Projektseminar: Abschlussprojekt Soziologie (FSQ2): Das geplante Campushaus Halle-Neustadt als Maßnahme zur Quartiersentwicklung - Details

Projektseminar: Abschlussprojekt Soziologie (FSQ2): Das geplante Campushaus Halle-Neustadt als Maßnahme zur Quartiersentwicklung - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Projektseminar: Abschlussprojekt Soziologie (FSQ2): Das geplante Campushaus Halle-Neustadt als Maßnahme zur Quartiersentwicklung
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 11
erwartete Teilnehmendenanzahl 20
Heimat-Einrichtung Institut für Soziologie
Veranstaltungstyp Projektseminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Dienstag, 30.06.2026 14:00 - 16:00, Ort: Seminarraum 14 PC-Pool [EA 25] Soziologie (Raum K.02)
Leistungsnachweis Projektbericht
Lehrsprache(n) Deutsch
SWS 2

Kommentar/Beschreibung

In Halle-Neustadt konzentrieren sich gesellschaftliche Herausforderungen in besonderer Weise. Als Großwohnsiedlungen in den 1960er Jahren entstanden, unterlag Halle-Neustadt seit der Wende weitreichenden Imageverschiebungen und Entwicklungen. Halle-Neustadt ist ein Quartier mit einer hohen Konzentration von Menschen in Armut und mit Einwanderungsgeschichte. Damit sind vielfältige Problemlagen verbunden: Wegzug sozial starker Familien, hohe Fluktuation sowie Barrieren sprachlicher und sozialer Integration. Ein Anstieg der Jugendkriminalität deutet darauf hin, dass es einigen Menschen an Perspektiven fehlt.
Mit der strategischen Verzahnung von Bildung, Beschäftigung und Stadtentwicklung im geplanten Campushaus Halle-Neustadt der Stadt Halle bieten sich jedoch auch wichtige Entwicklungschancen für Halle-Neustadt, die im Idealfall sogar in die Region ausstrahlen. Angesichts des Fachkräftemangels und der durch den Kohleausstieg entstandenen Notwendigkeit, die regionalen Ausbildungsangebote zukunftsorientiert zu gestalten, können neuartige Bildungs- und Berufsorientierungsangebote zukünftige Fachkräfte möglicherweise gerade in sozial schwierigen Quartieren erschließen. Dadurch würde nicht nur die individuelle soziale Integration gefördert, sondern es entstünden vermutlich auch neue Arbeitsplätze für die Region.
Das Projektvorhaben Campushaus Halle-Neustadt zielt auf Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Bewohner:innen des Quartiers, die derzeit als sozial benachteiligt gelten und Unterstützung hinsichtlich ihrer Bildungsteilhabe und sozialen Integration benötigen. Die geplanten Bildungsangebote sollen primär einen praxisorientierten Fokus aufweisen. Das Campushaus soll eine hohe Aufenthaltsqualität bieten, um ein attraktiver Ort für die Bewohner:innen des Quartiers darzustellen.
Das geplante Lehrforschungsprojekt Campushaus Halle-Neustadt setzt an diesen Projektzielen an und verfolgt folgende übergreifende Fragestellungen in Abstimmung mit der Stadt Halle (und ggf. weiteren Projektpartnern):
• Welche Governancestrukturen der Stadt Halle als Trägerin sind der Projektentwicklung des Campushauses förderlich und welche sind hinderlich?
• Wie können geeignete, praxisorientierte Bildungsanbieter für feste Kooperationszusagen gewonnen werden?
• Welche Bedarfe haben die adressierten Bewohner des Quartiers?
• Welche Synergieeffekte ergeben sich möglicherweise mit organisierten Stakeholdern im Quartier?
Das Lehrforschungsprojekt analysiert diese Fragen mit qualitativen und quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung. Dabei werden auch ähnliche Projekte an anderen Orten vergleichend untersucht, um aus deren Erfahrungen Erkenntnisse zu gewinnen. Am Lehrforschungsprojekt können circa 30 Studierende teilnehmen.
Lernziel für die Teilnehmer:innen ist, eine eigene Forschungsarbeit (alleine oder in einer Gruppe) durchzuführen, diese in einem Bericht zu dokumentieren und daraus entwickelte Handlungsempfehlungen den Praxispartnern mündlich vorzustellen.