Lecture: Sonne, Mond und Sterne - Weltbild und Kosmos im Mittelalter (do 10-12 Uhr) - Details

Lecture: Sonne, Mond und Sterne - Weltbild und Kosmos im Mittelalter (do 10-12 Uhr) - Details

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General information

Course name Lecture: Sonne, Mond und Sterne - Weltbild und Kosmos im Mittelalter (do 10-12 Uhr)
Semester SoSe 2026
Current number of participants 117
expected number of participants 150
Home institute Germanistisches Institut
Courses type Lecture in category Offizielle Lehrveranstaltungen
Next date Thursday, 07.05.2026 10:15 - 11:45, Room: Hörsaal I (ehem. HS 1.04 ) [AKStr.35]
Participants Modul B.A./ LA: Deutsche Literatur des Mittelalters
Modul Grundfragen der Sprach- und Literaturwissenschaft
Lehrsprache(n) Deutsch
Studiengänge (für) B.A. DSL 60/90
LA Gymn./ LA Sek.- und Förderschule
SWS 2

Module assignments

Comment/Description

Welche Formen und Vorstellungen vom Weltall bzw. Kosmos hatte das Mittelater? Was hat es mit den himmlischen Sphären auf sich? Welches Wissen hatten die Menschen über die Planeten, die Sonne und den Mond? Wie hat man sich in Antike und Mittelalter den Zusammenhang zwischen dem Kosmos und dem Menschen gedacht? Welche Rolle spielen die Sternzeichen?
Die Vorlesung befasst sich mit den mittelalterlichen Vorstellung über den Kosmos, die Welt und den Menschen darin. Da diese über unterschiedliche Ansätze (religiöse, wissenschaftliche) und Wissens- bzw. Wissenschaftsrichtungen transportiert werden, bildet das Grundgerüst u.a. die Klärung der Inhalte von Komologie, Kosmogonie und Kosmogenie, Astronomie und Astrologie sowie deren Verhältnis zueinander.
Im Mittelalter steht im christlichen Europa die Übernahme arabischen Wissens über die griechische Antike vor einer Herausforderung: Einerseits werden Denkansätze und Werke kritisch gesehen, andererseits war das alte Wissen nicht zuletzt relevant für die Kalenderberechnung, insbesondere die liturgische Berechnung, u.a. der Tagzeiten für die Gebete im Kloster.
Schließlich mündete z.B. die kritisch gesehene Deutung der Sterne und die damit verbundene Annahme des Einflusses der Gestirne auf den Menschen in einer christianisierten Astrologie.

Die Vorlesung thematisiert
• kulturhistorische Grundlagen ausgehend von den arabischen Grundlagen, über die antike Rezeption (griech.-röm.) bis hin zur Übernahme im sog. Abendland/ Europa;
• die Adaptation von und den interreligiösen Umgang mit Wissensbeständen;
• die Rezeption des antiken Weltbilds und damit verbunden entsprechender Texte im deutschsprachigen Raum, vor allem schließlich in deutscher Sprache;
• die Verortung der kosmologischen und astronomisch-astrologischen Wissensbestände im Wissenssystem der Zeit (septem artes liberales);
• Texte und Textsorten aus dem Bereich der Wissensliteratur, die entsprechende Wissensinhalte verarbeiten;
• den Einfluss auf den Menschen und die fachtextliterarische Verarbeitung (Makrokosmos – Mikrokosmos);
• die Adaption und Verarbeitung in Erzähltexten, insbes. der Epik.

Informationen zu den Studienleistungen erhalten Sie in der ersten Sitzung.