Übung: [BA-VM/MA-IntPol-GPO] Protest als Text. Narrative Widerstandspraktiken im Staatsozialismus - Details

Übung: [BA-VM/MA-IntPol-GPO] Protest als Text. Narrative Widerstandspraktiken im Staatsozialismus - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Übung: [BA-VM/MA-IntPol-GPO] Protest als Text. Narrative Widerstandspraktiken im Staatsozialismus
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 8
erwartete Teilnehmendenanzahl 8
Heimat-Einrichtung Leitung des Instituts für Geschichte
Veranstaltungstyp Übung in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Donnerstag, 09.04.2026 10:00 - 12:00, Ort: Seminarraum 8 (R.2.35) [EA 26-27]
Lehrsprache(n) Deutsch

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Gesellschaftspolitischer Protest im Staatsozialismus drückte sich oft als narrative Praxis aus. Ob längere Essays oder kürzere Schriftstücke, private Briefe oder öffentliche Aufrufe, wissenschaftliche Analysen oder Liedertexte – alle hatten einen gemeinsamen Nenner: Das sozialistische Machtmonopol zu hinterfragen und Denkfreiräume zu schaffen. Ihre Autor:innen reagierten auf das oppressive Machtsystem allgemein oder kritisierten dessen konkrete Erscheinungsformen. Manche appellierten an das Gewissen und die Moral, andere bedienten sich Spottes oder Sarkasmus.
Mit unserer Übung tauchen wir in diese narrativen Protestpraktiken ein. Wir setzen uns mit einer Reihe von Texten von Autor:innen aus der DDR, Polen und der ČSSR auseinander, die in den 1970er und 1980er Jahren entstanden sind. Dabei analysieren wir ihre Inhalte, Argumentationswege und nicht zuletzt – die Reaktionen darauf. Unser Ziel ist es, den Protest als Text in seiner heterogenen Gestalt zu erfassen.
Die Übung ist mit der Teilnahme an der Konferenz „Protest! Expression, Organization and Impact in a Central and Eastern European Perspective” am Europäischen Zentrum der Solidarność in Gdańsk fest verbunden. Die Seminarteilnehmer:innen werden dort die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeit im Rahmen von studentischen Panels auf Englisch vorstellen. Die Fahrt nach Polen findet voraussichtlich vom 20. bis 24. Juni 2026 statt. Die Reise- und Übernachtungskosten werden vom DAAD finanziert.

Literaturempfehlungen:
Brier, Robert, Entangled Protest. Transnational Approaches to the History of Dissent in Eastern Europe and the Soviet Union, Osnabrück 2013.
Bürger, Philipp; Krason, Viktoria (Hg.), Freiheit/Svoboda/Wolność: Eine unvollendete Geschichte, Göttingen 2025.
Pollack, Detlef, Politischer Protest: politisch alternative Gruppen in der DDR, Opladen 2000.