Seminar: [BA-EV] Das Spiel der Throne: Die englischen Rosenkriege (1455–85) - Details

Seminar: [BA-EV] Das Spiel der Throne: Die englischen Rosenkriege (1455–85) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: [BA-EV] Das Spiel der Throne: Die englischen Rosenkriege (1455–85)
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 28
maximale Teilnehmendenanzahl 25
Heimat-Einrichtung Leitung des Instituts für Geschichte
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen
Nächster Termin Dienstag, 09.06.2026 12:00 - 14:00, Ort: Seminarraum 4 (R.E.31) [EA 26-27]
Lehrsprache(n) Deutsch

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Dreißig Jahre lang kämpften zwei Häuser im England des späten 15. Jahrhunderts in den sogenannten „Rosenkriegen“ um die Macht: das Haus Lancaster, welches die rote Rose trug, und das Haus York, welches die weiße Rose führte. Beide wurden infolge von Verrat, Schicksalsschlägen und militärischen Niederlagen durch das Haus Tudor beerbt. Dieses kombinierte beide Symbole zu dem berühmten Emblem, das bis heute englische Regierungsgebäude ziert, und führte das vom Krieg zerstörte Land in ein goldenes Zeitalter.

Einer größeren Allgemeinheit bekannt wurden die englischen Rosenkriege durch ihre fiktionale Darstellung in „Game of Thrones“, waren diese doch ebenso wie die Serie geprägt von wechselnden Allianzen, Thronwechseln und blutigen Schlachten: bis heute sind die Gemetzel von Towton 1461, Tewkesbury 1471 oder Bosworth Field 1485 Grundpfeiler des englischen Nationalmythos. Und wie in Westeros sind es vor allem die schillernden Figuren, denen der Konflikt ein bis heute ungebrochenes Interesse der Forschung verdankt: vom geistig umnachteten König Heinrich VI. und dessen kampfeslustiger Gemahlin Margarete von Anjou auf Seite der Lancaster, über den „Königsmacher“ Richard Neville, bis hin zu den drei „Söhnen von York“ Eduard IV., George Plantagenet und vor allem Richard III., welcher durch die Ermordung seiner Neffen im Tower of London und Shakespeares Dramatisierung der Ereignisse bis heute eine hoch umstrittene Berühmtheit inne hat.

Dieses Seminar widmet sich somit nicht nur den politischen Ränkespielen und verheerenden Schlachten des Konflikts, sondern wird auch die vielfältigen persönlichen Netzwerke zwischen den Rosenfamilien beleuchten, deren Ranken so eng miteinander verschlungen waren und die doch mit dorniger Entschlossenheit danach trachteten, sich gegenseitig zu vernichten.

Überblicksdarstellungen:
Michael A. Hicks: The Wars of the Roses, New Haven 2010.
John Sadler: The Red Rose and the White. The Wars of the Roses, Abingdon 2010.
John Watts: The Wars of the Roses. A Medieval Civil War, Cambridge 2025.
John A. Wagner: Encyclopedia of the Wars of the Roses, Santa Barbara CA 2001.

Karl-Friedrich Krieger: Das Haus Lancaster (1377–1461), in: Hannah Vollrath/Natalie Fryde (Hrsg.): Die englischen Könige im Mittelalter. Von Wilhelm dem Eroberer bis Richard III., 2. Aufl., München 2009, S. 150–85.
Bärbel Brodt: Das Haus York und die Rosenkriege (1461–1485), in: Hannah Vollrath/Natalie Fryde (Hrsg.): Die englischen Könige im Mittelalter. Von Wilhelm dem Eroberer bis Richard III., 2. Aufl., München 2009, S. 186–226.

Modulleistung: Hausarbeit.
Studienleistung: Regelmäßige aktive Mitarbeit; Kurzreferate; kleineren schriftlicher Leistungen zur Quellenarbeit.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "BA-EV SoSe 2026".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 09.03.2026, 00:00 bis 12.04.2026, 23:59.
  • Diese Regel gilt von 09.03.2026 10:00 bis 12.04.2026 00:00.
    Die Anmeldung zu maximal 1 Veranstaltungen des Anmeldesets ist erlaubt.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
Veranstaltungszuordnung: