Blockveranstaltung: Kann man Literatur zeigen? Ausstellungskonzepte im papiernen und im digitalen Zeitalter - Details

Blockveranstaltung: Kann man Literatur zeigen? Ausstellungskonzepte im papiernen und im digitalen Zeitalter - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Blockveranstaltung: Kann man Literatur zeigen? Ausstellungskonzepte im papiernen und im digitalen Zeitalter
Semester WiSe 2025/26
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 12
maximale Teilnehmendenanzahl 15
Heimat-Einrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Blockveranstaltung in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Vorbesprechung Freitag, 17.10.2025 10:00 - 11:30
Erster Termin Freitag, 17.10.2025 10:00 - 11:30, Ort: (IZEA, Seminarraum 2. OG)
Teilnehmende MA/LA: Kulturelle Diskurse
IKEAS Aufbaumodul Kulturwissenschaft Deutschland 1 – Kulturgeschichte
BA: Angewandte Literaturwissenschaft
MA: Praktiken der Literaturwissenschaft
Praxismodul: Materielle Aufklärung
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) LA/BA/MA/IKEAS
SWS 2

Räume und Zeiten

(IZEA, Seminarraum 2. OG)
Freitag, 17.10.2025 10:00 - 11:30
Freitag, 12.12.2025 09:00 - 16:00
(Franckesche Stiftungen und IZEA Seminarraum 2. OG)
Freitag, 24.10.2025 10:00 - 16:00
(Gleimhaus Halberstadt)
Freitag, 14.11.2025 09:00 - 18:00
(Klassik Stiftung Weimar)
Freitag, 05.12.2025 09:00 - 19:00

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Termine: Vorbesprechung am Freitag, den 17.10. von 10.00 bis 11.30 Uhr. Die vier Exkursionen finden jeweils an Freitagen statt: 24.10. von 10.00 bis 16.00 Uhr, Wunderkammer und Ausstellung „300 Jahre Neugier“ in den Franckeschen Stiftungen zu Halle mit Tom Gärtig; 14.11. von 9.00 bis 18.00 Uhr, Gleimhaus Halberstadt mit Dr. Ute Pott; 5.12. von 9.00 bis 19.00 Uhr Ausstellung „Faust“ in der Klassik Stiftung Weimar mit Dr. Folker Metzger; 12.12. von 9.00 bis 16 Uhr, Stammbuch-Sammlung der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle mit Dr. Julia Knödler. Die jeweilige Hin- und Rückreise ausgehend vom Hbf. Halle sowie Mittags- und Kaffeepausen vor Ort sind bereits eingerechnet.
Die Aufklärung gilt vor allem als eine Epoche des Denkens, der Ideen und folglich der Texte. Zugleich aber hat sie sich als „papiernes Zeitalter“ mit einer besonderen Aufmerksamkeit auf die Dingkultur beschrieben. Unter diesen Vorzeichen stieg das Interesse daran, wie die materiale Seite der Literatur, Handschriften wie Druckzeugnisse, durch ihre Wahrnehmungsvorgaben für Hand und Auge an der Bedeutung der Texte mitarbeiten. Zudem wurden im wissenschaftlichen und pädagogischen Sammlungen Ordnungs- und Präsentationsformen entwickelt, die das Lesen und Betrachten von außertextuellen Objekten direkt miteinander verkoppeln.
Die grundsätzliche Frage, ob man Literatur zeigen kann, nahm um die Jahrtausendwende im Übergang vom papiernen zum digitalen Zeitalter an Fahrt auf. Debattiert wurde, ob die materialen Trägermedien von Texten im Leseakt verschwinden und somit austauschbar sind, oder ob sie eine eigene agency einbringen. Das führte zu einer systematischen Erschließung materialsemantischer Aspekte und in Folge zur Etablierung eines neuen Museumstyps: des Literaturmuseums. Vor diesem Hintergrund fragt das Seminar sowohl nach historischen Ausstellungskonzepten von Texten im Allgemeinen und Literatur im Besonderen. Dafür wählt es einen Parcours durch Museen und Sammlungen des langen 18. Jahrhunderts, in denen sich sowohl historische Präsentationsformate erhalten haben als auch aktuelle Ausstellungsformen erprobt werden. Es beginnt in den Franckeschen Stiftungen mit dem Schriftenschrank in der Wunderkammer und den Buch-Vitrinen in der Ausstellung „300 Jahre Neugier“, besucht das Gleimhaus mit den Briefsammlungen und der historischen Lese-Einrichtung inmitten der Porträts der Korrespondent:innen, es folgt die „Faust“-Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar, in der historische Objekte aus Goethes Werkstatt in der Zusammenschau mit Graphic Novels und Filmen gezeigt werden und endet in einer Einlassung auf Stammbücher bzw. Freundschaftsalben der Aufklärung in der Sammlung der Universitäts- und Landesbibliothek in Halle. Bei der Erschließung und Diskussion von historischen und gegenwärtigen Ausstellungsformen sind auch Gespräche mit den oben genannten Kooperationspartner:innen vor Ort eingeplant, so dass das Seminar auch einen berufsorientierende Ebene mitführt.
Ein digitaler Reader mit Quellenauszügen und Forschungstexten zur Text- und Ausstellungskultur der Aufklärung im Allgemeinen sowie zu den einzelnen Häusern und Ausstellungen im Besonderen wird bereitgestellt. Teilnahmebedingungen sind die Vorbereitung der Lektüre, die Wahrnehmung aller vier Exkursionstermine sowie das schriftliche Porträt eines Exponats der eigenen Wahl aus den besuchten Häusern (Studienleistung). Je nach Studiengang kann die Modulleistung in Form einer Ausstellungsrezension oder einer Hausarbeit, bzw. in Folge des Seminars in Form eines Praktikumsberichts erbracht werden.
Verbindliche Anmeldungen, in denen Sie bitte Ihr spezielles Interesse an den Seminarinhalten formulieren, sind ab sofort per Mail (christiane.holm@germanistik.uni-halle.de) möglich!

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Zeitgesteuerte Anmeldung: Kann man Aufklärung ausstellen?".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 13.09.2025, 09:30 bis 31.10.2025, 23:59.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.