Seminar: W. G. Sebalds Poetik der Suche (do 10-12 Uhr) - Details

Seminar: W. G. Sebalds Poetik der Suche (do 10-12 Uhr) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: W. G. Sebalds Poetik der Suche (do 10-12 Uhr)
Semester SoSe 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 8
maximale Teilnehmendenanzahl 20
Heimat-Einrichtung Germanistisches Institut
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Erster Termin Donnerstag, 03.04.2025 10:15 - 11:45, Ort: Seminarraum 16 (Raum E.11) [LuWu 2]
Teilnehmende Modul LA Sek./LA Sek.Fö.: Literaturgeschichte. (17. Jh. bis zur Gegenwart) (5 LP)
Modul BA LA Gymn.: Literaturgeschichte.([17. Jh. bis zur Gegenwart) (10 LP)
Modul BA/LA: Themen, Stoffe und Motive
Modul Master I (LA Gym., 1.und 2. Fach; LA Sek., 1. Fach; LA Fö/Sek.,1. Fach
Modul Master II (LA Gymn. 1. Fach)
Modul Master: Kulturelle Diskurse / Themen, Stoffe, Motive
Modul Master Lit.wiss: Deutsche Literatur im internationalen Kontext
Modul Master Lit.wiss.: Weltliteratur
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) BA DSL 60/90
LA Gymn./LA Sek- u. Förderschule
Masterstudiengänge
SWS 2

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Der deutschsprachigen Literatur der letzten Jahrzehnte wird in der Regel nur wenig internationale Aufmerksamkeit zuteil. Eine der Ausnahmen davon ist W. G. Sebald, der nicht nur als ein irgendwie interessanter deutschsprachiger Autor galt, sondern schnell als Autor von internationalem Rang anerkannt und bis zu seinem frühen Tod im Jahr 2001 als Nobelpreiskandidat gehandelt wurde. Seine schwer kategorisierbaren und unvergleichlich suggestiven Prosawerke fanden viele prominente Fürsprecherinnen und Bewunderer, von A. S. Byatt über Jorge Semprún bis zu Susan Sontag. Ihr enthusiastischer Zuspruch galt einerseits immer wieder Sebalds kreativer Verknüpfung verschiedener Genres, anderseits dem Ton und Takt dieses Erzählers (Für Sontag ist Sebalds Prosa „sublime“, von vollendeter Schönheit.). Seine hybriden Werke kombinieren Fiktion, Memoir und Reportage, Bildmaterialien und Erzählung, literaturgeschichtliche Exkurse und historische Rekonstruktion – eine textuelle bricolage, die nicht nur von der Kritik gefeiert wurde, sondern auch unter der nachfolgenden Autorengeneration erstaunlich viele Adepten gefunden hat (man denke beispielsweise an Teju Cole oder Katja Petrowskaja). Sebalds melancholische Erzähler bewegen sich auf den Spuren einer ,Naturgeschichte der Zerstörung‘ (um es mit einem Titel des Autors zu sagen), auf der Suche nach Zusammenhängen und Korrespondenzen zwischen den merkwürdigen Geschichten und exzentrischen Figuren, denen sie auf ihren Wanderungen begegnen, aber auch nach möglichen Unterbrechungen und Rissen in der verhängnisvollen Ordnung der Dinge, die sich ihnen darbietet. Dabei findet der unüberhörbare geschichtspessimistische Grundtenor der Werke ein Gegengewicht in der fast antiquiert wirkenden Schönheit der Sprache, die einer der Gründe für den internationalen Sebald-Hype war, dem Autor im deutschsprachigen Feuilleton aber auch den Vorwurf des Kitsches eingetragen hat. Wir lesen die drei Hauptwerke: Die Ausgewanderten und Die Ringe des Saturn (jeweils in Auswahl) sowie den Roman Austerlitz und beschäftigen uns mit der kritischen Rezeption dieser Werke, dem speziellen Sebald-Sound und dem Sebald-Hype.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zur Lektüre längerer Texte, zu aktiver und regelmäßiger Teilnahme, die Übernahme eines Impulsreferats sowie einiger schriftlich einzureichender Diskussionsfragen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: W. G. Sebalds Poetik der Suche (do 10-12 Uhr)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 08:00 bis 30.04.2025, 23:59.