Seminar: Philosophie der Neuzeit außerhalb des klassischen Kanons - Details

Seminar: Philosophie der Neuzeit außerhalb des klassischen Kanons - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Philosophie der Neuzeit außerhalb des klassischen Kanons
Veranstaltungsnummer MA Systematische Philosophie 2 (Theoretische Philosophie)(PHI.7809.02)
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 12
Heimateinrichtung Seminar für Philosophie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Mittwoch, 28.10.26, 16:00 - 18:00 Uhr Seminarraum 10 (R.2.37) [EA 26-27]
Lehrsprache(n) Deutsch

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die Geschichte der Philosophie der Neuzeit wird häufig anhand einer vergleichsweise kleinen Gruppe von Denkern erzählt, zu denen insbesondere Descartes, Locke, Leibniz, Hume und Kant gehören. Doch diese Konzentration auf einige wenige herausragende Persönlichkeiten verstellt leicht den Blick auf die Vielfalt philosophischer Positionen und Debatten, die das Denken der Neuzeit geprägt haben. Zahlreiche Philosophinnen und Philosophen, die zu ihrer Zeit wichtige Beiträge zu zentralen philosophischen Fragen leisteten, sind heute weitgehend in Vergessenheit geraten.

Im Seminar werden wir uns mit ausgewählten Denkern und Denkerinnen des 18. Jahrhunderts beschäftigen, die in den gängigen Darstellungen der Philosophiegeschichte kaum Berücksichtigung finden. Dazu gehören unter anderem Anton Wilhelm Amo, Mary Shepherd, Johanna Charlotte Unzer, Elise Reimarus und Dorothea Erxleben. Anhand ausgewählter Texte werden wir ihre Beiträge zu Fragen der Metaphysik, Erkenntnistheorie, Ethik und weiteren Bereichen der Philosophie untersuchen und in ihren jeweiligen historischen und systematischen Kontext einordnen.

Ziel des Seminars ist es nicht nur, weniger bekannte philosophische Positionen kennenzulernen, sondern auch die herkömmliche Darstellung der Philosophiegeschichte kritisch zu hinterfragen. Dabei werden wir insbesondere der Frage nachgehen, wie sich unser Verständnis der Philosophie der Neuzeit verändert, wenn wir bislang vernachlässigte Stimmen und Perspektiven in die Betrachtung einbeziehen.