Blockveranstaltung: Kann man Literatur zeigen? Ausstellungskonzepte im digitalen Zeitalter - Details

Blockveranstaltung: Kann man Literatur zeigen? Ausstellungskonzepte im digitalen Zeitalter - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Blockveranstaltung: Kann man Literatur zeigen? Ausstellungskonzepte im digitalen Zeitalter
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 11
maximale Teilnehmendenzahl 15
Heimateinrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Blockveranstaltung in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Freitag, 30.10.26, 09:30 - 16:00 Uhr Franckeschen Stiftungen
Teilnehmende MA/LA: Kulturelle Diskurse
MA: Praktiken der Literaturwissenschaft
MA: Praxismodul: Materielle Aufklärung
MA: Text machen
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) MA/LA
SWS 2

Räume und Zeiten

Ohne Raum

  • Freitag, 23.10.26, 12:00 - 13:30 Uhr
  • Freitag, 15.01.27, 09:00 - 16:00 Uhr

Franckeschen Stiftungen

  • Freitag, 30.10.26, 09:30 - 16:00 Uhr

Klassik Stiftung Weimar

  • Freitag, 20.11.26, 09:00 - 16:00 Uhr

Stadtmuseum Halle

  • Freitag, 04.12.26, 09:00 - 16:00 Uhr

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Termine: Vorbesprechung am Freitag, den 23.10. von 12.00 bis 13.30 Uhr. Die vier Exkursionen finden jeweils an Freitagen statt: 30.10. von 9.30 bis 16.00 Uhr: Wunderkammer in den Franckeschen Stiftungen zu Halle mit Tom Gärtig (Kustos des Historischen Waisenhauses) und Kabinettausstellung in der Bibliothek mit Dr. Thomas Grunewald (Leiter des Studienzentrums); 20.11. von 9.00 bis 19.00 Uhr: Ausstellung „Faust“ in der Klassik Stiftung Weimar mit Dr. Folker Metzger (Leiter des Stabsreferats Kulturelle Bildung); voraussichtlich 4.12. von 9.00 bis 16.00 Uhr: Dauerausstellung zum 18. Jahrhundert im Stadtmuseum Halle mit Dr. Berit Wagner (Kuratorin Christian-Wolff-Haus); 15.1.2027 von 9.00 bis 16.00 Uhr: Stammbuch-Sammlung der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle mit Dr. Julia Knödler (Leiterin der Historische Sammlungen der ULB). Die jeweilige Hin- und Rückreise ausgehend vom Hbf. Halle sowie Mittags- und Kaffeepausen vor Ort sind bereits eingerechnet.
Die Aufklärung gilt vor allem als eine Epoche des Denkens, der Ideen und folglich der Texte. Sie selbst hat sich jedoch auch als „papiernes Zeitalter“ beschrieben, das ganz konkret danach fragt, wie Handschriften oder Druckzeugnisse durch ihre Wahrnehmungsvorgaben für Hand und Auge an der Bedeutung der Texte mitarbeiten. Genau diese Überlegungen haben in unseren Tagen erneut an Aktualität gewonnen, da wir den Umgang mit analogen und digitalen Texten unterscheiden.
Die grundsätzliche Frage, ob man Literatur zeigen kann, nahm um die Jahrtausendwende im Übergang vom papiernen zum digitalen Zeitalter an Fahrt auf. Debattiert wurde, ob die materialen Trägermedien von Texten im Leseakt verschwinden und somit austauschbar sind, oder ob sie eine eigene agency einbringen. Vor diesem Hintergrund fragt das Seminar sowohl nach historischen als auch nach gegenwärtigen Ausstellungskonzepten von Texten im Allgemeinen und Literatur im Besonderen. Dafür wählt es einen Parcours durch Museen und Sammlungen des langen 18. Jahrhunderts, in denen sich sowohl historische Präsentationsformate erhalten haben als auch neue Ausstellungsformen erprobt werden. Es beginnt in den Franckeschen Stiftungen mit dem Schriftenschrank in der Wunderkammer, es folgt die multimediale „Faust“-Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar. Beide Häuser haben flankierend zu ihren analogen auch virtuelle Ausstellungen erstellt, die vergleichend analysiert werden. Beim Besuch der Ausstellungen sind auch Gespräche mit den oben genannten Kooperationspartner:innen vor Ort eingeplant, so dass das Seminar auch eine berufsorientierende Ebene mitführt.
In der zweiten Hälfte des Seminars konzentrieren wir uns auf eine besondere Textsorte des „papierenen Zeitalters“: historische Freundschaftsalben von Studenten, sogenannte Stammbücher. Im Wolff-Haus sind solche Alben in die Ausstellung eingebunden, in der Sammlung der Universitäts- und Landesbibliothek in Halle haben wir Gelegenheit, sie sowohl in der Datenbank zu sichten, als auch selbst in die Hand zu nehmen. Abschließend sollen Konzepte entworfen werden, wie man eine analoge, wie eine digitale Stammbuch-Vitrine konzipieren könnte.
Ein digitaler Reader mit Quellenauszügen und Forschungstexten zur Text- und Ausstellungskultur der Aufklärung im Allgemeinen sowie zu den einzelnen Häusern und Ausstellungen im Besonderen wird bereitgestellt. Teilnahmebedingungen sind die Wahrnehmung aller vier Exkursionstermine, die Vorbereitung der Lektüre sowie das schriftliche Porträt eines Stammbuchs der eigenen Wahl (Studienleistung). Je nach Studiengang kann die Modulleistung in Form einer Ausstellungsrezension oder einer Ausstellungskonzeption erbracht werden.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "WiSe 2026_27 Anmeldeset allgemein".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
  • Die Anmeldung ist möglich von 05.09.2026, 10:00 bis 31.12.2026, 23:59.