wir die Anwendbarkeit der Konzepte gemeinsam und anhand von studentischen Kurzreferaten. Diese beleuchten konkrete Phänomene aus der Kulturgeschichte, die für Russistik, Polonistik oder Südslavistik relevant sind, wobei wir im Seminar auch die gezielte wissenschaftliche Literaturrecherche für diese Themen erlernen.
Zusätzlich zum Seminar wird ein Tutorium angeboten, in dem der Klausurteil zur Kulturwissenschaft intensiv vorbereitet wird.