Seminar: Literatur und Verbrechen (di 12-14 Uhr) - Details

Seminar: Literatur und Verbrechen (di 12-14 Uhr) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Literatur und Verbrechen (di 12-14 Uhr)
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 17
maximale Teilnehmendenanzahl 19
Heimat-Einrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Dienstag, 07.04.2026 12:15 - 13:45, Ort: Seminarraum 16 (Raum E.11) [LuWu 2]
Teilnehmende Modul LA Sek./LA Sek.Fö.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (5 LP)
Modul B.A./LA Gymn.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (10 LP)
Modul LA Sek./LA Sek.Fö.: Literatur- und Gattungstheorie (5 LP – FSQ integrativ)
Modul B.A./LA Gymn.: Literatur- und Gattungstheorie (10 LP – FSQ integrativ)
Modul B.A./LA: Themen, Stoffe und Motive
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) B.A. DSL 60/90
LA Gymnasium/LA Sek.- und Förderschule
SWS 2

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Von Liebe abgesehen, übt kein Thema eine stärkere Anziehungskraft auf Leser:innen aus, als das Verbrechen. In diesem Seminar untersuchen wir literarische Schilderungen von Straftaten und kriminellen Handlungen unterschiedlicher Art und Schwere – Tötungsdelikte (darunter Serienmord, Mord aus Rachsucht und Habgier, Kindsmord, Giftmord), Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern, Diebstahl, Amtsmissbrauch, Verleumdung, Einbruch, Brandstiftung u.a.
Ausgewählt wurden bekannte Werke namhafter Autor:innen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart; sämtliche Gattungen und zahlreiche (Sub-)Genres sind vertreten: Gedicht, Ballade und Moritat, Gerichtsdrama, Fallgeschichte, Kriminalerzählung- und Roman, Detektivgeschichte/Bilderbuch, Graphic Novel u.a.
Zwar sind auch Bestseller dabei, gleichwohl gehören die meisten Texte nicht dem Unterhaltungsgenre an und weisen auch keinen klassischen Whodunit-Plot auf. In den Mittelpunkt der Diskussion rücken daher Fragen nach der literarischen Inszenierung von Verbrechen und erzählerischen Verhandlung von Ursachen und Motiven (how and why): Wie werden die verbrecherischen Taten sprachlich gefasst, was wird ausgespart? Welche Rolle spielt der epochenspezifische gesellschaftliche Kontext für die Entwicklung des Geschehens? Mit welchen narrativen und bildlichen Mitteln werden kausallogische Indizienketten und Ereigniszusammenhänge konstruiert? Wie verhandeln die Werke die Motive der Täter, die Situation der Opfer, und Fragen nach Schuld, Recht und Gerechtigkeit? Welche emotionalen und rationalen Reaktionen (Verdacht, Spannung, Abscheu, Furcht, Erleichterung u.a.) und ggf. moralisierende Urteile (gut/böse) werden evoziert? Auch das intrikate Verhältnis von Wirklichkeit und Erfindung wird in den Blick genommen, da einige Werke auf wahren Ereignissen beruhen (Tue-Crime).

Die Veranstaltung richtet sich dezidiert auch an sensible Studierende, die sich in einem professionellen Setting literaturwissenschaftlich mit dem Thema Gender und patriarchale Gewalt, insbesondere gegen Frauen, beschäftigen möchten.

Den SEMINARPLAN erhalten Sie kurz vor Semesterstart per Email.
EIGNUNG: Geeignet für Studierende frühestens ab dem 4. Semester (LA Gymn., LA Sek., Bachelor, Master-Studierende nur auf Anfrage).
STUDIENLEISTUNG: Übernahme einer Expert:innen-Funktion (priorisierte Diskussionsleistung für eine Veranstaltung). Je nach Umfang des Primärtextes teilweise mit Referat und Handout.
Maßgeblich für den Erwerb der Studienleistung ist die regelmäßige Teilnahme an den Veranstaltungen, Textkenntnis und die aktive Beteiligung an den Seminardiskussionen (Plural!).
MODULLEISTUNG: Hausarbeit. MP in beschränkter Anzahl und nur empfohlen für Studierende, die sich regelmäßig aktiv in die Seminardiskussion einbringen. Prüfungszeitraum 3. Septemberwoche.

Während der Lehrveranstaltung ist jegliche Form der HANDYNUTZUNG unerwünscht. Lassen Sie das Handy in der Tasche und konzentrieren Sie sich auf die Texte und das Seminargespräch.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: Lit. Verbrechensdarstellung (di 12-14 Uhr)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2026, 10:00 bis 30.04.2026, 23:59.