Seminar: LSQ-B-6: (Re-)Produktion von Gender im schulischen Feld G1 - Details

Seminar: LSQ-B-6: (Re-)Produktion von Gender im schulischen Feld G1 - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: LSQ-B-6: (Re-)Produktion von Gender im schulischen Feld G1
Semester SoSe 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 31
maximale Teilnehmendenanzahl 30
Wartelisteneinträge 25
Heimat-Einrichtung Zentrum für Lehrer*innenbildung
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Dienstag, 08.04.2025 16:15 - 17:45, Ort: (ZLB (Dachritzstr. 12), SR 214)
Teilnehmende empfohlen für Studierende ab dem 3. Fachsemester (grundständiges Lehramtsstudium)
empfohlen für Studierende ab dem 2. Fachsemester (Master Lehramt Kunst)
Voraussetzungen empfohlene Teilnahmevoraussetzung (nicht für Master Lehramt Kunst):
Modul "Analyse von Lehrer*innenhandeln und Unterricht"
Studiengänge (für) für alle Studiengänge im Lehramt inklusive Master Lehramt Kunst
Sonstiges Für das Modul bzw. den Modulteil Heterogenität und Inklusion benötigen Sie:

Studierende des LA an Sek und Gym oder im Master Lehramt Kunst:
- 1 Vorlesung ("Exklusion und Inklusion in Schule und Unterricht")
- 1 Seminar

Studierende des LA an GS und FöS:
- 2 Seminare

Räume und Zeiten

(ZLB (Dachritzstr. 12), SR 214)
Dienstag: 16:15 - 17:45, wöchentlich (13x)

Kommentar/Beschreibung

Die von Heike Raab (2011) entfaltete Kritik, „dass bislang kein geschlechtersensibler Begriff von Inklusion entwickelt wurde“ , ist sicherlich mit Verweis auf eine aktuell stärkere Berücksichtigung intersektionaler Perspektiven innerhalb von Inklusionsdiskursen aufzuweichen, ganz zurückzuweisen ist sie aber dennoch nicht. Dabei sind Geschlechterdifferenzen und geschlechtsspezifische Hierarchien oder (Macht-)Ungleichheiten sowohl auf Ebene von Interaktions- und Kommunikationsprozessen in Schule und Unterricht als auch in der Organisationsstruktur von Schule auf institutioneller Ebene existent und wirksam. Vor diesem Hintergrund bringen Unterrichtspraxen und -inhalte potentiell genauso eine Ungleichverteilung sozialer Teilhabe und Exklusion hervor wie schulische Gesetze bzw. Gesetzmäßigkeiten.
Im Seminar wollen wir die Bedeutung von Gender in Schule und Unterricht sowie dessen Zusammenhänge mit schulischer In- und Exklusion entlang verschiedener Fokusse aufspüren. Dabei blicken wir zunächst stärker schüler*innenseitig, um dann Gender-Relevanzen in lehrer*innenseitigen Betrachtungen ins Zentrum zu rücken. Nicht zuletzt entfalten wir mit der Hinzunahme weiterer Dimensionen sozialer Differenz(ierung) eine intersektionale Perspektive und schließen das Seminar mit Überlegungen zu Möglichkeiten der Entdramatisierungen von Gender und Perspektiven einer gender-sensiblen, inklusionsorientierten Schulkultur. Es ist nicht das Ziel, einem Konzept der Inklusion additiv das Thema Gender hinzuzufügen, sondern In- und Exklusionsprozesse in Schule infolge von Mehrfachzuschreibungen und potentieller Mehrfachdiskriminierung, wie z.B. die Gleichzeitigkeit von Schüler*in-Sein mit migrantischen Erfahrungen und Erfahrungen der Zuschreibung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs u.v.m. in einer Person, zu betrachten, um die Komplexität der Behinderungen der akademischen und sozialen Teilhabe an Schule und Unterrichtverstehen zu verstehen. Daher legen wir den Fokus auf die Differenz der Differenz. D.h., es geht um theoretische Zugänge, die Heterogenität, Pluralität und Vielfalt jenseits binärer Zuordnungen wie Schüler/Schülerin, migrantisch/nicht-migrantisch, behindert/nicht-behindert zu konzipieren versuchen.

Lernziele:
- Kenntnisse aktueller erziehungswissenschaftlicher Diskurse zu Inklusion und Exklusion in Schule und (Fach-)Unterricht mit besonderem Fokus auf Gender
- Kenntnisse zur Kritik an homogenisierenden und dualistischen Perspektiven auf Gender sowie zur Verflochtenheit von Gender mit anderen Macht- und Benachteiligungsdimensionen
- Kenntnisse zum Zusammenhang von schulischer Leistungsdifferenz(ierung) und Genderverhältnissen sowie damit verbundene Behinderungen der akademischen und sozialen Teilhabe an Schule und Unterricht
- Kenntnisse zu Theorien und Konzepten gendersensibler, inklusionsorientierter Unterrichtsgestaltung und professioneller Kooperationen

Hinweis 1:
Mit den Seminaren "Exklusive Körper, inklusive Schulen? Perspektiven körper(un)sensibler Pädagogik" kann es bei einzelnen Sitzungen zu inhaltlichen Überschneidungen kommen.

Hinweis 2:
Diese Lehrveranstaltung ist auch im Studienbegleitprogramm von gender*bildet (Zertifikat Gender Studies) anrechenbar. Nähere Informationen finden Sie unter diesem Link: https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/gender_bildet/angebote_studierende/zertifikat/.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: LSQ-B: Het & Ink".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen wurden am 18.03.2025 um 23:59 verteilt. Weitere Plätze werden evtl. über Wartelisten zur Verfügung gestellt.
  • Die Anmeldung zu maximal 2 Veranstaltungen des Anmeldesets ist erlaubt.
  • Folgende Personenkreise werden bei der Platzverteilung bevorzugt:

    Höhere Fachsemester werden bevorzugt behandelt.
  • Die Anmeldung ist möglich von 01.03.2025, 00:00 bis 31.03.2025, 23:59.
  • Folgende Bedingung muss zur Anmeldung erfüllt sein:
    Fachsemester mindestens 2
Veranstaltungszuordnung: