Seminar: BA: Halle und Afrika in der DDR: Eine ethnographische Spurensuche (Lehrforschung) - Details

Seminar: BA: Halle und Afrika in der DDR: Eine ethnographische Spurensuche (Lehrforschung) - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: BA: Halle und Afrika in der DDR: Eine ethnographische Spurensuche (Lehrforschung)
Veranstaltungsnummer BA: ADEE
Semester WiSe 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 25
maximale Teilnehmendenzahl 35
Heimateinrichtung Ethnologie/Kulturvergleichende Soziologie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Montag, 26.10.26, 14:00 - 16:00 Uhr VOR ORT: Große Märkerstraße 10, 06108 Halle
Lehrsprache(n) Deutsch
SWS 2

Räume und Zeiten

Seminar für Ethnologie/Seminarraum

  • Montag, 14:15 - 15:45, Wöchentlich (ab dem 19.10.26)

VOR ORT: Große Märkerstraße 10, 06108 Halle

  • Montag, 26.10.26, 14:00 - 16:00 Uhr

VOR ORT: Dachritzstraße 12, 06108 Halle

  • Montag, 09.11.26, 14:00 - 16:00 Uhr

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die vielfältigen Beziehungen zwischen Halle und Afrika während der DDR gehören zu den spannenden, heute aber vielfach vergessenen Kapiteln der Stadtgeschichte. Sie reichen von wissenschaftlichen Kooperationen und Bildungsprogrammen über die Wiederentdeckung Anton Wilhelm Amos im Austausch mit Ghana bis hin zu den Lebensgeschichten afrikanischer Studierender sowie von Vertragsarbeiter*innen, darunter auch aus Mosambik, die unter anderem im Waggonbau Ammendorf tätig waren. Zwischen staatlicher Solidaritätspolitik und individuellen Erfahrungen entstand ein vielschichtiges Geflecht von Begegnungen, Hoffnungen, Freundschaften, Konflikten, Ausgrenzungen und Erinnerungen, das sich einfachen Deutungen entzieht und bislang erst in Ansätzen erforscht wurde.

Das Seminar ist als Lehrforschung im Modus des forschenden Lernens angelegt. Gemeinsam entwickeln wir ethnographische Fragestellungen und arbeiten in kleinen Forschungsgruppen zu ausgewählten Aspekten der Beziehungen zwischen Halle und Afrika in der DDR. Im Mittelpunkt stehen die Recherche bislang wenig beachteter lokaler Quellen sowie – soweit möglich – die ethnographische Arbeit mit Zeitzeug*innen, persönlichen Erinnerungen, Fotografien, Dokumenten und Objekten. Dabei werden zugleich methodische und ethische Fragen der Ethnographie, Oral History und kollaborativer Forschung diskutiert.

Ziel des Seminars ist es, erste eigenständige Forschungsbeiträge zu einer bislang nur fragmentarisch aufgearbeiteten Verflechtungsgeschichte zu entwickeln. Die Ergebnisse können zugleich Anregungen für eine geplante Ausstellung zu den Beziehungen zwischen Halle und Afrika liefern, die anlässlich des 300. Jubiläums der Immatrikulation Anton Wilhelm Amos für das Jahr 2027 vorbereitet wird.

Literaturempfehlung: Breidenstein, Georg/Stefan Hirschauer/Herbert Kalthoff/Boris Nieswand [2020]: Ethnografie: die Praxis der Feldforschung. 3. überarb. Aufl. Konstanz (utb).
Modulleistung: Hausarbeit (Forschungsbericht)
Besonderheiten: In diesem Seminar werden nicht nur akademische und textuelle Ergebnisse angestrebt, sondern u.a. auch multi-modale Zeitzeugen-Dokumente erstellt.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenzahl: BA: Halle und Afrika in der DDR: Eine ethnographische Spurensuche (Lehrforschung)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.