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Course directory - WS 2021/22
Philosophische Fakultät I - Sozialwissenschaften und historische Kulturwissenschaften (WS 2021/22) 151 Veranstaltungen
No. Title Zeit/Ort Lecturers
[BA-AS] [Seminar/Übung] Argumentationstechniken und Schreibwerkstatt Course details

Was ist eigentlich wissenschaftliches Schreiben? Wie entwickeln Sie eine Fragestellung und eine These? Wie bauen Sie eine Argumentation auf? Was sind die Grundbausteine eines Forschungsplans? Wie bilden Sie sich eine Meinung über die Texte anderer? Und wie können Sie Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in aktuelle gesellschaftliche Debatten transferieren? Die Schreibwerkstatt bietet eine gründliche Einführung.
Unter Anleitung und im Austausch miteinander üben Sie das Formulieren konkreter wissenschaftlicher Texte. Während der Vorlesungszeit fertigen Sie sukzessive eine Rezension, einen Forschungsplan, einen kleinen Aufsatz und einen Essay an. Die Entwürfe diskutieren wir im Plenum und in kleineren Gruppen. Von den Dozent*innen erhalten Sie mehrfach schriftliche Kommentare, auf deren Grundlage Sie Ihre Texte stetig weiterentwickeln. Bitte planen Sie dafür großzügig Zeit ein! Für Nachfragen steht Ihnen ein/e studentische/r Tutor*in unterstützend zur Seite.
Das Rahmenthema der Schreibwerkstatt ist die Geschichte des Russländischen Reichs vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert, insbesondere die Auseinandersetzung seiner Repräsentanten mit der indigenen Bevölkerung in neu eroberten Gebieten. Anhand von Quellen und Forschungstexten werden wir der Frage nachgehen, wie die imperiale Regierung Wissen über die heterogene Einwohnerschaft ihres Reiches generierte.
Textgrundlage für das Modul ist ein Reader, der Forschungs- und Quellentexte zum Thema enthält. In beschränktem Umfang werden Sie selbst Literatur recherchieren. Russischkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Teilnahme am Seminar Schreibwerkstatt ist nur in Verbindung mit der Übung Argumentationstechniken möglich, da beide eng aufeinander abgestimmt sind.

Studienleistung: Begleitend zu den ersten Sitzungen formulieren Sie Exzerpte zu zentralen Forschungstexten und stellen diese mündlich vor. Im Laufe der Vorlesungszeit fertigen Sie die o.g. vier Texte an, diskutieren diese im Plenum und kommentieren die Texte Ihrer Kommiliton*innen. Die Studienleistung erbringen Sie durch die regelmäßige aktive Teilnahme an den Sitzungen.
Bis zum ersten oder zweiten Prüfungstermin müssen die vier Texte in überarbeiteter Form eingereicht werden.
Gewichtung der einzelnen Teile: 1/6 Rezension, 1/6 Forschungsplan, 1/3 Aufsatz, 1/3 Essay.

Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 19/10/21) n.a
Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. Yvonne Kleinmann,
Dr. Martin Rohde
[BA-B] [Seminar/Übung] Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft: "Hinaus mit der Jugend in des Getriebe der Staaten" Auslands- und Ausländerstudium im späten Kaiserreich Course details

Das Seminar und die Übung bilden zusammen das einführende Basismodul für den Studiengang BA Geschichte (60, 90, 120 LP und Lehramt), sind also beide zu belegen. Schwerpunkte im Seminar sind die Klärung zentraler Begriffe, die Einführung in wesentliche Arbeitsmaterialien und wichtiger Arbeitsorte der HistorikerInnen, ein Überblick über Techniken der Informationserschließung und -aneignung und eine erste Einführung in Methoden der Bearbeitung einer wissenschaftlichen Fragestellung. Die Übung zum Thema "Hinaus mit der Jugend in des Getriebe der Staaten: Auslands- und Ausländerstudium im späten Kaiserreich" unterstützt das Seminar durch die praktische Anwendung der vermittelten theoretischen Kenntnisse. Hier werden Quellen und Texte zum Auslands- und Ausländerstudium am Beginn des 20. Jahrhunderts gelesen und diskutiert.

Monday: 15:30 - 17:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Monday: 18:00 - 19:30, weekly (from 11/10/21) n.a
Dr. Hartmut Rüdiger Peter
[BA-B] [Seminar/Übung] Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft: 1932: Das letzte Jahr der Weimarer Republik Course details

„Zwiespältige Jahreswende“ – unter diesem Titel blickte die Berliner Boulevardzeitung Tempo am 31. Januar 1931 auf das alte Jahr zurück, „ein Jahr weltgeschichtlicher Ereignisse, das der Menschheit die bisher größte Wirtschaftskrise brachte und in ihrem Gefolge Arbeitslosigkeit, Not, Elend und Zwietracht.“ Den fünf Millionen Erwerbslosen und der „ungewissen Zukunft“ zum Trotz fiel die Neujahrsbotschaft der Tageszeitung dennoch verhalten positiv aus: „Eine dunkle Zukunft wird nicht heller, wenn man ihr nicht ein Licht gibt, nach dem auch der Mutlose greifen kann. Und sind wir nicht ein Jahr voller Sorgen endlich losgeworden? Auch das ist schon ein Fortschritt! Darum Prosit Neujahr 1932 – es wird schon werden!“ Die kommenden Monate sollten allerdings zeigen, dass die Wirtschafts- und Staatskrise ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hatte und der Aufstieg der NSDAP zur Massenpartei noch bevorstand.
In diesem Seminar wollen wir uns über eine intensive Beschäftigung mit den Ereignissen und Entwicklungen des Jahres 1932 die Endphase der Weimarer Republik erschließen. In einem ersten Schritt werden wir uns zunächst allgemein mit der Geschichte und den verschiedenen Phasen der ersten deutschen Demokratie befassen. Im weiteren Verlauf des Seminars liegt dann ein besonderer Fokus auf ausgewählten Aspekten der Politik-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte des Krisenjahres 1932. Dabei geht es zum einen darum, die Faktoren herauszuarbeiten, die die Aushöhlung des parlamentarischen Systems und die Zerstörung der Republik beschleunigten. Zum anderen werden wir uns mit Gesellschaft, Alltag und Kultur im Schatten der Wirtschafts- und Staatskrise beschäftigen. Schließlich werden wir die Geschichte der späten Weimarer Republik im europäischen Kontext verorten und danach fragen, warum demokratische Systeme in der Zwischenkriegszeit europaweit in die Krise gerieten und in der Mehrzahl der Staaten durch Diktaturen ersetzt wurden.
Neben dem Erwerb von inhaltlichen Kenntnissen ist es zum einen Ziel des Seminars, die Grundlagen historischen Arbeitens (vom Bibliographieren über die Quellenkritik bis hin zur Erarbeitung eigener Fragestellungen) zu erlernen und einzuüben. Zum anderen wird am Bei-spiel des Seminarthemas ein Einblick in die wichtigsten Ansätze der Geschichtswissenschaft vermittelt.
Zu den von Ihnen im Seminar zu erbringenden Studienleistungen gehören die sorgfältige Lektüre der Vorbereitungstexte und Quellen für die einzelnen Sitzungen, die engagierte Mitarbeit im Seminar und das Verfassen verschiedener schriftlicher Arbeitsleistungen. Die Modulleistung besteht in einer unbenoteten Hausarbeit.
Zu diesem Grundkurs bieten wir Ihnen ein Tutorium an, in dem ein erfahrener Geschichtsstudent Ihre einzelnen Lernschritte unterstützt.
Literaturempfehlungen: Detlev J.K. Peukert: Die Weimarer Republik. Krisenjahre der klassischen Moderne, Frankfurt am Main 1987; Gunther Mai: Die Weimarer Republik. 3. Auflage, München 2018; Detlef Lehnert: Die Weimarer Republik. 2. Auflage, Stuttgart 2009.

Thursday: 13:00 - 14:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Friday: 10:30 - 12:00, weekly (from 15/10/21) n.a
Anna Catharina Hofmann
[BA-B] [Seminar/Übung] Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft: Adel, Klerus, Bauern, Bürger: Leben im Mittelalter Course details

Anhand ausgewählter Quellen aus den Bereichen des adligen, städtischen, monastischen und bäuerlichen Lebens wird den Teilnehmern ein Überblick über die höchst unterschiedlichen Rechts- und Sozialverhältnisse des hohen und späten Mittelalters vermittelt werden.
Das Seminar und die Übung bilden zusammen mit der Vorlesung das einführende Basismodul für den Studiengang Geschichte (BA 60, 90, 120 und Lehramt). Schwerpunkte im Seminar sind die Klärung zentraler Begriffe, die Einführung in wesentliche Arbeitsmaterialien und wichtiger Arbeitsorte des Historikers, ein Überblick über Techniken der Informationserschließung und -aneignung und eine erste Einführung in Methoden der Bearbeitung einer wissenschaftlichen Fragestellung. Die Übung unterstützt den Kurs durch die praktische Anwendung der vermittelten theoretischen Kenntnisse.
Die Modulleistung besteht aus einer wissenschaftlichen Hausarbeit; Studienleistungen sind regelmäßige (auch schriftliche) Hausaufgaben in Form von Vorbereitung einer Quelle / eines Sekundärtextes, Inhaltsangabe, Zusammenfassung eines wiss. Aufsatzes, Erstellen einer Bibliographie sowie die Übernahme eines Sitzungsprotokolls.

Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Thursday: 13:00 - 14:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. Klaus Krüger
[BA-B] [Seminar/Übung] Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft: Das Jahr 1989 Course details

Vor drei Jahrzehnten verschwand das Staatsgebilde der DDR – die Menschen freilich, ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit und ihre Erwartungen an die Zukunft blieben. Das Seminar fragt nach den Ereignissen der „Wende“ ebenso wie nach den langfristigen Veränderungen für die Bürgerinnen und Bürger. Im Fokus steht dabei die Alltagsgeschichte im Osten Deutschlands.
Der Grundkurs und die Übung bilden zusammen mit der Vorlesung das einführende Basismodul für den Studiengang BA Geschichte (60, 90, 120 und Lehramt). Schwerpunkte im Grundkurs sind die Klärung zentraler Begriffe, die Einführung in wesentliche Arbeitsmaterialien und wichtiger Arbeitsorte der Historiker*innen, ein Überblick über Techniken der Informationserschließung und -aneignung und eine erste Einführung in Methoden der Bearbeitung einer wissenschaftlichen Fragestellung. Die Übung unterstützt den Kurs durch die praktische Anwendung der vermittelten theoretischen Kenntnisse.

Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Silke Satjukow
[BA-B] [Seminar/Übung] Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft: Der Deutsche Orden. Ein spätmittelalterlicher Ritterorden zwischen adliger, geistlicher und politischer Identität Course details

Im Jahr 1231 überschritt eine kleine Gruppe von Ordensrittern mit weiteren Bewaffneten die Weichsel, um mit Unterstützung des polnischen Herzogs Konrad von Masowien gegen die heidnischen Prußen zu kämpfen. In den folgenden 50 Jahren gelang nach einigen Rückschlägen die Eroberung und Christianisierung des Landes Preußen, das im selben Zeitraum auch von deutschsprachigen Siedlern kolonisiert wurde. Bis zur Reformation sollte Preußen den Kern der weltlichen Herrschaft des Ordens bilden.

Das spätmittelalterliche Preußen ist indes ebenso wenig mit dem Deutschen Orden gleichzusetzen, wie der Orden auf Preußen reduziert werden kann. Vielmehr handelte es sich um einen Spital- und Ritterorden, der am Ende des 12. Jahrhunderts im Heiligen Land entstanden war, dessen Hauptsitz bis 1309 im Mittelmeerraum lag und der über umfangreiche Besitzungen in Südwestdeutschland und Franken verfügte. Zugleich war der Orden auf verschiedenen Ebenen von Spannungen und Widersprüchen geprägt. Er bildete eine geistliche Korporation, die unmittelbar dem Papst unterstellt war, entwickelte aber zunehmend eine adlig-ständische Identität. Seinen Statuten nach war er zu Krankenpflege und Heidenkampf verpflichtet, führte aber auch Kriege gegen christliche Herrschaftskonkurrenten. In Preußen fungierte der Orden als Landesherr eines straff organisierten „Fürstenstaats“; seine Mitglieder entstammten indes zumeist dem nichtfürstlichen Adel Süddeutschlands.

Im Licht dieser (und anderer) Widersprüche und Spannungen wollen wir im Seminar die Geschichte des Ordens untersuchen und dabei grundlegende Methoden und Fertigkeiten historischen Arbeitens einüben. Welche Forschungsansätze gibt es und wie kann man sich darüber informieren? Wie zitiert man Forschungsliteratur richtig? Wo findet man historische Quellen und wie wertet man sie aus, um Einblick in faszinierende Vergangenheiten zu erhalten? Geschichtswissenschaftliches Arbeiten ist ein großes Vergnügen, wenn man die Grundtechniken von der Pike auf gelernt hat! Im Basisseminar wird dazu Gelegenheit geboten!

Als Studienleistung sind im Laufe des Semesters zwei Übungsaufgaben einzureichen, die die Abfassung der als Modulleistung vorgesehenen Hausarbeit vorbereiten. Studienleistung sind weiterhin die regelmäßige Teilnahme mit Bearbeitung von Arbeitsblättern sowie ein abschließender Kurztest, der propädeutische und inhaltliche Grundkenntnisse prüft.

Literatur: Jürgen Sarnowsky, Der Deutsche Orden, München 2007 oder jünger (Dieses kurze Werk aus der Reihe „Beck Wissen“ ist bis zur vierten Sitzung zu lesen!).

Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Georg Jostkleigrewe
[BA-B] [Seminar/Übung] Einführung in das Studium der Geschichtswissenschaft: Freie und unfreie Arbeit in der Frühen Neuzeit Course details

Die Geschichte der Arbeit kann aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden: einerseits als eine Geschichte des Arbeitsbegriffes, also der unterschiedlichen Bewertungen und Definitionen von Arbeit – von der Frage, ob Arbeit entwürdigt, bis zur Frage, ob denn Tätigkeiten, die nicht dem Erwerb dienen, als Arbeit oder sogar ‚unfreie Arbeit‘ ,‚Sklaverei‘ oder ‚Ausbeutung‘ gelten sollen. Andererseits kann man fragen, wie sich die Praxis der Arbeit in der Frühen Neuzeit gestaltete: ob viel oder wenig gearbeitet wurde, welche Konsequenzen Arbeit für das Markieren sozialer Ungleichheit hatte, wie Arbeitsrollen von Alt und Jung, Mann und Frau sich unterschieden.

Arbeit bildet dabei ein zentrales Element vormodernen Wirtschaftens, sowohl in der Erzeugung von Grundnahrungsmitteln als auch im Bergbau, in Werkstätten oder im Haushalt. Zugleich beruhte sie auf umfangreich verrechtlichten Strukturen und beinhaltete eine Vielzahl sozialer und symbolischer Praktiken. Ziel des Seminars ist es die unterschiedlichen Formen freier und unfreier Arbeit im vormodernen Deutschland zu klassifizieren, gleichzeitig sollen aber auch Möglichkeiten und Grenzen von Handlungsspielräumen innerhalb des Systems ausgelotet werden. Denn gerade diese Handlungsspielräume mussten von allen involvierten Akteuren immer wieder aufs Neue ausgehandelt werden. Die Wechselwirkungen zwischen rechtlichen Grundlagen, sozialer Praxis, symbolischer Repräsentation und ihr Verhältnis zueinander stehen dabei im Mittelpunkt der Auseinandersetzung.

Schwerpunkte sind:

  • die Klärung zentraler Voraussetzungen für das Geschichtsstudium (z.B. dessen, was Sie an Vorstellungen über die geschichtliche Vergangenheit mitbringen),
  • die Einführung der wesentlichen Arbeitsmaterialien und wichtiger Arbeitsorte der HistorikerInnen,
  • ein Überblick über Techniken der Informationsaneignung (z.B. Bibliographieren, Exzerpieren; Quellenarten und ihre Interpretation)
  • erste Übungen in Methoden der Bearbeitung einer wissenschaftlichen Fragestellung

Literatur zur Einführung:

Brass, Tom / van der Linden, Marcel (Hrsg.), Free and unfree labour. The debate continues, Bern 1997.
Herrmann-Otto, Elisabeth (Hrsg.), Unfreie Arbeits- und Lebensverhältnisse von der Antike bis in die Gegenwart. Eine Einführung, Hildesheim u.a. 2005.
Kocka, Jürgen / Offe, Claus / Redslob, Beate (Hrsg.), Geschichte und Zukunft der Arbeit, Frankfurt / Main 2000.
Klußmann, Jan (Hrsg.), Leibeigenschaft. Bäuerliche Unfreiheit in der frühen Neuzeit, Köln 2003.
Werner Conze, Arbeit, in: Reinhart Koselleck, Otto Brunner, Werner Conze (Hrsg.), Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Bd. 1, A-D, Stuttgart 1972, S. 154-215.
Josef Ehmer / Edith Saurer: Art. „Arbeit“. In: Enzyklopädie der Neuzeit, hrsg. von Friedrich Jaeger, Bd. 1, Stuttgart 2005, S. 507-533.

Tuesday: 08:00 - 09:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Dr. Anne Purschwitz
[BA-EA] [Seminar] Das Zeitalter des Marius und Sulla (ca. 120-78 v. Chr.) Course details

Aussenpolitisch stellte das römische Reich am Ausklang des 2. Jahrhunderts v. Chr. ohne jeden Zweifel die dominierende Macht im Mittelmeerraum dar, innenpolitisch stand es allerdings seit den Tagen der Gracchen vor enormen strukturellen und sozialen Herausforderungen. Dieser Krise konnten auch Marius und Sulla - neben Pompeius und Caesar zählen sie sicherlich zu den prägendsten Persönlichkeiten der römischen Republik - nicht Herr werden… ganz im Gegenteil. Durch ihr oft rücksichts- und gewissenloses Handeln, ihre nicht weit genug reichenden Lösungsbemühungen und gegenseitige Animosität trugen sie maßgeblich dazu bei, die innere Zerrissenheit des Staates noch zu verstärken. Nichtsdestotrotz hinterließen sie durch eine Vielzahl an persönlichen Erfolgen und ihren folgenschweren Konflikt miteinander, der letztlich in einen Bürgerkrieg mündete, tiefe Spuren in der römischen Geschichte. Diese sollen im Rahmen des Seminars erschlossen und in den Kontext der Ereignisse und Entwicklungen im Zeitraum ca. 130 bis 78 v. Chr. eingeordnet werden.

Studienleistung:
mündlicher Beitrag

Literatur:
Karl Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, 8. unveränderte Auflage, Darmstadt 2013.
Richard J. Evans, Gaius Marius. A Political Biography, Pretoria 1994.
Arthur Keaveney, Sulla. The Last Republican, 2nd Edition, London / New York 2005.

Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
N.N.
[BA-EA] [Seminar] Staatenbünde und Bundesstaaten in der Antike Course details

Im Seminar wird der Frage nachgegangen, ob die eindeutige Trennung von Konföderationen, also Zusammenschlüssen autonomer Einzelstaaten, und Föderationen, also Zusammenschlüssen abhängiger Teilregionen zu einem Bundesstaat, wie sie in der Neuzeit praktiziert wird, in gleicher Weise in der Antike sinnvoll ist. Dabei sollen eben nicht nur die historischen Fakten bekannter Bündnisse der griechisch-römischen Zeit, wie bspw. der Delisch-Attische Seebund oder der Latinische Bund, ereignisgeschichtlich betrachtet, sondern auch daraufhin untersucht werden, inwieweit ihre Zuweisung in eine der beiden Kategorien sachdienlich oder von systemischen Mischformen auszugehen ist. Behandelt werden strukturierte Zusammenschlüsse mehrerer Partner, die bis zum 1. Jh. v. Chr. zustande gekommen sind. Nicht eingeschlossen sind bilaterale Freundschafts-, Friedens- oder Handelsabkommen.

Studienleistung:

Referat (mit Handout). Jedes Referat wird sich jeweils einem Bündnis widmen. Details zu den Anforderungen werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

Literatur:

Ernst Baltrusch, Außenpolitik, Bünde und Reichsbildung in der Antike. München 2008.
Hans Beck, Polis und Koinon. Untersuchungen zur Geschichte und Struktur der griechischen Bundesstaaten im 4. Jh. v. Chr. Göttingen 1997.
Theodora Hantos, Das römische Bundesgenossensystem in Italien. München 1983.

Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Dr. Thomas Brüggemann, M.A.
[BA-EA] [Vorlesung] Geschichte der Antike im Überblick Course details

Um einen Überblick über die gesamte Antike, das Forschungsfeld der Universitätsdisziplin der Alte Geschichte, zu bieten, wird die Vorlesung versuchen, die Hauptcharakteristika jener Epochen vorzustellen, in welche die Geschichtswissenschaft den relevanten Zeitraum von ca. 2000/1200 v. Chr. bis ca. 5./6. Jh. n. Chr. untergliedert hat. Wir lernen dabei die Mykener als erste Griechen ebenso kennen wie die „Dunklen Jahrhunderte“, die „Archaik“ und „Klassik“, den „Hellenismus“, sodann die verschiedenen Phasen der römischen Geschichte mit „Königszeit“, „Republik (hier: frühe, klassische, späte Republik)“ und „Kaiserzeit (hier: frühe, hohe Kaiserzeit, das dritte Jahrhundert und die Spätantike)“. Dabei werden gleichermaßen die traditionellen Themen von Politik und Gesellschaft wie auch einige kulturhistorische Aspekte berücksichtigt und ein exemplarischer Einblick in Fragestellungen und Vorgehensweise althistorischer Wissenschaft geboten. Als Leitfrage aber soll uns die These beschäftigen, daß die Wirkungen der Antike noch täglich in unserem Alltag spürbar sind. Lassen Sie sich überraschen…
Die Vorlesung bildet in den Altertumswissenschaften das gleichnamige Modul „Geschichte der Antike im Überblick“ und schließt dort mit einer Klausur als Modulleistung ab. Im BA/mod. Lehramt Geschichte ist sie Teil des Einführungsmoduls Antike. In ihr wird eine der beiden Studienleistungen erbracht, die zweite Studienleistung wird im zugehörigen Seminar abgelegt, in dem auch die Modulleistung Hausarbeit geschrieben wird. Wegen der großen Zahl von Teilnehmenden wird die Vorlesung digital durchgeführt (sychron über webex; asynchrone Teilnahme ist möglich; hierzu werden Materialien in Ordner zu den einzelnen Sitzungen eingestellt). Die Vorlesung „Geschichte der Antike im Überblick“ kann nur im WS angeboten werden. Wenn Sie mit der Antike bereits in Grundzügen vertraut (oder terminlich verhindert) sind, können Sie im Einführungsmodul Antike auch eine andere althistorische Vorlesung für die Erbringung der Studienleistung nutzen. Hierzu bitte Kontaktaufnahme mit: angela.pabst@altertum.uni-halle.de. Im WS 2021/22 sind die Seminarplätze im Einführungsmodul Antike leider begrenzt, da Prof. Pfeiffer ein Forschungsfreisemester hat. Sollten Sie keinen Platz bekommen, so können Sie im WS 2021/22 die Studienleistung in der Vorlesung erbringen und das Einführungsmodul Antike mit dem Seminar dann im SoSe 2022 abschließen.

Studienleistung:
BA/mod. Lehramt Geschichte: Kurztest; Studiengänge Altertum: Übungsaufgabe

Literatur:
Werner Dahlheim, Die griechisch-römische Antike, Bd. 1: Griechenland, UTB 1646 und Bd, 2: Rom, UTB 1647, Paderborn 1992
Oswyn Murray/ John Kenyon Dover/ Frank Walbank/ Robert Maxwell Ogilvie/ Michael Crawford/ Colin Wells, DTV Geschichte der Antike in 6 Bd. (Neuauflage in 2 Bd.; 1. Bd. Griechenland; 2. Bd.: Rom; die letzte Auflage Düsseldorf 2006)
Christian Mann, Antike, Einführung in die Altertumswissenschaft, Berlin 2008

Friday: 13:00 - 14:30, weekly (from 15/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Angela Pabst
[BA-EM] [Seminar] "Asoziale" im Nationalsozialismus Course details

Menschen, die abseits der hegemonialen Norm von der Mehrheitsgesellschaft verortet und als Gruppen definiert werden, sind stets Ausgrenzung und Ablehnung ausgesetzt. In modernen Gesellschaften rückt bei der Betrachtung, ob ein Mensch als Mitglied oder als Außenseiter gesehen wird, meist die ökonomische Nutzbarmachung in den Vordergrund. Doch auch Sexualität, die Gestaltung des Lebens selbst, etwa die gewählte Wohnform, die Verweigerung der als „normal“ betrachteten Aktivitäten oder die Partizipation an als „abnorm“ aufgefassten Tätigkeiten gehören dazu.
Während des Nationalsozialismus sahen sich gesellschaftliche Außenseiter einer bereits ab 1933 eintretenden Verfolgung ausgesetzt, die sich in den Folgejahren kontinuierlich verschärfen sollte. Der Begriff des „Asozialen“ und die damit stigmatisierten Gruppenkonstruktionen hatten ihren Ursprung dabei nicht im nationalsozialistischen Deutschland, dort jedoch eine immense Aufwertung und erbbiologische Umdeutung erlangt. Dabei waren es weniger eugenische Maßnahmen, die den größten Einfluss auf die Ränder der Gesellschaft ausübten, als es der polizeiliche Zugriff auf als „asozial“ klassifizierte Menschen war, der sich nach der Machtübernahme mithilfe von Sondererlassen und Verordnungen in intensiver Form zuspitzte. Eine konsistente Definition des Begriffs sollte es jedoch auch bis zum Kriegsende nicht geben und so blieb der Zugriff auf „Asoziale“ durch die Möglichkeiten des NS-Terrors vielschichtig. Nach Kriegsende waren jene, die in den Konzentrationslagern den schwarzen Winkel getragen hatten, oftmals Ausgegrenzte, deren schmerzhafte Erfahrungen noch lange Zeit gesamtgesellschaftlich als selbstverschuldet wahrgenommen worden ist. In der historischen Forschung erfuhr das Thema der „Asozialen“ im Nationalsozialismus insbesondere ab den 1990 an Beachtung, seit jüngster Zeit wird sich auch politisch der Aufarbeitung der Verfolgung „Asozialer“ im Nationalsozialismus verstärkt gewidmet. Im Seminar werden wir uns mit der Konstruktion der „Asozialen“ im Nationalsozialismus und der Geschichte ihrer Verfolgung beschäftigen. Dafür werden wir zuerst einen Blick auf das Konzept der „Volksgemeinschaft“ werfen, bevor darauf geschaut wird, wer nicht zu dieser gehören sollte. Um Brüche und Kontinuitäten des politischen und gesellschaftlichen Umgangs mit gesellschaftlichen Außenseitern deutlich zu machen,
werden wir uns zudem mit der Tradierung von Vorurteilen und Diskriminierungen gegenüber „Asozialen“ vor und nach dem Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Literaturempfehlungen:
Wolfgang Ayaß: „Asoziale“ im Nationalsozialismus, Stuttgart 1995;
Julia Hörath: „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ in den Konzentrationslagern 1933 bis 1938, Göttingen 2017.

Monday: 10:30 - 12:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Niklas Poppe
[BA-EM] [Seminar] Einführung in die Medien- und Kommunikationsgeschichte des Nationalsozialismus Course details The course times are not decided yet. N.N.
[BA-EM] [Seminar] Holodomor - Geschichte und Erinnerung des 'Großen Hungers' in der Ukraine 1932/33 Course details

Die große Hungersnot der Jahre 1932/33 in der Sowjetunion und insbesondere ihre Ursachen in der sowjetischen Ukraine gehörten lange Zeit zu den ausgesprochenen umstrittenen Themen in der sowjetischen Geschichte. Mittlerweile ist weithin anerkannt, dass der aus der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft hervorgegangene Hunger von der sowjetischen Führung in den ukrainischen Territorien gezielt aus politischen Gründen verstärkt wurde. Mit ungefähr vier Millionen Todesopfern gehört der "Holodomor", die große Hungersnot in der Ukraine in den Jahren 1932/33, damit zu den größten Verbrechen während Stalins Herrschaft.

In der Lehrveranstaltung sollen die Geschichte des "Großen Hungers" in der Ukraine sowie damit verbundene Kontroversen in der Forschung und ihre Entwicklung bis in die Gegenwart behandelt werden. Dabei sollen vergleichend auch andere Regionen der Sowjetunion einbezogen werden. Gleichzeitig war die Geschichte des "Großen Hungers" auch immer ein Gegenstand politischer Konflikte und einer bis in die Gegenwart umstrittenen Erinnerung. Während in sowjetischer Zeit der Hunger weitgehend geleugnet und entsprechende Berichte als "faschistische Propaganda" zurückgewiesen wurden, wurde er außerhalb der Sowjetunion, insbesondere in der ukrainischen Diaspora, schon früh als Genozid am ukrainischen Volk beschrieben. Auch die bis in die Gegenwart fortdauernden erinnerungsgeschichtlichen Gegensätze sollen in der Veranstaltung behandelt werden.

Studienleistung: Referat, regelmäßige Textlektüre

Literatur:
Anne Applebaum: Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine, München 2019; Timothy Snyder: Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin, München 2011; Alfred Eisfeld, Guido Hausmann, Dietmar Neutatz (Hg.): Hungersnöte in Russland und in der Sowjetunion 1891-1947. Regionale, ethnische und konfessionelle Aspekte, Essen 2017

Monday: 13:00 - 14:30, weekly (from 11/10/21) n.a
PD Dr. Kai Struve
[BA-EM] [Seminar] Immigration in die USA Course details Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Ralph Göring
[BA-EM] [Seminar] Sexualität und Geschlecht im Film: Pre-Code Hollywood (ca. 1929-1934) Course details

(Spiel-)Filme begegnen uns in unserem Alltag vor allem als Unterhaltungsmedium. Filme sind aber auch eine historische Quelle. Als solche können sie uns über bestimmte Gegenstände und Phänomene der Vergangenheit berichten. Sexualität und Geschlecht sind zwei bedeutsame Kategorien der Differenz, die in historischen und gegenwärtigen Gesellschaften immer neu ausgehandelt werden. Diese Aushandlungen werden auch im Medium „(Spiel-)Film“ sichtbar.
In diesem Seminar werden wir uns im Laufe des Semesters mit vier verschiedenen Spielfilmen aus der sogenannten „Pre-Code“-Ära Hollywoods beschäftigen (ca. 1929 bis 1934), nämlich die Zeit vor der flächendeckenden Implementierung des sogenannten „Production Code“ oder „Hays Code“. Der „Hays Code“ (nach seinem Verfasser Will Hays) war eine Reihe von Regelungen zur Selbstzensur der US-amerikanischen Filmproduktionsfirmen, die von 1934 bis 1968 in Kraft waren. Der „Production Code“ regelte insbesondere auch die „moralisch korrekte“ Darstellung von Geschlecht und Sexualität.
Wir werden uns in den Sitzungen insbesondere mit der Darstellung von Geschlecht und Sexualität auseinandersetzen, diese analysieren und kontextualisieren. Filme sind in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen sehr wirkmächtig. Das liegt daran, dass der Film ein Zeichensystem ist, welches in der Lage ist, außerfilmische Zeichensysteme zu repräsentieren. Er kann sich anderer, nicht-filmischer Zeichensysteme bedienen, sie transformieren und sie in ein neues Bedeutungsgefüge stellen. Vorstellungen von „richtiger“ und „falscher“ Sexualität und Geschlechtlichkeit werden auf der Leinwand erst „produziert“ und für ein breites Publikum sichtbar gemacht. Die Quelle „Film“ aus einer geschichtswissenschaftlichen Perspektive zu betrachten, wird uns deutlich machen, dass so scheinbar „überzeitliche“ und „natürlich“ wirkende Phänomene wie Geschlecht und Sexualität eine Geschichte haben, die wir studieren können.
Die Teilnahme an diesem Seminar setzt voraus, längere wissenschaftliche Texte auf Englisch zu lesen und dass vor den betreffenden Sitzungen die Spielfilme in voller Länge in der englischen Originalfassung angesehen werden.
Film 1 – „Shanghai Express“ (USA, 1932, Josef von Sternberg)
Film 2 – „Employee’s Entrance“ (USA, 1933, Roy del Ruth)
Film 3 – „Call her Savage” (USA, 1932, John Francis Dillon)
Film 4 – „Red Dust“ (USA, 1932, Victor Fleming)

Studienleistung: Referat, Ergebnisprotokoll
Literatur
Franziska Schößler, Einführung in die Gender Studies. Studienbuch Literaturwissenschaft. Berlin: Akad.-Verl., 2008.
Helmut Korte, Einführung in die systematische Filmanalyse. Ein Arbeitsbuch, E. Schmidt Verlag 2004.
Thomas Doherty, Pre-Code-Hollywood. Sex, Immorality, and Insurrection in American Cinema, 1930-1934, NY: Columbia University Press, 1999.

The course times are not decided yet. MA Antonius Heinrich Schulte
[BA-EM] [Seminar] Zwischen Halle und Windhoek. Die deutsche Gesellschaft und "ihre" Kolonien 1884-1918 Course details

Im Jahr 1884 erhob das Deutsche Reich erstmals den Anspruch, Gebiete und Menschen in Afrika und im Pazifik als Kolonien zu beherrschen. 35 Jahre später verlor Deutschland mit dem Versailler Friedensvertrag alle Kolonien an andere Kolonialmächte. Lange Zeit neigten Geschichtswissenschaft und politische Öffentlichkeit der Bundesrepublik dazu, die Relevanz der deutschen Kolonialherrschaft kleinzureden: Verglichen mit den anderen Kolonialmächten habe man doch nur sehr kurz und nur in wenigen Territorien Kolonialherrschaft ausgeübt. In den letzten Jahrzehnten hat sich diese Perspektive zu wandeln begonnen: Die Geschichtswissenschaft hat z.B. die genozidale Kriegsführung der deutschen Kolonialtruppen im heutigen Namibia rekonstruiert, deutsche Museen werden mit der Frage konfrontiert, ob ihre außereuropäischen Sammlungen nicht durch koloniale Raubpraktiken entstanden sind, und politische Aktivist*innen skandalisieren die Namensgebung von Straßen oder Geschäften als unreflektiertes kolonialistisches/rassistisches Erbe.
Nun besteht die Aufgabe der Geschichtswissenschaft nicht darin, zu bereits gefällten moralischen Werturteilen passende historische Tatsachen nachzuliefern. Vielmehr haben Historiker*innen zunächst einmal mit den Methoden ihrer Wissenschaft konkret zu ermitteln, wie historische Ereignisse und Strukturen entstanden sind, welche Rolle welche Akteur*innen warum dabei gespielt haben und welche Wirkungen wiederum von historischen Ereignissen und Strukturen ausgegangen sind. In diesem Seminar fragen wir daher auf der Basis von zeitgenössischem Quellenmaterial danach, welche Bedeutung die Kolonialherrschaft für die deutsche Gesellschaft selbst gehabt hat: Wessen Interessen und Einflussnahmen führten 1884 zur Aneignung von Kolonien und danach zur Entwicklung einer Kolonialpolitik? Was erfuhren hallesche Zeitungsleser*innen 1904/5 vom deutschen Vernichtungskrieg in Namibia? Wer engagierte sich damals im halleschen Kolonialverein, und welche Rolle spielte dieser Verein in der städtischen Öffentlichkeit? Welche Themen debattierte der Reichstag in Bezug auf die Kolonien? Beeinflusste die deutsche Kolonialherrschaft die Entwicklung neuer Rassismen in Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik des Kaiserreichs bzw. welche Rolle spielte Rassismus für die Legitimation kolonialer Herrschaft? Und schließlich: Führte ein Kontinuitätsstrang vom Vernichtungskrieg gegen Herero und Nama zum Holocaust, wie einige Historiker behaupten, andere bestreiten? Und was meint hier überhaupt „Kontinuität“? Ist sie gleichbedeutend mit „Kausalität“?
Wir lernen im Seminar wesentliche geschichtswissenschaftliche Debatten zum Thema kennen und versuchen, durch eigene Quellenrecheren zu Antworten auf die oben formulierten Fragen zu kommen. Am Ende des Seminars fragen wir bilanzierend, inwiefern das von uns so erarbeitete historische Wissen Argumente für die eine oder andere Position in den geschichtspolitischen Debatten der Gegenwart liefert.
Als Studienleistung erwarte ich von Ihnen die aktive Teilnahme an den Sitzungen auf der Basis der Lektüre von Grundlagentexten, die Recherche, Interpretation und Präsentation von Quellen in einzelnen Sitzungen sowie das Verfassen von kurzen Stellungnahmen zu Positionen/Argumentationen der Forschung.
Die Modulleistung besteht im Verfassen einer Hausarbeit von 12 bis 15 Seiten zu einem Thema Ihrer Wahl.
Nach derzeitigem Planungsstand ist das Seminar als Präsenzseminar organisiert. Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern sollten, werde ich dies über StudIP mitteilen.
Zur vorbereitenden Lektüre empfehle ich Ihnen die Aufsätze des Sammelbandes: Jürgen Zimmerer (Hrsg.), Kein Platz an der Sonne. Erinnerungsorte der deutschen Kolonialgeschichte, Frankfurt am Main 2013. Diesen Band können Sie in unserer Bibliothek als Online-Ressource nutzen.
Da man Forschungsliteratur nie unkritisch lesen soll, empfehle ich Ihnen zudem zwei Rezensionen zu Zimmerers Sammelband unter https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-20330 (Thomas Morlang) und
http://www.sehepunkte.de/2014/04/24788.html (Ina Markova).

Friday: 10:30 - 12:00, weekly (from 15/10/21) n.a
Prof. Dr. Patrick Wagner
[BA-EM/MA-MI/MA-nMI/MA-IntPol-BIL] [Vorlesung] Was Sie schon immer über Polen wissen wollten (oder sollten) Course details

Die Ringvorlesung bietet eine wissenschaftlich fundierte, allgemein verständliche und abwechslungsreiche Einführung in die polnische Gesellschaft, Sprache, Geschichte und Kultur. Anhand ausgewählter Themen geben die Vortragenden Einblicke in das Polen von gestern und heute: Wie lässt sich polnische Geschichte jenseits von Widerstand und Martyrium erzählen? Endete die Konjunktur des polnischen Films mit Wajda, Holland und Polański? Wie vermitteln deutsche Theatermacher ihre Kunst in Polen? Und wie kommt die polnische Oper nach Deutschland? Liegt das Oberschlesische näher am Deutschen oder doch am Polnischen? Was heißt polnische Diasporapolitik heute?
Schließen Sie sich uns an, um Antworten auf diese Fragen zu suchen!

Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Yvonne Kleinmann,
Dr. Paulina Gulinska-Jurgiel
[BA-EV] [Seminar] Emotionen und materielle Interessen in der Vormoderne Course details

Wenn man erklären möchte, warum Menschen auf eine bestimmte Weise handeln, verweist man oft darauf, dass diese sich gemäß ihren materiellen Interessen verhalten. Man glaubt also, die Handlungen verstanden zu haben, wenn man weiß, was materiell dahintersteckt. Eine andere Art, Handlungen zu erklären, besteht im Verweis auf Emotionen - zum Beispiel um zu sagen, dass jemand gegen seine Interessen, unvernünftig handelt. Die Art, wie Handlungen erklärt, begründet und gedeutet werden, ändert sich im Lauf der Geschichte. Im Seminar soll versucht werden, mit Blick auf konkrete Handlungsformen, etwa politischen Protest, Gewalt, Liebesbeziehungen, Migration etc. auszuprobieren, wie emotionsgeschichtliche und interessensgeschichtliche Erklärungsweisen funktionieren. Dabei werden wir uns vor allem auf die Zeit zwischen dem 17. und dem Ende des 18. Jahrhunderts konzentrieren.

Studienleistungen: Aktive Diskussionsteilnahme, schriftliche und mündliche Aufgaben.
Prüfungsleistung: Hausarbeit.

Literaturhinweise:

Nina Verheyen, Geschichte der Gefühle, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 18.6.2010, URL: http://docupedia.de/zg/Geschichte_der_Gef.C3.BChle

Hans Medick, David Sabean: Einleitung. In: dies. (Hg.): Emotionen und materielle Interessen. Sozialanthropologische und historische Beiträge zur Familienforschung. Göttingen 1984 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte; Bd. 75), S. 11–24.

Wednesday: 08:00 - 09:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. Georg Fertig
[BA-EV] [Seminar] Mittelalter Course details Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21) n.a
N.N.
[BA-EV] [Seminar] Zeit im 18. Jahrhundert Course details

Zeit in ihren unterschiedlichen Temporalitäten (z.B. als soziale Zeit oder Arbeitszeit), stellt insbesondere für das Leben des einzelnen Individuums eine zentrale Kategorie mit umfassenden Strukturierungs-, Orientierungs- und Kontrollfunktionen dar. Für die historische Forschung hingegen ist sie auf Grund einer problematischen Quellenlage nur schwer zu fassen, nahezu unsichtbar, internalisiert und nur selten bewusst hinterfragt. Gleichzeitig unterliegt auch die Zeit in der Zeit vielfältigen Wandlungsprozessen und bleibt eben nicht immer gleich. Ihr Stellenwert, ihr Verständnis, ihre Wahrnehmung ändert sich zweifelsohne im Laufe der Geschichte – dies jedoch keineswegs in einem linearen Fortschrittsprozess.
Ein besonders deutliches Neben-, Zwischen- und Miteinander unterschiedlicher Zeitverständnisse aber auch Zeitnutzungsstrategien findet sich im 18. Jahrhundert. Die Gleichzeitigkeiten und Unterschiede im Umgang, der Beschreibung, der Nutzung und dem Verständnis von Zeit aufzufinden bildet den Schwerpunkt des Seminars

Das Seminar beabsichtigt: 1. sich unterschiedlichen Quellengattungen zu nähern, die das Verständnis von Zeit sichtbar machen können; 2. verschiedene zeitgenössische Zeitverwendungskonzeptionen zu untersuchen und 3. die Relevanz der Zeit für unterschiedliche soziale Gruppen im 18. Jahrhundert zu hinterfragen.

Einführende Literatur:

Brendecke, Arndt (Hrsg: Die Autorität der Zeit in der Frühen Neuzeit. Berlin 2007.
Chvojka, Erhard; Schwarcz, Andreas; Thien, Klaus (Hrsg.): Zeit und Geschichte. Kulturgeschichtliche Perspektiven. Wien, München 2002.
Landwehr, Achim: Alte Zeiten, neue Zeiten. Aussichten auf die "Zeit-Geschichte". In: Achim Landwehr (Hg.): Frühe Neue Zeiten: Zeitwissen zwischen Reformation und Revolution. Bielefeld 2012.
Landwehr, Achim (Hrsg.): Frühe Neue Zeiten: Zeitwissen zwischen Reformation und Revolution. Bielefeld 2012.
Rifkin, Jeremy: Uhrwerk Universum. Die Zeit als Grundkonflikt des Menschen. München 1988.
van Dohrn-Rossum, Gerhard: Die Geschichte der Stunde. Uhren und moderne Zeitordnung. München 1992.
Whitrow, Gerald J.: Die Erfindung der Zeit. Hamburg 1991.

Thursday: 08:00 - 09:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. Anne Purschwitz
[BA-EV/BA-EM] [Seminar] Die jüdische Gemeinde im östlichen Europa. Eine frühneuzeitliche Institution und ihr Wandel im 19. Jahrhundert Course details

Die Staatenunion Polen-Litauen entwickelte sich im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit zum weltweit wichtigsten jüdischen Siedlungszentrum. Damit verbunden war der Aufbau einer komplexen Infrastruktur, deren Kern die jüdische Gemeinde bildete. Aber was war eine jüdische Gemeinde? – Das Seminar befasst sich mit ihren rechtlichen, politischen, rituellen und ökonomischen Aspekten, die sie grundlegend von heutigen Religionsgemeinden unterscheiden.
Im zweiten Teil des Seminars beschäftigen wir uns mit den Folgen der Teilungen Polen-Litauens (1772-1795) für die jüdischen Gemeinden, die nun unter die Herrschaft von drei Imperien gelangten. Im Mittelpunkt steht die jüdische Bevölkerung unter russischer Herrschaft und der Wandel ihrer Gemeinden im 19. Jahrhundert. Besonders beschäftigen wird uns die Frage, welche Kompetenzen ihnen die kaiserliche-russische Regierung zugestand, welche alten Kompetenzen sie erfolgreich verteidigten und welche Neuerungen sie aufgrund von innerjüdischen Diskussionen und Auseinandersetzungen mit ihrer christlichen Umwelt einführten.
Die Literaturgrundlage des Seminars sind deutsch- und englischsprachige Quellen und Forschungsliteratur bzw. Übersetzungen. Polnisch- und Russischkenntnisse benötigen Sie nicht.
Die Studienleistung erbringen Sie durch aktive Teilnahme an den Sitzungen, Exzerpte und Kurzpräsentationen. Die Prüfungsleistung besteht aus einer 10- bis 15-seitigen Hausarbeit.

Literatur:
Bartal, Israel: Geschichte der Juden im östlichen Europa, 1772-1881. Göttingen 2010.
Hundert, Gershon D.: Jews in Poland-Lithuania in the Eighteenth Century. A Genealogy of Modernity. Los Angeles 2004.
Kleinmann, Yvonne: Neue Orte – neue Menschen. Jüdische Lebensformen in St. Petersburg und Moskau im 19. Jahrhundert. Göttingen 2006.
The YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe, 2 Bde. Hg. von Gershon D. Hundert, New Haven 2008 (auch online: www.yivoencyclopedia.org).

Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. Yvonne Kleinmann
[BA-EV/MA-VI/MA-nVI] [Vorlesung] Das Spätmittelalter. 1250-1500 Course details

Das Spätmittelalter stellt in vielfacher Hinsicht eine „Wiege“ der Moderne dar. Viele politische, rechtliche, ökonomische und militärische Institutionen, die im Spätmittelalter (weiter)entwickelt wurden, prägen unsere Gesellschaft bis heute. Das gilt in gewisser Weise sogar für die heutigen Nationalstaaten, deren Wurzeln in vielen Fällen in den spätmittelalterlichen Königreichen liegen.

Auf der anderen Seite bleibt das Spätmittelalter eine Zeit, deren Andersartigkeit uns immer wieder überrascht: Die spätmittelalterliche Gesellschaft war tiefgreifend durch ältere Traditionen und Normen geprägt, die aus heutiger Sicht bisweilen kaum nachvollziehbar erscheinen. Zu nennen ist die große Bedeutung einer als selbstverständlich akzeptierten sozialständischen Gliederung, die besondere Rolle der Kirche, aber auch die Tatsache, daß das mittelalterliche Leben auf ganz anderen technologischen Grundlagen fußte als das heutige.

In der Vorlesung werden wir uns mit wichtigen sozialen, kirchlichen bzw. religiösen und kulturellen Entwicklungen in der spätmittelalterlichen Welt beschäftigen und zugleich einen Überblick über die Geschichte der europäischen Reiche erarbeiten. Als Studienleistung sind im Laufe des Semesters mehrere Kurztests zum Vorlesungsstoff abzulegen. Konkrete Hinweise zum Ablauf der Vorlesung und zur praktischen Durchführung der Tests werden entsprechend der Pandemie- und Erlaßlage zu einem späteren Zeitpunkt gegeben werden.

Literatur: Ulf Dirlmeier, Gerhard Fouquet, Bernd Fuhrmann, Europa im Spätmittelalter. München (2. Auflage) 2009 oder später; Erich Meuthen, Claudia Märtl, Das 15. Jahrhundert, München 2006

Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. Georg Jostkleigrewe
[BA-MH/BA-T] [Seminar] Digital Past und Virtual History Course details Monday: 13:00 - 14:30, weekly (from 11/10/21) n.a
Robert Scholz
[BA-MH/BA-T] [Seminar] Mikrogeschichte und quantitative Verfahren. Course details

Anhand von bestehenden historischen Datensätzen sowie selbst auszuwertenden Quellen erproben Sie grundlegende statistische Verfahren und erlernen den Umgang mit Office-Anwendungen sowie die Grundlagen der statistischen Programmiersprache „R“.
Thematisch geht es darum, historische gesellschaftliche Strukturen am Beispiel dörflicher Gemeinden sowie einzelner Familien oder Personen zu rekonstruieren. Quantitative Verfahren werden hier also nicht (nur) genutzt, um allgemein gültige Aussagen über ganze Gesellschaften bzw. große Populationen machen zu können, sondern auch als Mittel der Hermeneutik - also des Verstehens von historischen und lebensweltlichen Zusammenhängen.
Sie werden feststellen, dass die Durchführung statistischer Analysen und das Programmieren viel einfacher sind als Sie vielleicht befürchten, und viel nützlicher, als Sie wohl erwarten.
Sie benötigen eine Office-Anwendung zur Tabellenkalkulation (MS-, Open- oder LibreOffice) als Voraussetzung, die Installation von „R“ wird im Seminar durchgeführt („R“ ist kostenfrei/open source). Die Programme sind Plattformunabhängig (Win/Mac/Linux). Vorkenntnisse sind nicht nötig, lediglich die Eigenheiten Ihrer Plattform sollten Ihnen vertraut sein.

Dates on Monday. 04.10.21 - Friday. 08.10.21 08:00 - 14:30 Oscar Dube
[BA-MH/BA-T] [Seminar] Mittelalter Course details Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
N.N.
[BA-MH/BA-T] [Vorlesung] "Rohmaterial": Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. Course details

Über die Historischen Hilfswissenschaften formulierte Edward Hallett Carr: „Kein Mensch erwartet vom Historiker die speziellen Fähigkeiten, die der Experte braucht, um den Ursprung und die Entstehungszeit eines Ton- oder Marmorfragments zu bestimmen, eine obskure Inschrift zu entziffern oder die komplizierten astronomischen Kalkulationen, die zu einer genauen Zeitbestimmung nötig sind, durchzuführen. Diese sogenannten grundlegenden Fakten, die für alle Historiker die gleichen sind, gehören im großen und ganzen eher zur Kategorie des historischen Rohmaterials als zur Geschichte selbst.“

Indessen bedarf es ja trotzdem solcher „Experten“ und ihrer „speziellen Fähigkeiten“ (Carr verwendet den Begriff skills), um die raw materials of the historian zu sichten, aufzubereiten und der Bearbeitung zugänglich zu machen, und diese sind eben in aller Regel Historiker. Tatsächlich benötigt jeder Historiker, der sich hauptsächlich mit der Vormoderne befasst, ein Spezialwissen zu deren Quellen und ihrem Entstehungshintergrund, das weit jenseits des üblichen Erfahrungsschatzes liegt: Urkunden, Kalender und Landkarten gibt es auch heute, aber die mittelalterlichen sehen nicht nur anders aus, sondern haben auch ganz andere Funktionen als die heutigen.

Jeder, der sich ernsthaft mit Geschichte beschäftigt, sollte sich also, auch wenn der Schwerpunkt auf anderen Epochen liegt, mit den Hilfswissenschaften (auch: Basis- oder Grundwissenschaften genannt) und den ihnen zugrunde liegenden Quellen beschäftigen. In dieser Vorlesung wird eine Auswahl dieser Disziplinen vorgestellt, voraussichtlich: Allgemeine Quellenkunde, Annalistik und Chronistik, Biographie und Hagiographie, Diplomatik mit Sphragistik, Paläographie und Epigraphik, Heraldik mit Insignienkunde.

Die Vorlesung wird jeweils life, aber online abgehalten.
Als Studienleistung wird die Übernahme dreier Protokolle erwartet.

Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Klaus Krüger
[BA-MH/BA-T] [Vorlesung] Von der Quelle zur Analyse. Methoden und digitale Tools für die Geschichtswissenschaft Course details

Tolle Ideen und Inspirationen hat jeder beim Lesen von historischen Quellen und Sekundärliteratur. Aber ist das, was man auf diese Weise wahrnimmt, nun nicht eher das Besondere statt das Allgemeine? Wie kommt man als Geschichtswissenschaftler*in genau zu einer tatsächlich wissenschaftlich fundierten Erkenntnis? Vor dieser Frage steht jede*r Forschende, der sich nicht allein auf die eigene Interpretationsfähigkeit verlassen möchte, sondern seine Studie über zusätzliche Maßnahmen empirisch untersetzen möchte. In der Vorlesung sollen verschiedene Methoden dazu vorgestellt und ausprobiert werden. Dabei steht im Mittelpunkt, wie eine gute Forschungsfrage mit passfähigen Quellen untersetzt und über methodische Schritte für eine Analyse aufbereitet werden können. Hierfür sollen konkrete Beispiele vorgestellt und mit passfähigen Methoden ausgewertet werden. Ergänzt wird dies über die Vorstellung von hilfreichen Tools und Programmen, die für die Analyse historischer Ereignisse mittlerweile unverzichtbar geworden sind. In der Vorlesung lernen Sie, die Outputs solcher Programme zu interpretieren und Ihre eigenen Forschungsergebnisse erfolgreich zu visualisieren.

Studienleistung: Im Rahmen der Vorlesung sind verschiedene Studienleistungen durch die Erledigung von Übungsaufgaben zu erbringen.

Monday: 10:30 - 12:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Dr. Katrin Moeller
[BA-T] [Seminar] Wissens- und Wissenschaftsgeschichte Course details

Wissenschaftsgeschichte hat in vielen Fächern und Disziplinen Konjunktur, und sie ist dabei längst nicht mehr die Geschichte der Entdeckungen großer Wissenschaftler auf der Suche nach der Wahrheit. Schon 1935 hatte Ludwik Fleck mit seiner Studie über die „Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache“ am Beispiel der Entdeckung des Syphilis-Erregers die Kontextbedingtheit wissenschaftlicher Erkenntnisse und damit deren sozialen Charakter thematisiert, was die „persönlichen Heldentaten“ einzelner Forscher ebenso relativierte wie die Frage nach der „Wahrheit“ ihres Wissens außerhalb ihres jeweiligen Kontextes oder Denkstiles. Thomas Kuhn hat diese Spur bekanntlich aufgenommen und unter dem vielzitierten Stichwort des „Paradigmenwechsels“ ebenso nach der Struktur wissenschaftlichen Wissens (und seiner Revolutionen) gefragt wie (aus weiterer, genealogischer Perspektive) Michel Foucault.

Ziel des Seminars ist, dass wir uns zunächst von diesen klassischen Positionen der neueren Wissenschaftsgeschichte ausgehend ein Verständnis für zentrale Fragen und Probleme dieser Forschungsrichtung erarbeiten, um dann anhand aktueller Positionen und Perspektiven (Hans-Jörg Reinberger, Bruno Latour, Loraine Daston, Philipp Sarasin u.a.) den Übergang von der Wissenschafts- zur Wissensgeschichte zu untersuchen und zu diskutieren, inwiefern deren weiter, auch Laienwissen, Praktiken und Institutionen mit einschließende Wissensbegriff geeignet ist, die disziplingeschichtlichen Verengungen aufzubrechen oder gar darüber hinaus gehende Ansprüche an die Gesellschaftsgeschichte zu formulieren.

Voraussetzung der Teilnahme ist die Bereitschaft zur gründlichen Lektüre der Seminartexte. Zur Studienleistung gehört außerdem die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats sowie die Anfertigung kurzer Zusammenfassungen der Seminartexte.

Als (ambitionierte, aber doch lesenswerte) Einfürung empfohlen:
Hans-Jörg Rheinberger, Historische Epistemologie zur Einführung, Hamburg 2007 u.ö.

Thursday: 13:00 - 15:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. Richard Pohle
[BA-VA/BA-S] [Seminar] Aus dem Leben eines Senators. Briefe des Plinius als historische Quelle Course details

Plinius der Jüngere hat einen umfangreichen Briefwechsel hinterlassen, der einen Einblick in die unterschiedlichsten Themen, vor allem in die gesellschaftlichen Strukturen und den Alltag seiner Zeit bietet. Vor allem sein Bericht über den Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr., seine Korrespondenz mit Kaiser Trajan und insbesondere seine Fragen zum Umgang mit den Christen während seiner Statthalterschaft in Bithynien stechen daraus hervor. Neben diesen Themen werden wir uns im Rahmen der Übung aber auch allgemein der Briefkultur in der römischen Antike zuwenden, angefangen bei Kaiserbriefen, über Privat- und Geschäftsbriefe auf Papyrus bis hin zu Ciceros Briefen und herausarbeiten, welche Informationen wir der äußerst indifferenten Gattung „Brief“ im Hinblick auf die römische Gesellschaft und Verfassung der hohen Kaiserzeit entnehmen können.

Studienleistung: Referat und regelmäßige aktive Teilnahme

Literatur:
A. K. Bowman, Life and letters on the Roman frontier. Vindolanda and its people, London 1994.
L. Castagna, E. Lefèvre (Hg.), Plinius der Jüngere und seine Zeit, München – Leipzig 2003.
A. N. Sherwin-White, The letters of Pliny. A historical and social commentary, Oxford, 1966.

Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Dr. Sandra Scheuble-Reiter
[BA-VA/BA-S/MA-TA/MA-TB] [Übung] Tragödie, Satire, Roman: Fiktionale Texte als (alt)historische Quelle Course details

Fiktionale Texte stellen die Geschichtswissenschaft vor besondere Herausforderungen. Was läßt sich für das demokratische Athen des 5. Jh. v. Chr. aus Theaterstücken gewinnen, deren Handlung in einer fernen mythischen Welt angesiedelt ist, in welcher Könige regieren? Was erfahren wir über die Gesellschaft zur Zeit Kaiser Neros aus einem fragmentarischen Prosawerk, in dem es die ‚Helden‘ (oder Antihelden) in das Haus eines reichen Emporkömmlings verschlägt, dessen Abendeinladung (cena) als ebenso kostspielig wie geschmacklos dargestellt wird? Daß sich der Ertrag hier nicht auf die Analyse von Vorurteilen einer etablierten sozialen Oberschicht gegenüber dem Aufsteiger beschränkt, wird uns in der Übung ebenso beschäftigen wie die Bezüge zu politischen und gesellschaftlichen Kontroversen (darunter dem Geschlechterverhältnis), die sich in den Tragödien des klassischen Athen fassen lassen. Damit aber nicht genug: Auch eine Vielzahl weiterer Texte liefert Stoff für neue Forschungsfragen. Dabei können, falls gewünscht, Interessenschwerpunkte der Teilnehmer/innen der Übung berücksichtigt werden. Neben der konkreten Quellenarbeit sollen einige theoretische Überlegungen nicht fehlen.
Derzeit ist eine Präsenzveranstaltung geplant. Sollte dies erforderlich sein, wird aber auf ein digitales Format umgestellt.

Studienleistung:
Mündlicher Beitrag

Literatur:
Christian Meier, Politik und Tragödie im 5. Jahrhundert, Philologus 185, 1991, S. 70 – 87
Hans Kloft, Trimalchio als Ökonom. Bemerkungen zur Rolle der Wirtschaft in Petrons Satyricon, in: Rosmarie Günther/ Stefan Rebenich (Hrsgg.), E fontibus haurire. Beiträge zur römischen Geschichte und zu ihren Hilfswissenschaften, Paderborn 1994, S. 117 – 131.
Beide Texte sind bereits in studip eingestellt. Weiteres Material finden Sie dann in den Ordnern zu den einzelnen Sitzungen.

Wednesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Angela Pabst
[BA-VM/BA-S] [Seminar] Geschichtsort Gerichtssaal. Die Nürnberger Prozesse und der Saal 600 - Ereignis, Wirkung, Erinnerung. Course details

Schon im Jahr 1943 waren die Alliierten übereingekommen, die nationalsozialistischen Kriegs- und Staatsverbrechen nach Kriegsende auf einer gemeinsamen Rechtgrundlage zu sühnen. Im August 1945 konfiszierte die US-Armee hierfür dann den Nürnberger Justizpalast. Der im Zweiten Weltkrieg verhältnismäßig unbeschädigt gebliebene Gebäudekomplex innerhalb der amerikanischen Besatzungszone schien der ideale Schauplatz für einen Internationalen Militärgerichtshof zu sein: Im Justizgebäude war genug Platz für die Vielzahl der Prozessbeteiligen aus vier Nationen und in dem benachbarten Gefängnis konnten die späteren Angeklagten prozessnah untergebracht werden. Schließlich fand unter weltweiter Beobachtung vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 der „Hauptkriegsverbrecherprozess“ vor dem internationalen Militärtribunal statt, dem bis 1949 zwölf Nachfolgeprozesse unter amerikanischer Ägide folgten.
In dieser Veranstaltung betrachten wir zunächst das Gerichtsereignis, insbesondere den „Hauptkriegsverbrecherprozess“ und fragen nach seiner Wirkung für das Völkerstrafrecht und der Menschenrechtspolitik. Im zweiten Schritt geht es dann um die Repräsentanz des historischen Ereignisses: Wir untersuchen, wie sich der Saal 600 nach der Übergabe an die deutsche Justiz im Jahre 1960 verändert hat. An den baulichen Maßnahmen lässt sich sehen, wie in den sechziger Jahren die Erinnerung an den Prozess und damit auch an die NS-Vergangenheit getilgt werden sollte. Heute geht es umgekehrt um die Frage, wie der Raum so erschlossen werden kann, dass Besucher*innen möglichst lehreiche und erfahrungsreiche Zugänge zu den historischen Ereignissen erhalten. Wir besprechen in diesem Zusammenhang Konzepte und Begriff von Authentizität, Erfahrungsraum und Narrativität in musealen Einrichtungen. Die Veranstaltung öffnet damit auch Perspektiven auf mögliche berufliche Betätigungsfelder von Historiker*innen.
Zu den von Ihnen im Seminar zu erbringenden Studienleistungen gehören: Übernahme eines Kurzreferats; sorgfältige Lektüre der Vorbereitungstexte; rege Beteiligung an den Gesprächsrunden sowie die Teilnahme an einer Exkursion nach Nürnberg ins Memorium Nürnberger Prozesse.
Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 15 Personen begrenzt.
Literatur:
Annette Weinke: Die Nürnberger Prozesse, München 2015 (Beck’sche Reihe)
Achim Saupe, Authentizität, Version: 3.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 25.8.2015, URL: http://docupedia.de/zg/Saupe_authentizitaet_v3_de_2015
Thomas Thiemeyer: Geschichte im Museum. Theorie – Praxis – Berufsfelder, Tübingen 2018.

Dates on Friday. 22.10.21 15:30 - 17:00, Friday. 10.12.21 - Saturday. 11.12.21 09:00 - 15:30, Friday. 21.01.22 15:30 - 17:00, Saturday. 22.01.22 09:00 - 15:30 Dr. Imanuel Baumann
[BA-VM/BA-S] [Seminar/Übung] Familie und soziale Plazierung im 19. Jahrhundert. Course details

Die Familie ist ein wichtiger Faktor bei der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Indem sie durch den Einsatz ihrer ökonomischen, sozialen und kulturellen Ressourcen Einfluss auf den beruflichen Werdegang, den Bildungsgrad oder die Beziehungsbildung ihrer Angehörigen nimmt, trägt die Familie maßgeblich zur Verdichtung sozialer Barrieren bei. Zu familiär gesteuerten Plazierungsprozessen zählen vorrangig die berufliche Mobilität, die soziale Herkunft von SchülerInnen und StudentInnen und das Heiratsverhalten. Das Interesse der empirischen Sozialgeschichte richtet sich dabei insbesondere auf das 19. Jahrhundert, das im Unterschied zur ständischen Gesellschaft als Klassengesellschaft gilt. Führte die Erosion ständischer Privilegien zu einer Auflockerung gesellschaftlicher Grenzen? Setzte der Berufsstrukturwandel in Folge der Industrialisierung und Urbanisierung Mobilitätspotenziale frei? Profitierten alle sozialen Schichten gleichermaßen von dem Ausbau des Bildungswesen?

Die Lehrveranstaltung wird den aufgeworfenen Fragen nachgehen und klassische Studien dieses Forschungsstrangs zum Diskussionsgegenstand haben. Daneben ist es das Ziel der Veranstaltung, Ihnen die methodischen Kompetenzen zu vermitteln, selbständig familiäre Plazierungspraktiken zu erforschen. Der Schwerpunkt liegt also auf zweierlei: Im Seminar geht es darum, ein theoretisches Verständnis für den Forschungsstrang zu entwickeln, seine Erkenntnisziele zu begreifen und einen Überblick über konkurrierende Forschungsmeinungen zu erhalten. In der Übung sollen Sie lernen, wie Sie selbst empirische Forschung betreiben können. Die Übung gibt daher eine technische Einführung in die Arbeit mit Forschungsdaten und deren Auswertung.

Mit Ihrer Anmeldung tragen Sie sich sowohl für das Seminar als auch die Übung ein. Die Anmeldung für eine weitere Lehrveranstaltung im Modul ist nicht nötig. Das Seminar findet wöchentlich statt. Die Übung ist als Blockveranstaltung konzipiert.

Studienleistungen: schriftliche und mündliche Aufgaben.
Prüfungsleistung: Hausarbeit.

Literaturhinweise:
Kocka, Jürgen (1980) : Sozialstruktur und Arbeiterbewegung - die Entstehung des Leipziger Proletariats. Rezension von: Hartmut Zwahr: Zur Konstituierung des Proletariats als Klasse. Strukturuntersuchung über das Leipziger Proletariat während der industriellen Revolution. Berlin: Akademie-Verlag, 1978, Archiv für Sozialgeschichte 20 (1980, S. 584-592, http://hdl.handle.net/10419/122994

David Sabean: Die Ästhetik der Heiratsallianzen. Klassencodes und endogame Eheschließung im Bürgertum des 19. Jahrhunderts. In: Historische Familienforschung: Ergebnisse und Kontroversen. Michael Mitterauer zum 60. Geburtstag. Frankfurt a. M./New York 1997, 175-170, https://escholarship.org/uc/item/3044093z

Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21), Seminar: Forschungsfragen und Forschungsstände (Prof. Fertig) n.a
Dates on Saturday. 22.01.22 10:00 - 18:00, Sunday. 23.01.22 14:00 - 20:00
Prof. Dr. Georg Fertig,
Moritz Müller
[BA-VM/BA-S] [Übung] Jugoslawienkriege in den 1990er Jahren Course details The course times are not decided yet. N.N.
[BA-VM/BA-S] [Übung] Ostdeutsche Frauenzeitschriften Course details

„Für Dich“, „Sowjetfrau“, „Sibylle“ oder „Die Frau von heute“ – der Leipziger Verlag für die Frau bot interessierten Leser*innen der DDR eine Auswahl an Frauenzeitschriften zu den Themen Mode, Haushalt, Freizeit uvm. Die vermeintlich unpolitische Frauenpresse liefert zusammen mit den Presseerzeugnissen der nichtstaatlichen ostdeutschen Frauenbewegungen wunderbare Quellen zur Erforschung von präsentierten Frauen(leit)bildern in einem Land mit staatlich „verordneter Emanzipation von oben“ sowie der Konstituierung einer feministischen Gegenöffentlichkeit ab den 1980er Jahren.
In der Übung werden wir zunächst über die Sekundärliteratur das Konzept Frauenzeitschrift, die Forschungsdebatten zum Stand der Gleichberechtigung in der SBZ/ DDR sowie die feministischen Um- und Aufbrüche nach 1989/90 erschließen. Daran anschließend nähern wir uns der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Untersuchung der Presseerzeugnisse. Das Lernziel der Veranstaltung ist ein vertieftes Verständnis von und Erfahrung mit der praktischen geschichtswissenschaftlichen Arbeit an Archivquellen und speziell dem Quellentyp (Frauen)Zeitschrift.
Studienleistung:
Verfassen eines stichwortartigen Protokolls zu einer Sitzung der Übung, gemeinsamer Besuch der feministischen Bibliothek MONAliasA und der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig (oder virtuell je nach Pandemielage) mit Benutzer*inneneinführung sowie Analyse eines ausgewählten Presserzeugnisses samt Präsentation der Ergebnisse.
Literatur:
Simone Barck/ Siegfried Lokatis/ Martina Langermann (Hrsg.), Zwischen „Mosaik“ und „Einheit“. Zeitschriften in der DDR, Berlin 1991.
Jessica Bock, Frauenbewegung in Ostdeutschland. Aufbruch, Revolte und Transformation in Leipzig 1980-2000 ⇐ Studien zur Geschichte und Kultur Mitteldeutschlands, Bd. 6), Halle (Saale) 2020.
Daniel Schmidt, Ostdeutsche Frauenbewegung. Eine Einführung, Wiesbaden 2015.

Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Katharina Eger, M.A.
[BA-VM/BA-S/MA-IntPol-GPO] [Übung] Ausgewählte Probleme der deutsch-polnischen Literatur- und Kulturbeziehungen Course details

Zwischen Polen und Deutschland bzw. den deutschsprachigen Ländern insgesamt existieren seit Jahrhunderten intensive Kontakte und Beziehungen u. a. in den Bereichen Kultur, Literatur, Wissenschaft oder Sprache, was zu einem vielfältigen und differenzierten Dialog führte, der jedoch oft nicht einfach war. Im Rahmen dieser Übung soll anhand ausgewählter und repräsentativer Fallbeispiele aus dem 19. und vor allem 20. Jahrhundert gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden, wie sich diese Beziehungen in den genannten Bereichen zu verschiedenen Zeiten gestalteten.
Konkret geht es um literarische Texte, die bestimmte gemeinsame historische Erfahrungen thematisieren, ebenso wie um die Problematik von Rezeption und Übersetzung (z. B. der deutschen Literatur in Polen). In diesem Zusammenhang soll auch speziell nach den Vermittler*innen – insbesondere Übersetzer*innen – gefragt werden, von deren individuellem Engagement es häufig abhing, wie sich die Rezeption einzelner Autor*innen entwickelte. Ein weiteres Thema sind literarische Reiseberichte z. B. deutscher Schriftsteller*innen über Polen und die Frage, welches Bild des bereisten Landes dabei vermittelt wird. Schließlich soll auf die institutionellen Rahmenbedingungen des interkulturellen deutsch-polnischen Dialogs eingegangen werden – in dieser Hinsicht werden etwa Fragen der gemeinsamen Wissenschaftsgeschichte (z. B. Germanistik in Polen) bzw. der Auslandskulturpolitik diskutiert. Im Mittelpunkt der Übung stehen neben ausgewählten literarischen Texten auch wissenschaftliche, die die angesprochenen Problembereiche aus methodologisch-theoretischer Sicht beleuchten.

Literatur (zur Einführung)
Jan-Pieter Barbian/ Marek Zybura (Hrsg.): Erlebte Nachbarschaft: Aspekte der deutsch-polnischen Beziehungen im 20. Jahrhundert. Wiesbaden 1999.
Włodzimierz Borodziej/Klaus Ziemer (Hrsg.): Deutsch-polnische Beziehungen. Eine Einführung. Osnabrück 2000.

Dates on Thursday. 11.11.21 15:30 - 17:00, Friday. 19.11.21 13:00 - 19:30, Saturday. 20.11.21 10:30 - 17:00, Friday. 03.12.21 13:00 - 19:30, Saturday. 04.12.21 10:30 - 17:00 PD Dr. Markus Eberharter,
Dr. Paulina Gulinska-Jurgiel
[BA-VV/BA-S] [Seminar] Münzstätten und Münzmeister in Mitteldeutschland. Course details

In Mitteldeutschland gab es im Mittelalter und der frühen Neuzeit eine Vielzahl von Münzstätten, allein im heutigen Sachsen-Anhalt ist mit über 120 zu rechnen. Die Ursache ist u.a. in der politischen Zersplitterung des Territoriums oder auch in der Silbergewinnung im Harz zu suchen. Im Ergebnis kam es hier zu einer sehr umfangreichen Produktion verschiedener Nominale von den Anfängen zur Zeit der Ottonen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.
Die Münzstätten wurden von Münzmeistern betrieben, die meist als selbständige Unternehmer oftmals nur kurzfristige Verträge bekamen und somit äußerst mobil sein mussten. Münzmeisterbiographien zu schreiben ist nicht nur aus diesem Grund kompliziert, ihre Spuren müssen auch über weite Strecken verfolgt werden. Münzmeisterverzeichnisse und Münzstättenregister werden schon seit der 1950er Jahren als Desiderate gesehen und fehlen hier in Mitteldeutschland. Das betrifft vor allem kleinere regionale Münzstätten. Diesen Problemen widmet sich das Seminar.
Erwartet werden eine schriftliche Hausarbeit auf der Grundlage eines mündlichen Referates. Empfohlen wird die Teilnahme an der Übung zu den Quellen der Numismatik. Geplant sind auch die Durchführung von Teilen der Lehrveranstaltung im Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt in der Moritzburg und der europaweit einzigen mit Originalmaschinen des 18. Jahrhunderts ausgestatteten Münzwerkstatt in Stolberg (Harz).
Literatur:
Porteous, John, Münzen, Geschichte und Bedeutung in Wirtschaft, Politik und Kultur, Frankfurt a.M. 1969; Kluge, Bernd, Numismatik des Mittelalters, Handbuch der Numismatik und Thesaurus Nummorum Medii Aevi, Veröffentlichungen der Numismatischen Kommission, Bd. 45, Berlin/Wien 2007; Meding, Henner R., Die Herstellung von Münzen, Von der Handarbeit im Mittelalter zu den modernen Fertigungsverfahren, Gesellschaft für internationale Geldgeschichte, Frankfurt a.M. 2006.

Friday: 08:00 - 09:30, weekly (from 15/10/21) n.a
Dr. Monika Lücke
[BA-VV/BA-S] [Übung] Fehdeforschung. Course details

Kaum etwas prägt unser Bild des Mittelalters so stark wie die ‚Fehde‘ – und kaum ein mittelalterliches Phänomen ist im Laufe der Forschungsgeschichte so unterschiedlich bewertet worden. Sind die unzähligen Kleinkriege adliger (und nicht-adliger!) Fehdeführer ein Ausdruck von Anarchie? Führt die Entstehung fürstlicher bzw. monarchischer Staatlichkeit zur Unterdrückung von Fehdetätigkeit? Stellt das „Schadentrachten“ ein Rechtsinstitut dar – ist Fehde nichts anderes als legale Selbsthilfe? Oder ist die Beraubung von Kaufleuten und „gegnerischen“ Bauern ein Markenzeichen des degenerierten Raubrittertums? Konnte man durch Fehdetätigkeit langfristig Gewinne generieren? Oder diente Fehdeführung nichtökonomischen Zielen – trug sie in einer gewalttätigen Adelsgesellschaft zum Aufbau und Erhalt sozialer Reputation bei?

In der Übung werden wir verschiedene Deutungs- und Forschungsansätze analysieren und zugleich selbständig konkrete Fallbeispiele und Quellen erforschen. Wir beschäftigen uns also mit der bisherigen Fehdeforschung, um anschließen selber Fehdeforschung zu betreiben. In diesem Rahmen besteht auch die Möglichkeit, mit originalem (bzw. digital reproduziertem) Archivmaterial zu arbeiten. Als Studienleistung ist ein Fallbeispiel oder ein Quellenkonvolut zu analysieren; die Forschungsergebnisse sind als Poster zu präsentieren.

Zur Orientierung: Christine Reinle, Artikel „Fehdewesen“, in: Historisches Lexikon Bayerns, 2013, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Fehdewesen>; Hans Henning Kortüm, „Fehde“/„Gottesfriede, Landfriede“, in: Martial Staub/Gert Melville (Hg.), Enzyklopädie des Mittelalters, 2008, S.247f.

Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. Georg Jostkleigrewe
[BA-VV/BA-S] [Übung] Quellen zur Numismatik Course details

Zu den Quellen der Numismatik zählen klassisch Münzen, Münzfunde und schriftliche Quellen. Die erste und zweite Gruppe stellen den überwiegenden Teil des heute vorliegenden Materials dar − die schriftlichen Quellen fließen zum Teil spärlich und sind erst in der Neuzeit häufiger in Archiven zu finden. Erst seit jüngster Zeit wird auch die Münztechnik, also die Ausstattung der Münzstätten, als Teil der Überlieferung wahrgenommen.
In der Übung geht es um die wissenschaftliche Bearbeitung von Quellen im Kontext weiterer historischer Hilfswissenschaften als Grundlage der wissenschaftlichen Bearbeitung verschiedener numismatischer Probleme wie der Münzstätten- oder Münzmeisterforschung.
In der Übung werden als Studienleistungen die Transkription eines Textes sowie eine Beschreibung und historische Einordnung einer Münze, jeweils im Umfang von etwa 3 Seiten, erwartet. Die Teilnahme an der Übung und dem Seminar in diesem Modul ist zu empfehlen.
Literatur:
Beck, Friedrich/Henning, Eckhardt, Die archivalischen Quellen, Mit einer Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften, 4. Aufl., Köln, Weimar, Wien 2004; Emmerig, Hubert, Glossar zu Münztechnik und Münzverwaltung in Spätmittelalter und früher Neuzeit, Zum frühneuhochdeutschen Wortschatz in ausgewählten Quellen (14.-17. Jahrhundert), Braunschweig 2006; Claus, Julius Eberhard Volkmar, Kurtzgefaßte Anleitung zum Probieren und Münzen, Stolberg 1753 (Reprint Nordhausen 2004).

Friday: 10:30 - 12:00, weekly (from 15/10/21) n.a
Dr. Monika Lücke
[MA-B] [Übung] Pflichtberatung zum Umgang mit Forschungsdaten / Masterarbeit Course details

Die Pflichtberatung zum Umgang mit Forschungsdaten im Rahmen der Abfassung der Masterarbeit ist ein noch relativ neues Detail der Masterprüfung. Nicht vergessen, ohne diese Beratung können Sie Ihr Studium nicht abschließen. Sinnvoll ist diese Beratung vor allem zu Beginn Ihrer Masterarbeit, wenn Sie bereits eine Forschungsfrage entwickelt und eine Übersicht über die Quellen gewonnen haben. Die Beratung hilft Ihnen dabei, Hilfsmittel und Methoden der Analyse passfähig zu konzipieren und zeigt Ihnen, wie Sie Forschungsdaten aufbauen, veröffentlichen oder nachnutzen können.
Wichtiger Hinweis: Wenden Sie sich für die Vereinbarung eines Termins bitte selbsttätig an die Dozentin: katrin.moeller@geschichte.uni-halle.de.

The course times are not decided yet. Dr. Katrin Moeller
[MA-F] [Kolloquium] Current Topics in Empirical Economics and Economic History Course details

In diesem gemeinsamen Online-Kolloquium werden pro Semester etwa 6 auswärtige Gäste zu Vorträgen eingeladen. Die Veranstaltung wird vom Lehrstuhl für Empirische Makroökonomik (Lars Börner) organisiert, in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Wachstum und Entwicklung (Wolf-Heimo Grieben), der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Georg Fertig) und mit Michael Kopsidis (IAMO, Apl. Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Juristisch-Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der MLU). Das jeweilige Programm ist zu finden unter: https://iw.wiwi.uni-halle.de/research_seminar/.

Prüfungsleistung für Studierende im Master Geschichte: nach Absprache mit Georg Fertig

Thursday: 15:30 - 17:00, fortnightly (from 21/10/21) n.a
Prof. Dr. Georg Fertig,
Prof.Dr. Lars Börner
[MA-F] [Kolloquium] Forschungskolloquium Alte Geschichte Course details

Das Forschungscolloquium Alte Geschichte bietet Studierenden, die ihre Abschlußarbeit (Master Alte Geschichte, Master Geschichte, wissenschaftliche Hausarbeit mod. Staatsexamen) im Bereich der Alten Geschichte schreiben, die Möglichkeit, diese als work in progress zu präsentieren und von Diskussionen zu profitieren. Angesprochen sind zudem alle Doktoranden/Doktorandinnen des Faches. Sehr gerne können auch Studierende des BA Klassisches Altertum sich hier über die aktuellen Forschungsvorhaben am Lehrstuhl orientieren. Vorträge von auswärtigen Gästen komplettieren unser Programm. Falls es uns die Pandemie-Lage gestattet, werden wir das Colloquium auch gerne wieder dazu nutzen, uns bei der Semestereröffnungs- und der Semesterabschlußfeier persönlich näher kennenzulernen.

Studienleistung (für MA Geschichte):
Mündlicher Beitrag

The course times are not decided yet. Prof. Dr. phil. habil. Angela Pabst,
Dr. Sandra Scheuble-Reiter
[MA-F] [Kolloquium] Forschungskolloquium für BA und MA Course details

Das Kolloquium dient der Vorbereitung und Begleitung von Qualifikationsschriften. Die Teilnehmer*innen vertiefen ihr historiographisches Handwerkszeug zielgerichtet mit Blick auf ihre Abschlussarbeiten. Sie diskutieren an konkreten Fällen Inhalte und Formate wissenschaftlicher Schriften, wobei es nicht erforderlich ist, dass sie bereits an einem konkreten Thema arbeiten. In manchen Fällen führt das Oberseminar auch erst dazu, ins Auge gefasste Themenfelder präziser auszuloten und damit bearbeitbar zu machen.
Fortgeschrittene Studierende im BA- und im MA-Studiengang respektive Staatsexamenskandidat*innen können in einer Präsentation die Problematik, die Fragestellung, die Quellen und die Methoden und vielleicht auch schon erste Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen. Diese Konzepte werden dann im Plenum konstruktiv besprochen.

Wednesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. Silke Satjukow,
Dr. habil. Jeannette van Laak
[MA-F] [Kolloquium] Kolloquium zur Zeitgeschichte Course details

Wir starten am 21. Oktober sportlich: Julian Rieck (Berlin) stellt sein Dissertationsprojekt zur Geschichte des Fußballklubs Real Madrid während der Franco-Diktatur vor. Welche Sinn hat es nun – angenommen Sie wären weder Fußball- noch Spanienenthusiastin -, sich in der Form eines Kolloquiums mit diesem oder anderen Projekten (zu wiederum ganz anderen Themen) auseinanderzusetzen?
Unsere Forschungskolloquien gehen von der Erfahrung aus, dass sich viele Grundfragen geschichtswissenschaftlicher Projekte unabhängig von Thema und Format (Masterarbeit, Dissertation, Staatsexamensarbeit …) immer wieder in ähnlicher Weise stellen: Wie finde ich eine sowohl interessante, als auch lösbare Fragestellung? Wie komme ich zu neuen Erkenntnissen, statt nur das von anderen schon Geschriebene noch einmal zusammenzufassen? Mit welchen Methoden und Untersuchungsstrategien gehe ich vor, und welche Chancen oder Tücken birgt welches Quellenmaterial? Und ist mein Thema nicht eigentlich viel zu groß? Weil diese Fragen sich also immer wieder stellen, ist es nützlich zu erfahren, wie andere damit umgehen und sich Tipps von anderen zu holen. Sie können sich hier also durch die Projekte anderer anregen lassen und Ihrerseits die anderen durch Ihre Beiträge anregen.
Das Spektrum der vorgestellten Projekte reicht von den Masterarbeiten hallescher Studierender bis zu den Forschungsvorhaben erfahrener Wissenschaftler*innen anderer Universitäten. Gerade letztere bieten Ihnen Gelegenheit, Ihren Blick über den halleschen Lehrbetrieb hinaus zu weiten. Falls Sie selbst interessiert sind, Ihr Projekt im Rahmen des Kolloquiums vorzustellen, so wenden Sie sich bitte bis Anfang Oktober 2021 per Mail an mich.
Angesiedelt im Forschungsmodul des Master-Studiengangs sind im Kolloquium zugleich alle Interessierten herzlich willkommen! So oder so erhoffe ich mir von Ihnen Diskussionsbereitschaft (formal „Studienleistungen“ genannt) und schlicht: Neugier.
Nach derzeitigem Planungsstand wird das Kolloquium in Präsenz stattfinden. Sollten sich durch die Pandemielage Änderungen ergeben, teile ich dies rechtzeitig auf dieser Seite mit.

Thursday: 18:00 - 19:30, weekly (from 21/10/21), Location: (Besprechungsraum des Instituts für Geschichte (R 1.06.0))
Prof. Dr. Patrick Wagner
[MA-F] [Kolloquium] Neue Forschungen zum Mittelalter, Geschichtsstudium und Beruf Course details Monday: 18:00 - 19:30, weekly (from 11/10/21) n.a
Prof. Dr. Georg Jostkleigrewe,
Prof. Dr. Klaus Krüger
[MA-F/MA-IntPol-IFP] [Kolloquium] Forschungskolloquium: Osteuropäische Geschichte / Interdisziplinäre Polenstudien Course details

Das Kolloquium für Osteuropäische Geschichte & Interdisziplinäre Polenstudien ist ein Diskussionsforum für fortgeschrittene Studierende (auch BA) im Fach Geschichte und im MA Interdisziplinäre Polenstudien, die MitarbeiterInnen und DoktorandInnen der Professur für Osteuropäische Geschichte und des Aleksander-Brückner-Zentrums für Polenstudien sowie für andere Interessierte. Auch Student*nnen, die sich nur für einzelne Vorträge interessieren, sind immer willkommen!
Hier haben Sie Gelegenheit, sich mit aktuellen Themen der Forschung zum östlichen Europa vertraut zu machen. Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland präsentieren ihre laufenden Forschungsprojekte und stellen sich der Diskussion.
Auch Studierende der Geschichte sowie benachbarter geistes- und gesellschaftswissenschaftlicher Fächer sind eingeladen, ihre Abschlussarbeiten im Laufe der Entstehung zu präsentieren und konstruktiv zu diskutieren.
Die Studienleistung besteht aus drei Sitzungsprotokollen; eine Anleitung finden Sie auf StudIP.

Wednesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. Yvonne Kleinmann
[MA-GM/MA-IntPol-GPO] [Seminar] Stadtgeschichte digital Course details Wednesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Martin Rohde
[MA-IntPol-BIL] [Seminar] Einführung in die Interdisziplinären Polenstudien Course details

Jedes Jahr bricht der Masterstudiengang Interdisziplinäre Polenstudien (MLU Halle & FSU Jena) für eine Woche zu einer polnischen Partneruniversität auf, um gemeinsam mit polnischen Student*innen und Dozent*innen ein aktuelles Rahmenthema aus den Perspektiven unterschiedlicher Fächer zu diskutieren. Darüber hinaus geht es darum, eine Stadt zu erkunden. Studierende verwandter Fächer (MA und fortgeschrittener BA) sind eingeladen, sich der Exkursion anzuschließen. In Absprache mit ihren Dozent*innen können Sie die Exkursion als Studienmodul anerkennen lassen. Polnischkenntnisse sind nicht erforderlich.
In diesem Semester wird die Reise nach Katowice gehen, die Hauptstadt der Region Oberschlesien. Aktuell wandelt sich die Stadt von einer Bergwerks- und Schwerindustriemetropole in ein Zentrum der Dienstleistungen und neuen Technologien. Historisch ist Katowice/Kattowitz Teil der polnischen und der deutschen Geschichte – ein Thema, das uns sicher beschäftigen wird.
Die beteiligten Dozent*innen aus Halle, Jena und Katowice steuern historische, literatur- und sprachwissenschaftliche sowie soziologische und kulturwissenschaftliche Seminareinheiten bei, die mit Exkursionen in die Stadt und ihre Umgebung verbunden sind.

Lehrende:
Dr. Paulina Gulińska-Jurgiel (Halle), Prof. Dr. Yvonne Kleinmann (Halle), Irenäus Kulik, M.A. (Jena), Prof. Dr. Ruprecht von Waldenfels (Jena), Johann Wiede, M.A. (Jena) und Kolleg*innen aus Katowice.

Studien-/Prüfungsleistung:
Die Studienleistung erbringen Sie durch vorbereitende Lektüre und Mitgestaltung des Exkursionsprogramms, die Prüfungsleistung durch eine schriftliche Hausarbeit.

Kosten:
Reise- und Übernachtungskosten werden vollständig aus Mitteln des DAAD gedeckt.

Literatur:
Den digitalen Seminar-Reader zur Vorbereitung finden Sie bald auf StudIP.

The course times are not decided yet. Prof. Dr. Yvonne Kleinmann,
Dr. Paulina Gulinska-Jurgiel
[MA-MI/MA-nMI] [Seminar] Das Privatarchiv als Quelle für die Geschichtswissenschaft? Erkenntnismöglichkeiten und Herausforderungen von Citizien Science Course details

Die Mutter Erna schreibt zwischen 1934 und 1944 Tagebuch über das Aufwachsen ihrer Kinder, der Vater Hermann fotografiert und filmt seine Familie, die fünfjährige Gisela malt Bilder, wie die Familie unter dem funkelnden Sternenhimmel 1950 aus Halle/Saale nach Hannover flieht.
Selbstzeugnisse und Egodokumente besaßen in der Geschichtswissenschaft schon immer eine herausragende Bedeutung, geben sie doch einen Blickwinkel auf die Geschichte, die behördliche Akten oder allgemeine Chroniken nur schwer geben können. Im 20. Jahrhundert potenziert sich die Flut solcher Quellen, die heute im digitalen Raum zunehmend auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Aber kann die Geschichtswissenschaft mit der Vielzahl von Fotos, Tagebüchern, Schriften, Filmen, Tonaufnahmen und anderen Hinterlassenschaften auch historische Forschung betreiben? Worin liegen Potentiale und Grenzen dieser privaten Hinterlassenschaften und genealogischen Forschungen? Anhand des Archivs der Familie von Herman Klaetsch (geb. 1903) und seiner Ehefrau Erna Theilig (geb. 1905), die zwischen 1937 und 1950 in Halle/Saale lebten, will das Seminar nach Forschungsansätzen und –bezügen suchen und anhand eigener Projekte Antworten auf diese Fragen finden und schreiben.

Literatur: Ulbrich, Claudia/Medick, Hans/Schaser, Angelika (Hrsg.), Selbstzeugnis und Person. Transkulturelle Perspektiven, Berlin 2012.
Hinweis: Alle Quellen werden digital zur Verfügung gestellt.

Wednesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Katrin Moeller
[MA-MI/nMI] [Seminar] Visual History Course details

Egal ob Instagram, Snapchat, Reddit oder TikTok – unser Alltag ist von Bildern dominiert. Wir denken, kommunizieren, erinnern durch diese. Das ist letzten Endes das Ergebnis eines historischen Prozesses, der mit der Erfindung und Popularisierung visueller Technologien wie der Fotografie und des Films vor rund anderthalb Jahrhunderten seinen Anfang genommen hat. Das 20. Jahrhundert ist also vor allen Dingen ein „Jahrhundert der Bilder“ (Gerhard Paul), dessen Geschichte(n) nicht ohne die Berücksichtigung visueller Quellen geschrieben werden können. Dieser Beobachtung Rechnung tragend erlebte die Zeitgeschichte vor rund 15 Jahren eine visuelle „Wende“: Bilder wurden nicht mehr nur als illustratives Beiwerk zu Texten verstanden, sondern als Quellen und eigenständige Gegenstände historischer Forschung. Auch in der Geschichtsdidaktik fanden Bilder verstärkte Aufmerksamkeit und die Frage, wie Bilder das Lernen von Geschichte beeinflussen, wurde virulent. Unter dem Schlagwort „Visual History“ (Gerhard Jagschitz) entwickelte sich seit den 2000er-Jahren ein lebendiges, innovatives und transdisziplinäres Forschungsfeld innerhalb der Zeitgeschichte, das sich mit der Visualität von Geschichte und mit der Historizität des Visuellen auseinandersetzt – ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte.
Ziele der LV: Anhand verschiedener Beispiele aus der Zeitgeschichte lernen Student*innen in diesem Seminar die Geschichte sowie die theoretischen und methodologischen Grundlagen der „Visual History“ kennen. Im Kontext der Studienleistungen werden sie das angeeignete Wissen an einem individuell auszuwählenden Thema der Zeitgeschichte erproben.
Die Modulleistung besteht aus einer Hausarbeit (Masterstudiengänge) oder mündliche Prüfung (Lehramtsstudiengänge)
Literatur:
Christine Brocks, Bildquellen der Neuzeit, Paderborn 2012.
Jens Jäger, Fotografie und Geschichte, Frankfurt am Main 2009.
Gerhard Paul (Hg.), Visual History. Ein Studienbuch, Göttingen 2006.

The course times are not decided yet. N.N.
[MA-MII/MA-nMII] [Seminar] Militär und Gesellschaft in der DDR und der Bundesrepublik. Neuere Forschungen zu einer integralen deutschen Zeitgeschichte Course details

Die Einstellung der Deutschen zum Einsatz von militärischer Gewalt ist bis heute durch die Erfahrungen der Vergangenheit geprägt. Die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, die Entmilitarisierungspolitik der Alliierten, die Wiederbewaffnung ab 1955/56 und der Kalte Krieg im nuklearen Zeitalter: All das wirkt bis heute nach. Insbesondere die heftige Debatte um „Nachrüstung“ und Rüstungskontrolle vor dem Hintergrund des NATO-Doppelbeschlusses vom 11. Dezember 1979, die Massenproteste und die Umsetzung, haben das zivil-militärische Verhältnis zu einer auch politisch, sozial und kulturell relevanten historischen Dimension gemacht, die zudem unter den entgegengesetzten Bedingungen von Demokratie und Diktatur unterschiedlich ausfiel.
Wie lässt sich das schwierige Verhältnis von Militär und Gesellschaft erforschen? Ist es möglich und sinnvoll, dazu den ost- und westdeutschen Fall gemeinsam in den Blick zu nehmen? Inwieweit kann der militär- und gesellschaftsgeschichtliche Rückblick auf den Kalten Krieg die Probleme nach der Wiedervereinigung erklären? Diese Leitfragen der jüngeren Zeitgeschichte wollen wir in unserem Seminar auf zwei Arten aufgreifen. Zum einen wollen wir das Verhältnis der politischen Parteien, der Gewerkschaften, der Wissenschaft, der Kirchen und der Friedensbewegung zu den Streitkräften näher betrachten.
Zum anderen wollen wir Ansätze einer deutsch-deutschen Zeitgeschichte aufgreifen und Forschungskontroversen diskutieren. Statt die Geschichte der DDR und der Bundesrepublik (nur) getrennt zu erforschen, zielen erste übergreifende Studien mithilfe vergleichs- und verflechtungsgeschichtlicher Methoden darauf, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bzw. innerdeutsche Bezüge herauszustellen. Zwar entwickelten sich beide Staaten in den zwei Jahrzehnen vor der Wiedereinigung weiter auseinander, doch beide mussten Antworten auf die „globalen“ politischen, sozialen und kulturellen Umbrüche finden. Nicht zuletzt mussten beide Seiten die Existenz von Streitkräften durchsetzen und legitimieren. Zudem bildete die Bundesrepublik bis 1989/90 einen Bezugsrahmen für die ostdeutsche Gesellschaft. Insofern konzipieren Historiker/innen auch die deutsch-deutsche Zeitgeschichte vor allem als eine Vorgeschichte unserer Gegenwart. Als Diskussionsgrundlage dienen uns neben der gemeinsamen Lektüre von Basistexten Kurzreferate, die vor dem Blockseminar auf StudIP bereitzustellen sind. Weil der Mehrwert der Lehrveranstaltung wesentlich von der rechtzeitigen Vorbereitung (Lektüre) abhängt, ist entsprechende Zeit einzuplanen.


Einführungsliteratur:
Jörg Echternkamp (Hg.), Militär- und Gesellschaft in Ost- und Westdeutschland 1970–1990, Berlin 2021; Frank Bösch (Hg.), Geteilte Geschichte. Ost- und Westdeutschland 1970–2000, Göttingen 2016; Anselm Doering-Manteuffel, Lutz Raphael, Thomas Schlemmer (Hg.), Vorgeschichte der Gegenwart. Dimensionen des Strukturbruchs nach dem Boom, Göttingen 2016.

Dates on Friday. 14.01.22 13:00 - 16:00, Saturday. 15.01.22 09:00 - 16:00, Sunday. 16.01.22 09:00 - 13:00 Prof. Dr. Jörg Echternkamp
[MA-MII/MA-nMII] [Seminar] Modern Times. Die 1920er Jahre Course details

Urbanisierung, Gentrifizierung, Metropolisierung, Globalisierung, Feminismus – diese Schlagwörter von heute nahmen vor hundert Jahren ihren Anfang.
Die „neue“ Frau von damals trug Bubikopf und präsentierte sich kokett mit Zigarette, die Großstädte blitzten des Abends im Meer der Leuchtreklamen, in den großen Lichtspielhäusern löste der Tonfilm allmählich den Stummfilm ab, Männer und Frauen probierten neue Kleider und neue Rollen aus und vergnügten sich beim Charleston – und die Werbung versprach Luxusgüter für jedermann: Nachdem mit dem Ersten Weltkrieg Konventionen und Traditionen vernichtet worden waren, brachten die Roaring Twenties beziehungsweise die Goldenen Zwanziger Jahre neue Leitbilder und neue Kultur- und Konsummuster hervor. Die Zwischenkriegszeit brachte den ersten Durchbruch der Moderne, die sich später in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dann vollends Bahn brechen sollte.
In diesem Seminar sollen die produktiven wie die destruktiven Spannungen zwischen den beiden Weltkriegen, zwischen Aufschwung und Krise, zwischen Aufbruch und Resignation aus einer globalen Perspektive rekonstruiert und diskutiert werden.

HINWEIS: Das Seminar bereitet auch auf das Staatsexamen vor.

Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. Silke Satjukow
[MA-nGV/MA-nGM] [Seminar] Erinnerungsorte Anhalts: das kollektive Gedächtnis einer Region erforschen und präsentieren. Course details

Mit „Erinnerungsorten“ beschäftigen sich Historiker*innen schon lange. Sie verstehen darunter Orte, Personen, Ereignisse, Gegenstände und Symbole, in denen sich das kollektive Gedächtnis einer Gruppe manifestiert. Wurden solche Erinnerungsorte zunächst vor allem in Bezug auf „Nationen“ erforscht (z.B. als deutsche Erinnerungsorte: die Reformation, Goethe, der Reichstag), haben zuletzt auch transnationale und regionale Erinnerungsorte Aufmerksamkeit gefunden. Wir wollen uns im Seminar auf die Suche nach anhaltischen Erinnerungsorten begeben und damit danach fragen, was Anhalt im kollektiven historischen Gedächtnis ausmacht. Beispiele für solche Erinnerungsorte wären die Burgruine Anhalt, Herzog Albrecht der Bär, Zarin Katharina die Große, das Wörlitzer Gartenreich, Junkers, das Bauhaus.
Ziel der Veranstaltung ist es, solchen Erinnerungsorten forschend von der Zeit ihrer Entstehung bis in die Gegenwart nachzuspüren. Erwartet wird die Bereitschaft zur fundierten Aufarbeitung eines solchen Erinnerungsortes in Form einer gut lesbaren Darstellung, deren Veröffentlichung (online oder Print) angestrebt wird. Freude an der intensiven Vertiefung in ein Thema und am kreativen, gleichwohl wissenschaftlichen Schreiben ist daher von Vorteil.

Leistung: Schriftliche Erarbeitung und Präsentation eines Erinnerungsortes.

Literatur:
Étienne Francois/Hagen Schulze (Hrsg.), Deutsche Erinnerungsorte, 3 Bde., München 2001
Stefan Berger/Joana Seiffert (Hrsg.), Erinnerungsorte: Chancen, Grenzen und Perspektiven eines Erfolgskonzeptes in den Kulturwissenschaften, Essen 2014
Lena Krull (Hrsg.), Westfälische Erinnerungsorte. Beiträge zum kollektiven Gedächtnis einer Region, Paderborn 2016.

Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Michael Hecht
[MA-nKT] [Seminar] Klassische Texte Course details

Dieses Seminar richtet sich an gezielt an die Masterstudierenden des Faches Geschichte am Beginn des Studiengangs, im optimalen Fall im ersten Semester. Es soll eine allen Masterstudierenden gemeinsame Grundlage schaffen durch die Lektüre und Diskussion von Texten, die in der Geschichtswissenschaft als „klassisch“ gelten. Von Woche zu Woche werden wir einen solchen Text lesen – von Leopold von Ranke über Karl Marx und Fernand Braudel zu Joan W. Scott und Dipesh Chakrabarty. In der Seminardiskussion erarbeiten wir uns das Potential des Textes und des in ihm vertretenen Ansatzes. Schließlich versuchen wir, den jeweiligen Ansatz auf konkrete Problemstellungen anzuwenden.
Die Auswahl der Texte soll einen Überblick über wichtige Personen, Theorien und Methoden bieten. Zugleich gibt Ihnen das Seminar Gelegenheit, durch eine problemorientierte Diskussion über Grundlagentexte Ihr eigenes Selbstverständnis als Historiker*in zu schärfen. Im Grunde geht es auch darum, jeder und jedem zu erleichtern, die vielfältigen Möglichkeiten innerhalb des weiten Daches der Historie zu entdecken und eigene Pfade darin zu beschreiten.
Als Studienleistung erwarte ich von Ihnen die aktive Diskussionsteilnahme in den Sitzungen (was die Lektüre vorbereitender Literatur voraussetzt); zudem verfassen Sie zu jeder Sitzung einen Essay zum Grundlagentext von zwei Seiten (5.000 Zeichen) Länge. In diesen Essays erörtern Sie kritisch Kernfragen des Grundlagentextes und formulieren prägnant Ihre eigene Position. In den Sitzungen gehen wir von Ihren Essays als Diskussionsimpulsen aus.
Die Modulleistung besteht in einer kumulativen Hausarbeit, d.h. aus den in der beschriebenen Art und Weise von Ihnen im Laufe des Semesters verfassten Texten.
Das Seminar/Modul ist so angelegt, dass Sie am Ende der Vorlesungszeit (Anfang Februar 2022) bereits alle Studienleistungen- und Ihre Modulleistung erbracht haben werden. Der Vorteil: In den anschließenden Semesterferien verlangt dieses Seminar/Modul von Ihnen nichts mehr. Das bedeutet aber auch: Die gesamte Arbeitsleistung von 10 Leistungspunkten, entsprechend 300 Arbeitsstunden, entfällt auf die Vorlesungszeit. Dieses Seminar/Modul ist folglich in dieser Zeit sehr arbeits- und zeitaufwendig. Bedenken Sie dies bitte bei Ihrer Semesterplanung!
Nach derzeitigem Planungsstand ist das Seminar als Präsenzseminar organisiert. Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern sollten, werde ich dies über StudIP mitteilen.

Monday: 13:00 - 15:30, weekly (from 11/10/21) n.a
Prof. Dr. Patrick Wagner
[MA-nVI] [Vorlesung] Die Macht der Rede. Die antike Rhetorik aus historischer Perspektive Course details

Die Kunst, mittels eines mündlichen Vortrags die Zuhörerschaft von sich selbst und/oder den vorgebrachten Argumenten zu überzeugen, konnte in der Antike in verschiedenen Kontexten hilfreich, ja sogar erforderlich sein. Daher überrascht es kaum, daß es eine Menge Lehrbücher gab, welche die Menschen beim Erlernen solcher Fertigkeiten unterstützten. In den Blick der Geschichtswissenschaft geraten derartige Texte aber äußerst selten. Das freilich ist ausnehmend schade, haben diese Quellen doch nicht zuletzt für historisch Interessierte viel – darunter auch wirkliche Überraschungen – zu bieten: So greifen wir bei Quintilian beispielsweise ein pädagogisches Konzept für die Grundschule, bekommen die Gesten beschrieben, mit denen ein Redner seine Ausführungen unterstreichen sollte, und erfahren, daß die Rede einer Frau ebenfalls wertgeschätzt und als Schullektüre verwendet wurde. Aristoteles verschafft uns etwa einen Eindruck davon, wie psychologische Einflußfaktoren reflektiert wurden; die Rhetorica ad Herennium führt mitten in die politischen Kämpfe der späten Republik; Ciceros de inventione gewährt mit Definitionen positiv bewerteter Eigenschaften Einblicke in das Normengefüge der römischen Gesellschaft. Mit Menander Rhetor lassen sich Rituale beim Besuch eines Kaisers und die Erwartungshaltungen an ihn erkunden. Auch die Musterreden des Andokides mit den Hauptvarianten von Tötungsdelikten und die absurden Gerichtsfälle, die Seneca d. Ä. präsentiert, sind weit mehr als Kuriositäten. Hier und an anderen Stellen gilt: Es gibt Neues in großer Zahl zu entdecken…
Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Die Vorlesung gehört neben MA Vormoderne I zum Modul Gesellschafts- und Verfassungsgeschichte des Master Alte Geschichte. Falls möglich, wird sie in Präsenz durchgeführt (andernfalls synchron über webex sowie asynchron mit Materialien in Ordnern zu den einzelnen Sitzungen).

Studienleistung:
Übungsaufgaben

Literatur:
Michael Erler/ Christian Tornau, Einleitung: Was ist antike Rhetorik? In: Dies. (Hrsgg.), Handbuch Antike Rhetorik, Berlin/Boston 2019 (scan in studip eingestellt).
Wilfried Stroh, Die Macht der Rede. Eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom, Berlin 2009.
Texte zu den Themen der einzelnen Sitzungen werden Sie in den Ordnern zur jeweiligen Sitzung finden.

Thursday: 13:00 - 14:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Angela Pabst
[MA-nVI/MA-nVII/MA-TA/MA-TB] [Seminar]Krieg und Frieden in der Antike Course details

Bereits in der antiken Literatur ist eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Phänomenen Krieg und Frieden nachweisbar. So gingen beispielsweise Thukydides und Polybios der Frage nach den Gründen für bestimmte Kriege nach, für Tacitus gab es eine untrennbare Verbindung zwischen Kriegen und dem Schicksal der Völker und für Aristoteles war Krieg überhaupt nur erlaubt, wenn das Ziel die Wiederherstellung des Friedens war. Im Rahmen des Seminares werden wir zum einen nach den verschiedenen Formen der Konfliktaustragung fragen, d.h. wann von einem Krieg und wann von einem Bürgerkrieg gesprochen wurde, warum Krieg geführt wurde, wie bei den antiken Griechen und Römern das Kriegsrecht gestaltet war usw. Zum anderen sind die Formen gewaltloser, diplomatischer Konfliktlösungen und Konzepte sowie Methoden zur Sicherung des Friedens in den Blick zu nehmen.

Studienleistung: Referat und regelmäßige aktive Teilnahme

Literatur:
G. Binder, B. Effe (Hg.), Krieg und Frieden im Altertum, Trier 1989.
H. Meller, M- Schefzik, Krieg - eine archäologische Spurensuche: Begleitband zur Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale); 6. November 2015 bis 22. Mai 2016, Darmstadt 2015.
K. A. Raaflaub (Hg.), War and Peace in the Ancient World, Malden, Mass. u.a. 2007.

Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Sandra Scheuble-Reiter
[MA-VI/MA-nVI] [Seminar] Gerichtsakten als Quellen Course details

Gerichtsakten bieten v.a. mit den beinhalteten Verhörprotokollen einen beeindruckenden Einblick in die Lebenswelten und Wertvorstellungen von Menschen. Vor diesem Hintergrund könnten die zudem noch spannend zu lesenden Akten von Hexenprozessen über Mordanklagen und Inzestfällen bis hin zu Kriegsverbrechen einen einmaligen Quellenfundus bieten. Dennoch begegnen Historiker*innen dieser Quellengattung, wenn es über den eigentlichen inhaltlichen Gegenstand hinausgeht mit einer durchaus verständlichen Skepsis. Als Egodokumente erscheinen bspw. die beinhalteten Verhörprotokolle und Zeugenaussagen vielfältig gebrochen, eventuell sogar erzwungen und durch die formalen Kriterien von Prozessablauf und Dokumentation standardisiert.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen neben der Lektüre von Gerichtsakten und einer Einführung in die Kriminalitätsgeschichte Überlegungen dazu, unter welchen quellenkritischen Voraussetzungen Gerichtsakten für unterschiedliche historische Fragestellungen geeignet erscheinen können – bzw. eine Auseinandersetzung damit, welche (sozialen) Wissensbestände diese Quellengatten zu transportieren in der Lage ist.

Einführende Literatur:
Fuchs, Ralf-Peter (Hrsg.), Wahrheit, Wissen, Erinnerung: Zeugenverhörprotokolle als Quellen für soziale Wissensbestände in der Frühen Neuzeit, Münster 2002.
Schwerhoff, Gerd, Aktenkundig und gerichtsnotorisch. Einführung in die historische Kriminalitätsforschung. Tübingen 1999.

Friday: 08:00 - 09:30, weekly (from 15/10/21) n.a
Dr. Anne Purschwitz
[MA-VI/MA-nVI] [Seminar] Vormoderne Grabdenkmäler und was sie uns sagen können. Course details

Seit etwa vierzig Jahren werden Grabdenkmäler als Quellenmaterial auch von Historikern herangezogen. Zuvor galten sie als geeignet für dekorative Illustrationen und blieben ansonsten den Kunsthistorikern vorbehalten.
In den vergangenen Jahren ist nun eine Vielzahl an Büchern und Aufsätzen erschienen, in denen Grabmäler als historische Quelle verwendet wurden, mit deren Hilfe nicht nur andere Quellengattungen ergänzt, sondern möglicherweise auch Bereiche ausgelotet werden können, die solchen nicht mehr zugänglich sind.
Das mittelalterliche und frühneuzeitliche Grabdenkmal stellt keine einheitliche Quellengattung dar. Sein Quellenwert setzt sich vielmehr aus einzelnen heterogenen Komponenten zusammen, die geeignet sind, historisch relevante Informationen zu geben und die ihrer Art nach unterschiedlichen Quellengattungen zugeordnet werden können. So weist die größte Zahl von ihnen eine Inschrift auf, die, meist in ein feststehendes Formular gefügt, Auskunft über Namen und Stand des Verstorbenen sowie das Todesdatum gibt. Weiterhin tragen viele Grabplatten eine bildliche Darstellung, die häufig den Verstorbenen selbst zeigt, aber auch sein Wappen oder Hausmarke oder einfach ein christliches oder ständisches Symbol wiedergeben kann. Schließlich vermittelt auch das Denkmal selbst durch sein Material, seine Herstellungstechnik und seinen Standort Informationen.
Das Seminar gibt anhand ausgewählter Texte einen Überblick über die hier skizzierten jüngeren Forschungsansätze. Vorgesehen sind Besuche auf dem Stadtgottesacker sowie im universitären Zentrum für manuelle Reproduktionstechniken der Sepulkralkultur.
Die Modulleistung besteht im Verfassen einer wissenschaftlichen Hausarbeit, Studienleistungen sind regelmäßige (auch schriftliche) Hausaufgaben in Form von Vorbereitung einer Quelle / eines Sekundärtextes, Inhaltsangabe, Zusammenfassung eines wiss. Aufsatzes sowie die Übernahme eines Sitzungsprotokolls.

Monday: 15:30 - 17:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Prof. Dr. Klaus Krüger
[MA-VI/MA-nVI] [Vorlesung] [IAS/Wiwi/Agrar] Economic History I Course details

Starting in the winter term 2021, this lecture will be held in English. The main subject is the transition to the modern world during the Industrial Revolution, which first took place in Britain. We will address four guiding questions:
(1) What determines agricultural dynamics and stagnation in pre-industrial societies?
(2) Under which specific conditions could pre-industrial growth be transformed into modern growth?
(3) Why does the Industrial Revolution represent an epochal structural break only comparable to the Neolithic Revolution?
(4) How did the Industrial Revolution proceed? Why was Great Britain first?

Literature:
Robert C. Allen, The Industrial Revolution: A Very Short Introduction (Oxford 2017).

Requirements:
The lecture is part of study programmes in economics, agrarian sciences, international area studies, and history. The "Prüfungsleistung" in economics and agrarian sciences is a "Klausur", please contact Prof. Kopsidis. The "Prüfungsleistung" in IAS is also a "Klausur", please contact Prof. Fertig. There is no "Prüfungsleistung" in history; the written "Studienleistung" will consist of three session protocols, please contact Prof. Fertig.

Monday: 15:30 - 17:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Prof. Dr. Georg Fertig,
Prof. Dr. Michael Kopsidis
[MA-VII/MA-nVII] [Seminar] Migration im Mittelalter. Globale Dimensionen und transkulturelle Verortungen Course details

Migration ist viel mehr als die Bewegung von Menschen zwischen verschiedenen Orten. Migration bringt Menschen dazu, sich zu „verorten“ – anzukommen an einem Ort, mit neuen NachbarInnen und neuen Bräuchen, aber auch sich einzulassen auf neue Mitmenschen, möglicherweise auch auf neue Herrschaftsstrukturen und ihre Anforderungen. Macht – und gerade militärische Macht – schafft Rahmen für Migration. Auch die Mächtigen migrieren und müssen sich in neuen Zusammenhängen einrichten. Migrantinnen und Migranten trafen auf neue gesellschaftliche Normen, brachten aber auch eigene Gesellschaftsvorstellungen ein – auf diese Weise entstand eine neue Qualität, welche in der Soziologie als Migrationsgesellschaft bezeichnet wird.
Wie verorteten sich Menschen in migrantischen Zusammenhängen? Wie veränderte Migration Gesellschaft? Im Seminar werden wir uns mit ausgewählten Texten zu Migration und Migrationsfolgen in globalen Dimensionen auseinandersetzen – von der Goldenen Horde bis Al-Andalus, von Livland bis zur Levante, von Fürstinnen an europäischen Höfen bis zu Menschen, die in die Sklaverei geführt wurden.
Mögliche Themen:
Ungarn – vom „Ungarnsturm“ zur „Antemurale Christianitatis“
Mitteleuropa – vom „Wendenkreuzzug“ zum „Landesausbau“
Eine weibliche Seite von Migration – Eheverbindungen im europäischen Adel
Jüdisches Leben im Spätmittelalter – zwischen Aschkenas und Polin
Zwangsmigration im Mittelalter – der europäische Sklavenhandel
Mongolische Herrschaften zwischen China und Altrussland
Kreuzzüge und Kreuzfahrerstaaten im östlichen Mittelmeer
Islamische Herrschaften im mittelalterlichen Europa
Auf der Suche nach dem „Priesterkönig Johannes“

Die Studienleistungen werden nach Möglichkeit in Form von Gruppenpräsentationen erbracht, in welchen mehrere Studierende Beispiele aus unterschiedlichen Kontexten unter einer verbindenden Fragestellung vorstellen.
Studienleistung: Referat
Literatur:
Dirk Hoerder: Imago Mundi und Funds of Knowledge‒Migranten schaffen Kulturen, in: Michael Borgolte u.a. (Hg.), Europa im Geflecht der Welt. Mittelalterliche Migrationen in globalen Bezügen, Berlin 2012 (Europa im Mittelalter 20), S. 9–29. https://doi.org/10.1524/9783050059846.9
Michael Borgolte: Migrationen als transkulturelle Verflechtungen im mittelalterlichen Europa. Ein neuer Pflug für alte Forschungsfelder, in: Historische Zeitschrift 289 (2009), Nr. 2, S. 261–285. https://doi.org/10.1524/hzhz.2009.0041
Michael Borgolte (Hg.): Migrationen im Mittelalter. Ein Handbuch, Berlin 2014 http://dx.doi.org/10.1515/9783050064758 [Volltextzugang Campus]

Monday: 10:30 - 12:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Prof. Dr. Jürgen Heyde
A Methoden der deskriptiven Datenanalyse mit Projektarbeit (M2a/b) (SOZIOLOGIE) Mi 14:30-17:00 UHr Course details Wednesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Torvid Kreisler
Abaelard und Heloise Course details The course times are not decided yet. Friederike Güsewell
Alkiphron, Briefe Course details Friday: 10:30 - 12:00, weekly (from 15/10/21) n.a
Karolin Wentrock
Archäologie der Moderne Course details Wednesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Timo Feike, M.A.
Attisch-schwarzfigurige Vasenmalerei Course details Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21), Location: (Rob / HS KA)
Prof. Dr. Helga Bumke
Bildung, Beruf, Profession - Bildungssoziologisches Forschungskolloquium (BA/MA) Course details Wednesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Annett Maiwald
Bildung, Beruf, Profession (BS2/SP3) [1] Course details Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Dr. Annett Maiwald
Bildung, Beruf, Profession (BS2/SP3) [2] Course details Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Annett Maiwald
Caesar, De bello civili Course details Monday: 15:30 - 17:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Dr. Erik Pulz
Cicero, Pro Sex. Roscio Amerino Course details Tuesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Dr. phil. Marcus Beck
Claudian, De consulatu Stilichonis I-III Course details Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Dr. phil. Marcus Beck
Das lateinische Drama in Mittelalter und früher Neuzeit Course details The course times are not decided yet. Prof. Dr. phil. habil. Thomas Klein
Die mittelalterliche Kulturlandschaft Course details Tuesday: 08:00 - 09:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Tobias Gärtner
Die Münzsammlung des Archäologischen Museums der Universität Halle-Wittenberg Course details Tuesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 12/10/21), Location: (Rob / SR)
Dr. Aylin Tanriöver
Digitale Stundenplanberatung Course details Dates on Thursday. 07.10.21 - Friday. 08.10.21 10:00 - 12:00 Dr. Aylin Tanriöver,
Dr. Laura Burkhardt
Digitale Vermessungstechnik Course details Thursday: 13:00 - 14:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. Oliver Rück
Einführung in die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit Course details Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Tobias Gärtner
Einführung in die Bildungs- und Erziehungssoziologie BS1 (alt SP1) Course details Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Manfred Stock
Einführung in die griechische Mythologie Course details Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Michael Hillgruber
Einführung in die Klassische Archäologie Course details Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Aylin Tanriöver
Einführung in die Klassische Archäologie Course details Wednesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Aylin Tanriöver
Einführung in die lateinische Schriftkunde Course details Wednesday: 13:00 - 14:30, fortnightly (from 13/10/21) n.a
Thursday: 08:00 - 09:30, fortnightly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Thomas Klein
Einführung in die Sozialstrukturanalyse (SO1) - Bevölkerung, Ungleichheit und Kultur Course details

Vorlesung: Einführung in die Sozialstrukturanalyse (SO1)
Reinhold Sackmann, WS 2021/22
Das Ziel der Vorlesung besteht darin, in die Analyse gesellschaftlicher Strukturen einzuführen. Dabei interessiert besonders, wie in Gesellschaften soziale Ungleichheit erzeugt, reproduziert und verändert wird.
In unserer Gesellschaft kommt dabei einer durch Leistung begründeten Ungleichheitsordnung besondere legitimierende Bedeutung zu, bei der über Bildungs- und Berufsleistungen Einkommen erworben und verteilt wird. Diese Ordnung ist widersprüchlich, da nicht nur der Begriff der Leistung, sondern auch z.B. der Stellenwert von vererbtem Vermögen mehrdeutig ist.
In den letzten Jahrzehnten wurden andere Formen der Erzeugung von sozialer Ungleichheit aufgrund angeborener Merkmale wie z.B. Geschlecht, Alter oder Hautfarbe gesellschaftlich entlegitimiert und als „Diskriminierung“ bezeichnet. In unterschiedlicher Geschwindigkeit kommt es in diesen Bereichen deshalb zu Angleichungsprozessen, die allerdings widersprüchlich, und insbesondere bei Ungleichheiten nach Staatszugehörigkeit stark umstritten sind.
In der Vorlesung wird in die verschiedenen Themen eingeführt, theoretische Erklärungen werden erläutert, Messmethoden werden vorgestellt und empirische Daten zu vorhandenen Ungleichgewichten und ihrer Veränderung werden erläutert.

Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. Reinhold Sackmann
Einführung in Stud. IP und Löwenportal Course details Dates on Monday. 04.10.21 10:00 - 12:00 Dr. Aylin Tanriöver,
Dr. Laura Burkhardt
Einführung ins Paläolithikum Course details The course times are not decided yet. Prof. Dr. Francois Bertemes
Einführungsveranstaltung B.A. 180/120/90 Klassisches Altertum Course details

ggf. Hybrid-Veranstaltung

Dates on Wednesday. 06.10.21 10:00 - 12:00, Room: (Rob / HS) Dr. phil. Marcus Beck,
Anja Huth,
Prof. Dr. phil. habil. Angela Pabst,
Dr. Aylin Tanriöver
Einführungsveranstaltung Lehramt Latein und Griechisch Course details

ggf. Hybrid-Veranstaltung

Dates on Wednesday. 06.10.21 14:00 - 16:00, Room: (Rob / HS) Dr. phil. Marcus Beck,
Anja Huth
Elegienkomödien des 12. Jahrhunderts Course details The course times are not decided yet. Prof. Dr. phil. habil. Thomas Klein
Elisabeth von Thüringen: Leben und Wirkung in Kunst und Kunstgeschichte Course details Wednesday: 10:30 - 12:00, fortnightly (from 13/10/21) n.a
Thursday: 10:30 - 12:00, fortnightly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Thomas Klein
Epochen und Räume Course details

Das Seminar befasst sich mit ausgewählten Fundorten der Bronze- und Eisenzeit im Südkaukasus

The course times are not decided yet. Dr. Simone Arnhold, M.A.
Epochen und Räume Course details

In der Vorlesung wird ein bestimmter Raum auf seine Kulturentwicklung innerhalb der Metallzeiten vorgestellt.

The course times are not decided yet. Dr. Simone Arnhold, M.A.
Fabelsammlungen im Cinquecento Course details The course times are not decided yet. Prof. Dr. phil. habil. Thomas Klein
Früher Orient: Siedlungswesen (Seminar) Course details

Architektur und Siedlungswesen der neuassyrischen Zeit im Kerngebiet und in den Provinzen

Monday: 10:30 - 12:00, weekly (from 18/10/21), Früher Orient: Siedlungswesen (Seminar), Emil-Abderhalden-Str. 28, 06108 Halle (Saale), Raum 1.03.0 n.a
Prof. Dr. Felix Blocher
Früher Orient: Siedlungswesen (Vorlesung) Course details

Architektur und Siedlungswesen der neuassyrischen Zeit im Kerngebiet und in den Provinzen

Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21), Früher Orient: Siedlungswesen, Emil-Abderhalden-Str. 28, 06108 Halle (Saale), R. 1.03.0 n.a
Prof. Dr. Felix Blocher
G Methoden der deskriptiven Datenanalyse mit Projektarbeit (M2a/b) Mi. 18:00-19:30 (SOZIOLOGIE) Course details Wednesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Torvid Kreisler
Graecum I Course details Monday: 08:00 - 09:30, weekly (from 11/10/21) n.a
Wednesday: 08:00 - 09:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Friday: 08:00 - 09:30, weekly (from 15/10/21) n.a
Anja Huth
Graecum III Course details Monday: 10:30 - 12:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Anja Huth
Griechisch-Unterricht in der Lehrbuchphase Course details Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. phil. Anne Friedrich
Griechische Heiligtümer Course details Thursday: 15:30 - 17:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. Helga Bumke
Griechische Kolonien im Mittelmeerraum Course details Monday: 13:00 - 14:30, weekly (from 11/10/21), Location: (Rob / HS KA)
Dr. Annarita Doronzio
Griechische Weihreliefs Course details Friday: 10:30 - 12:00, weekly (from 15/10/21), Location: (Rob / HS KA)
Prof. Dr. Helga Bumke
Grundlagen der Orientalischen Archäologie (Übung) Course details

Einführung in Geschichte und Kultur Vorderasiens vom 3. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. (Vertiefung des in der Vorlesung behandelten Stoffes und praktische Übungen) (Ort wird noch bekannt gegeben)

Thursday: 13:00 - 14:30, weekly (from 14/10/21), Grundlagen der Orientalischen Archäologie n.a
Prof. Dr. Felix Blocher
Grundlagen der Orientalischen Archäologie (Vorlesung) Course details

Einführung in Geschichte und Kultur Vorderasiens vom 3. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. (Ort wird noch bekannt gegeben)

Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21), Grundlagen der Orientalischen Archäologie (Vorlesung) n.a
Prof. Dr. Felix Blocher
Grundlagen der Prähistorischen Archäologie Course details Monday: 10:30 - 12:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Dr. Laura Burkhardt
Historia Augusta Course details Monday: 18:00 - 19:30, weekly (from 11/10/21) n.a
Dr. Erik Pulz
Hohe Kaiserzeit bis Spätantike, zugleich: Vorbereitung Abschlußklausur Staatsexamen Course details

In der Vorlesung werden drei Epochen der Alten Geschichte und zwar die Hohe Kaiserzeit, das 3.Jh. und die Spätantike, damit also die römische Geschichte von 96 bis in das 5./6.Jh. behandelt. Dabei wird das politisch-gesellschaftliche System in seiner Eigenart und der Prozeß seines Wandels ebenso Gegenstand sein wie die Frage historischer Periodisierung und von Kulturbegegnungen. Auch die Außen- und Religionspolitik soll nicht zu kurz kommen.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Die Vorlesung ist Teil der altertumswissenschaftlichen Module „Hohe Kaiserzeit bis Spätantike“ und des „Großen Epochenmoduls“, hierzu gehört zusätzlich das Seminar „Aus dem Leben eines Senators“. Außerdem stellt sie ein Angebot für Studierende des modularisierten Lehramtes dar, die im Frühling 2022 ihre Abschlußklausur in der Alten Geschichte schreiben wollen. Das Rahmenthema wird aus dem Themenfeld der Vorlesung genommen, dabei aber in Rücksprache mit den Interessierten noch weiter eingegrenzt. Derzeit ist eine Präsenzveranstaltung geplant. Erforderlichenfalls kann aber auch auf digitale Lehre umgestellt werden.

Studienleistung:
Regelmäßige Teilnahme oder Kurztest

Literatur:
Manfred Clauss (Hrsg.), Die römischen Kaiser, München 2001 (2. Aufl.)
Jochen Martin, Spätantike und Völkerwanderung, München 1995 (3. Aufl.; Oldenbourgs Grundriß der Geschichte 4)
Alexander Demandt, Die Spätantike, 2. Aufl. München 2007

Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Angela Pabst
Horaz, Oden und Epoden Course details Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. phil. Marcus Beck
Klausur Termin 2 31.3 Quantitative Methoden I Course details Dates on Wednesday. 31.03.21 10:30 - 12:00 Dr. Annegret Wolf, M. Sc,
Jochen Matthias Ranger
Klausurenkurs Griechisch Course details Monday: 15:30 - 17:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Michael Hillgruber
Klausurenkurs Latein Course details Friday: 10:30 - 12:00, weekly (from 15/10/21) n.a
Dr. phil. Marcus Beck,
Dr. phil. Anne Friedrich,
Dr. Erik Pulz
Kleinere komische Erzählformen des Mittelalters Course details The course times are not decided yet. Prof. Dr. phil. habil. Thomas Klein
Kognition und non-verbal Kommunikation in Jäger-und-Sammler Gesellschaften Course details Monday: 10:30 - 12:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Prof. Dr. Francois Bertemes
Kolloquium Latinum Course details Wednesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Rainer Jakobi,
Prof. Dr. phil. habil. Thomas Klein
Kolloquium zu aktuellen Forschungen Course details Thursday: 18:00 - 19:30, weekly (from 14/10/21), Location: (Rob / HS KA)
Prof. Dr. Helga Bumke,
Dr. Annarita Doronzio,
Dr. Stephan Faust,
Dr. Aylin Tanriöver
Kritische Lektüre archäologischer Fachlitertur Course details The course times are not decided yet. Dr. Stephan Faust
Kulturlandschaftsanalyse Course details Wednesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Anna Bartrow, M.A. M. Sc.
Kunst der Eiszeit Course details Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. Francois Bertemes
Lateinische Sprachübung I Course details Monday: 13:00 - 14:30, weekly (from 11/10/21) n.a
Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Thursday: 13:00 - 14:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. phil. Marcus Beck
Lateinische Stilübungen Oberstufe Course details The course times are not decided yet. Dr. phil. Marcus Beck
Lehrforschungsprojekt Kultur, Wirtschaft, Innovation (LFP KUWI) Course details Tuesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Christian Jean-Marcel Papilloud
MA Regieren in den Internationalen Beziehungen Course details

Vereinte Nationen und Zivilgesellschaft im 75. Gründungsjahr der Weltorganisation

In dem Seminar sollen wesentliche Aspekte des Verhältnisses der zwischenstaatlichen Weltorganisation zu Organisationen der Zivilgesellschaft analysiert werden. Nichtstaatliche Akteure begleiten die Arbeit der Vereinten Nationen (VN) bereits von Beginn an, sowohl als Lobbyorganisationen, die die Entscheidungen der Staatenorganisation zu beeinflussen suchen, als auch als wichtige Partner in der Umsetzung, insbesondere im Bereich der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und der Nothilfe. Aber auch in der Friedenssicherung spielen nichtstaatliche Akteure eine zunehmende Rolle. Das betrifft sowohl die Konfliktparteien als auch gesellschaftliche Akteure in der Konfliktbeilegung. Einige Autoren sprechen aufgrund der Breite und Bedeutung des Engagements neben der zwischenstaatlichen Ebene und der des Sekretariats von der Zivilgesellschaft als der dritten Ebene des VN-Systems.

Das Seminar beleuchtet im Wintersemester 2020/21 aus Anlass des 75. Gründungsjubiläums der Vereinten Nationen insbesondere, wie sich die Beteiligung zivilgesellschaftlicher Gruppen im Laufe der UN Geschichte verändert hat. Insbesondere werden wir uns die 1990er Jahre anschauen, als sich die Beteiligung von zivilgesellschaftlichen Gruppen über die Weltkonferenzen, z.B. derjenigen zur nachhaltigen Entwicklung (Rio) oder zu den Menschenrechten (Wien), substanziell ausgeweitet hat. Es soll auch gefragt werden, welche Rolle zivilgesellschaftliche Organisationen aktuell spielen. Haben wir es angesichts allseits beklagter „Shrinking Spaces“ mit einer Einschränkung des Aktionsspielraums nichtstaatlicher Akteure zu tun oder ändert sich vielmehr die Art und Zusammensetzung der zivilen Kräfte, die Einfluss auf die Foren der Weltorganisation nehmen?

Aufgrund der aktuellen Diskussion in Deutschland um ein sogenanntes Lieferkettengesetz besteht in der Veranstaltung auch die Gelegenheit, an den UN Guiding Principles Business and Human Rights eine Fallstudie zur Beteiligung der Zivilgesellschaft auf den verschiedenen Politikebnen aufzuhängen. Hier spielen die Vereinten Nationen, die EU und die Bundesgesetzgebung eine wichtige Rolle, wobei die staatlichen Akteure auf den genannten Ebenen jeweils von zivilgesellschaftliche Kräften herausgefordert sind.

Tuesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 19/10/21), Veranstaltung n.a
Dr. Beate Wagner,
Dr. Jana Windwehr
Magdeburg im Mittelalter Course details Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Tobias Gärtner
Menander, Samia Course details Monday: 10:30 - 12:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Michael Hillgruber
Methoden der deskriptiven Datenanalyse- Übung 1 Course details Wednesday: 08:00 - 09:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Daniel Baron
Methoden der deskriptiven Datenanalyse- Übung 2 Course details Wednesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. Daniel Baron
Methoden der deskriptiven Datenanalyse- Übung 5 Course details Thursday: 13:00 - 14:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Christian Schüffler
Methoden der deskriptiven Datenanalyse- Übung 6 Course details Thursday: 15:30 - 17:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Christian Schüffler
Mittelalterarchäologie im Museum Course details The course times are not decided yet. Tobias Schoo
Mittellateinische Bukolik zwischen Antike und früher Neuzeit. Course details The course times are not decided yet. Dr. Tom van de Loo
Ovid binnendifferenziert unterrichten Course details Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Dr. phil. Anne Friedrich
Ovids Metamorphosen - Texterschließungsmethodik Course details Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Dr. phil. Anne Friedrich
Platon in der gymnasialen Kursstufe Course details Wednesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. phil. Anne Friedrich
Platon Phaidon - Texterschließungsmethodik Course details Wednesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Dr. phil. Anne Friedrich
Plutarch, Coriolan Course details Thursday: 10:30 - 12:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. phil. habil. Michael Hillgruber
Propädeutische Übung Course details Thursday: 15:30 - 17:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. phil. Marcus Beck
Römische Kaiserzeit im Barbaricum Course details Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Matthias Becker
Römische Kaiserzeit im Barbaricum Course details Tuesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Matthias Becker
Spezielle Themen der Soziologie : "tba" Course details Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 12/10/21), Onlineveranstaltung n.a
Dr. Markus Lange
Spezielle Themen der Soziologie (ST) - Praxiskurs "Durchführung und Auswertung einer standardisierten sozialwissenschaftlichen Umfrage" Course details Tuesday: 15:30 - 17:00, weekly (from 12/10/21) n.a
Prof. Dr. Oliver Arranz Becker
SPÜ Course details The course times are not decided yet. Dr. phil. Anne Friedrich
Stilübungen Griechisch Course details The course times are not decided yet. Anja Huth
Stilübungen Unterstufe Course details Thursday: 15:30 - 17:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. Erik Pulz
Tagesexkursion nach Berlin Course details The course times are not decided yet. Prof. Dr. Helga Bumke
The Formation of World Society (SO3) Course details Thursday: 13:00 - 17:00, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. Walter Bartl
Tod und Bestattung in Mittelalter und Neuzeit Course details Wednesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 13/10/21) n.a
Prof. Dr. Tobias Gärtner
Übung zu den SPÜ Course details Thursday: 13:00 - 14:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Dr. phil. Anne Friedrich
Übung zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit Course details Thursday: 18:00 - 19:30, weekly (from 14/10/21) n.a
Prof. Dr. Tobias Gärtner
Unterrichtspraktikum I / II Laten / Griechisch Course details The course times are not decided yet. Dr. phil. Anne Friedrich
Wirtschafts- u. Organisationssoz. (WOS2) //Spezielle Soz.: Untern.,Wirtsch., Umwelt, Govern. (SP2): "tba" Course details Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21), Onlineveranstaltung n.a
Dr. Markus Lange
Wirtschafts- und Organisationssoziologie (WOS2)/Spezielle Soziologie: Unternehmen, Wirtschaft, Umwelt, Governance (SP2) Course details Tuesday: 13:00 - 14:30, weekly (from 12/10/21) n.a
Simon Dabrowski
Wirtschafts- und Organisationssoziologie (WOS2)/Spezielle Soziologie: Unternehmen, Wirtschaft, Umwelt, Governance (SP2) Course details Monday: 13:00 - 14:30, weekly (from 11/10/21) n.a
Simon Dabrowski
Wissenschaftliches Arbeiten und Methoden in der Prähistorischen Archäologie Course details Monday: 15:30 - 17:00, weekly (from 11/10/21) n.a
Dr. Laura Burkhardt