Seminar: [LA-F] Musik als geschichtsdidaktischer Zugang zur gesellschaftlichen Selbstreflexion - Details

Seminar: [LA-F] Musik als geschichtsdidaktischer Zugang zur gesellschaftlichen Selbstreflexion - Details

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General information

Course name Seminar: [LA-F] Musik als geschichtsdidaktischer Zugang zur gesellschaftlichen Selbstreflexion
Semester WiSe 2024/25
Current number of participants 3
expected number of participants 20
Home institute Institut für Geschichte
Courses type Seminar in category Offizielle Lehrveranstaltungen
First date Friday, 18.10.2024 13:00 - 15:00, Room: Seminarraum 8 (R.2.35) [EA 26-27]
Participants .... sollten mindestens das SP1 absolviert haben und sich auf die Zielgerade ihres Studiums zubewegen. Das ist eine EMPFEHLUNG, kein Muss. Sollten Sie sich dazu entschließen, diese Empfehlung zu ignorieren, muss Ihnen klar sein, dass Sie mit Erfahrungsdefiziten in das Seminar starten, die Sie eigenständig im Selbststudium werden schließen müssen. Ich kann die Teilnahme erst ab dem achten, neunten Semester guten Gewissens empfehlen. Wenn Sie sich das schon früher zutrauen - okay. Ihre Entscheidung... aber auch Ihre Verantwortung...
Pre-requisites - Abschluss des Basismoduls Geschichtsdidaktik
- Abschluss des Praxismoduls Geschichtsdidaktik
Learning organisation - Einführungssitzung zu den Zielen und Regeln der Veranstaltung, Vergabe der Referatsthemen
- Block 1: Theorethischer Vorgriff zu den Themen Musik als Kommunikationsereignis, Musik und Emotion, Methodenpool zu Musik im GU
- Block 2: Referate zu den Einzelthemen
- Prüfungsvorbereitung und Generaldebatte zum Abschluss
Performance record Studienleistung: powerpointbasiertes Referat nebst Thesenpapier und Gestaltung der dazugehörigen Sitzung
Prüfungsleistung: mündliche Prüfung von 30 Minuten Länge, bestehend aus drei Teilen:
1. einer 10minütigen Kurzpräsentation zu einem selbstgewählten Thema der Veranstaltung
2. einer 10minütigen Minidisputation über den Inhalt der Präsentation
3. einem 10minütigem Prüfungsgespräch über die Lektüre des Semesters
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) LAG
LAS
LAF
SWS 2

Module assignments

Comment/Description

Der amerikanischen Kulturikone Dick Clarke (1929-2012), der nach seiner Tätigkeit als DJ für das Radio jahrzehntelang die Fernsehshow American Bandstand moderierte (1956-1989), wird das Zitat zugeschrieben, dass Musik „der Soundtrack unseres Lebens“ sei. Das ist so wahr, dass jeder von uns es bestätigen kann: Jeder kann Musikstücke aufzählen, die ihn oder sie durch Situationen in seinem/ihrem Leben begleitet haben und so zu Bestandteilen seiner/ihrer individuellen Biographie und Identität wurden: Der erste Kuss, die erste Beziehung, die erste Trennung... Triumphe und Niederlagen – das volle Programm! Und je länger wir leben, desto vielschichtiger werden unsere musikalischen Vorlieben, weil wir auf musikalische Neuheiten reagieren und uns immer wieder umorientieren. Gleichzeitig reflektiert Musik aber auch den Zeitgeist und das Lebensgefühl in der Gesellschaft, in der wir heute leben oder damals gelebt haben. Und wir alle haben Musik, die für uns und zahllose Zeitgenossen für ein bestimmtes Ereignis steht... Der Fall der Mauer? Klar, die Scorpions mit ihrem „Wind of Change“... Der Anschlag auf das World Trade Center? Natürlich, Enya und ihr legendäres „Only Time“. Anti-AKW? Klar, Ton Steine, Scherben „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“. Polizeigewalt? Extrabreit, Polizisten... Jugendprotest? Rolling Stones, I can`t get no satisfaction oder the Who, My Generation... Schülerprotest? Pink Floyd, We don`t need no education... Neonazis? Die Ärzte, Schrei nach Liebe. Usw. usf. … Es dürfte deutlich geworden sein, was ich meine.
Da Musik einem ständigen Wandel unterliegt und sich ständig an wandelnde Geschmäcker und Bedürfnisse anpassen muss, ist Musik als gesellschaftliches Phänomen grundsätzlich narrativierbar. Wie überhaupt die ganze Situation von Musik komponieren, Musik spielen und Musik hören als eine Kommunikationssituation in mehreren Ebenen und Facetten zu verstehen ist. Das bedeutet, dass es nicht nur um die reine Musik gehen kann, sondern auch um die sozialen Bedingungen ihrer Genese, Präsentation und Rezeption.
Zum Aufbau des Seminars. Nach einem theoretischen Vorgriff, in dem wir uns mit Musik als geschichtsdidaktischem Medium auseinandersetzen, uns einen Überblick über Methoden zur Analyse von Musik verschaffen und die Spannbreite analytischer Zugriffe auf das Thema ausloten (als Grundlage für Interpretationskompetenz), werden wir uns vergleichend einen historischen Überblick über verschiedene Musikgenres verschaffen, um eine grundsätzliche Gattungskompetenz zu erzeugen. Die geschichtsdidaktische Basis des theoretischen Vorgriffs wird demzufolge in der Kompetenzorientierung auf der Basis des Kompetenzmodells von Hans-Jürgen Pandel beruhen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung, dem Referats- bzw. Anwendungsteil, werden Sie das Gelernte auf konkrete Songs anwenden (sowohl in vertiefender Einzelanalyse als auch vergleichend oder kontrastiv). Denkbar sind hier Themen wie sozialer Protest (z.B. im Punk), schwarze Bürgerrechtsbewegung (black Music), Generationenkonflikte zwischen jung und alt, Vietnamkrieg, Polizeigewalt, Frauenemanzipation, Heimatvorstellungen und Identität in der Musik usw. usf. Ich werde für den Ablaufplan eine Reihe von Themen entwickeln, aber die ist nicht zwingend. Wenn Sie einem anderen Forschungsinteresse folgen wollen (und auch plausibel machen können, dass und vor allem wie Sie das bewältigen wollen), dann nur zu!
Die Referate (powerpointgestützt mit Thesenpapier, das spätestens drei Tage vor dem Referat im Stud.ip hochgeladen werden muss, damit Ihre Kommilitonen es noch vor dem Referat zur Kenntnis nehmen können) sind so zu timen, dass Ihr Vortrag nicht länger als 60 min sein darf, damit noch eine halbe Stunde für die Diskussion und Peer-Feedback übrig bleibt.
Das Referat stellt die Studienleistung dar, die Prüfungsleistung besteht aus einer halbstündigen mündlichen Prüfung, die wiederum aus drei Teilen besteht: einer 10minütigen Kurzpräsentation zu einem selbstgewählten Schwerpunkt Ihres Referatsthemas, einer 10minütigen „Minidisputation“ zu Ihrer Präsentation sowie einem 10miütigen Prüfungsgespräch zum Inhalt der Texte, die Sie im Seminar gelesen haben.