Seminar: Die Stadt in der Antike - Details

Seminar: Die Stadt in der Antike - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Die Stadt in der Antike
Semester WiSe 2025/26
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 6
Heimat-Einrichtung Institut für Altertumswissenschaften
beteiligte Einrichtungen Klassische Archäologie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Montag, 13.10.2025 14:00 - 16:00, Ort: (Rob / HS KA)
Lehrsprache(n) Deutsch
SWS 2
Sonstiges Modul: 14C: Räume und Kulturen: Klassische Archäologie (KGA)

Räume und Zeiten

(Rob / HS KA)
Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (14x)

Studienbereiche

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die Stadt in der Antike war stets mehr als nur ein bloßer Ort zum Wohnen. Vor allem in struktureller Hinsicht verkörperte sie ein komplexes System, das trotz zahlreicher urbaner Grundkonstanten je nach den lokalen Rahmenbedingungen sehr unterschiedliche Entwicklungsformen aufweisen konnte. Zahlreiche Definitionen oder Begriffe wie „gewachsene“ oder „geplante“ Stadt bestimmen daher auch bis heute eine vielfach kontrovers geführte Diskussion und verdeutlichen in besonderem Maße den Versuch der Forschung, dieser Vielfalt wissenschaftliche Erklärungsmodelle gegenüberzustellen.

Das Ziel der Lehrveranstaltung ist es, anhand exemplarisch ausgewählter Städte überwiegend der griechischen Antike die Charakteristika urbaner Komponenten herauszustellen, die elementarer Bestandteil der Genese eines städtischen Gemeinwesens waren. Es gilt, Fachtermini wie polis, chora oder aber auch hippodamisches System in ihren grundlegenden Wesenszügen zu verstehen und ihre jeweiligen Verwendungsmöglichkeiten anhand der ausgewählten Beispiele konkret zu überprüfen. In einem zweiten Schritt wollen wir uns dann mit literarischen Überlieferungen zu einer Stadtgründung (z.B. Platon) beschäftigen und diese u. a. zu ausgewählten Koloniegründungen während der griechischen Migrationsbewegungen im 8.–6. Jh. v. Chr. in Bezug setzen. Dabei soll vor allem der Frage nachgegangen werden, ob sich durch den interdisziplinären Forschungsdiskurs übergeordnete Spezifika antiker apoikiai aufzeigen lassen, die möglicherweise sogar als systemimmanent für eine antike Koloniegründung verstanden werden können.


Einführende Literatur:
E. Stein-Hölkeskamp, Das Archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer (München 2015); D. Mertens, Erwartung und Wirklichkeit – Stadtplanung in den griechischen Kolonien. In: A. Dietl u. a. (Hrsg.), Utopie, Fiktion, Planung. Stadtentwürfe zwischen Antike und Früher Neuzeit (Regensburg 2014) 35–52; T. Hölscher, Die griechische Polis und ihre Räume: Religiöse Grenzen und Übergänge. In: M. A. Guggisberg (Hrsg.), Grenzen in Ritual und Kult der Antike. Internationales Kolloquium, Basel 5. – 6. November 2009 (Basel 2013) 47–68; P. Funke, Polis und Asty. Einige Überlegungen zur Stadt im antiken Griechenland. In: G. Fouquet/G. Zeilinger (Hrsg.), Die Urbanisierung Europas von der Antike bis in die Moderne (Frankfurt 2009) 63–79; F. Lang, Archaische Siedlungen in Griechenland (Berlin 1996); F. Kolb, Die Stadt im Altertum (München 1984).

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Zeitgesteuerte Anmeldung: Die Stadt der Antike".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 01.09.2025, 00:00 bis 31.10.2025, 00:00.