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Course directory - WS 2022/23
Theologische Fakultät (WS 2022/23) 37 Veranstaltungen
No. Title Zeit/Ort Lecturers
„Das wird man doch wohl noch sagen dürfen...“ Course details
In unserer Gegenwart erheben sich zunehmend populistische und/oder fundamentalisti-sche Stimmen, die das Gemeinwesen und seine demokratische Ordnung grundlegend in Frage stellen. Dabei wird gern ein vorgeblicher Wille des Volkes beschworen, der gegen die als korrupt diskreditierten Eliten in Staat, Kirche(n) und Kultur in Stellung gebracht wird. Neben (geschichts-)politischen und (sozial-)ökonomischen Themen spielen dabei auch religiöse Motive eine wichtige Rolle, etwa im Blick auf die Christlichkeit des Abend-landes oder die entsprechende Identität von Volk und Nation. Solche und ähnliche Stichworte werden mobilisiert, um die demokratische Ordnung in ihrer rechtlichen Ver-fasstheit mitsamt ihren politischen und religiösen Hintergründen zu diskreditieren. In dem interdisziplinären Seminar sollen an exemplarischen Phänomenen juristische und theologische Perspektiven auf Voraussetzungen und Gefährdungen des gesellschaftli-chen Zusammenhaltes ins Gespräch gebracht werden (s. Liste der Themenvorschläge).

Themenvorschläge (die Themen werden in einer Vorbesprechung näher erläutert; weitere Themenvorschläge sind willkommen):
+ 1. „Reichsbürger“, „Querdenker“ und das Grundgesetz: Die Antwort des freiheitlichen und demokratischen Staates auf seine „verfassungsschutzrelevante Delegitimie-rung“ (G)
+ 2. Der Wille des Volkes aus demokratietheoretischer Sicht (G)
+ 3. Politik über den Feind definiert: Carl Schmitts „Begriff des Politischen“ (G, T)
+ 4. Die wehrhafte Demokratie des Grundgesetzes (G)
+ 5. Das Recht zum Widerstand nach Art. 20 Abs. 4 GG (G)
+ 6. Martin Luther gegen evangelischen Populismus: „Von weltlicher Obrigkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei“ (1523) (T)
+ 7. Die Aufgabe des Staates nach göttlicher Anordnung und menschlicher Einsicht in der Theologischen Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen von 1934 (T)
+ 8. Evangelische Kirche und freiheitliche Demokratie: Die Stellungnahmen der EKD von 1985 und 2017 (T)
+ 9. Politische Theologie von links, von rechts und aus der Mitte (T)
+ 10. Kirchenasyl und öffentliche Gewalt (G, S5c, S6d)
+ 11. Religiös-weltanschauliche Pluralität und demokratische Einheit (G, S5c, T)
+ 12. „Mainstream“ und Meinungsvielfalt in der Medienordnung nach Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG (G, S5c)
+ 13. Die Antwort des Rechts auf Propagandaschleudern, Social Bots, Troll-Armeen und Fake-News (G, S5c)
+ 14. Staatssymbole zwischen Integration und Spaltung der Gesellschaft (G, S5c, T)
+ 15. „In Vielfalt geeint“ – Nationale Identitäten im Recht der Europäischen Union (G, S5, S6)
+ 16. Direkte Demokratie und Populismus (G, S6)
+ 17. Die parlamentsrechtliche Stellung der politischen Außenseiter (G)
+ 18. Der Schutz öffentlicher Ämter vor politischem Extremismus (G)
+ 19. Der Schutz kirchlicher Ämter vor politischem Extremismus (G, S5c)
+ 20. „Wokeness“, „Cancel Culture“ und Grundrechte (G, T)
+ 21. Blackfacing als Grundrechtsproblem (G, T)
+ 22. Anti-Nationalsozialismus als Bürgerpflicht – Art. 37a Verf LSA (G)
+ 23. Öffentliche Erinnerungskultur und Geschichtspolitik am Beispiel der „Sau an der Kirche“ an der Wittenberger Stadtkirche (G, S5c)
+ = Thema noch frei
● = Thema vergeben
T = Besonders geeignet für Teilnehmer aus der Theologie
G = Besonders geeignet für Teilnehmer aus der Rechtswissenschaft zur Vertiefung des Pflichtfachstoffs oder zum Erwerb eines Leistungsnachweises für die Zwischenprüfung nach § 6 I, II Buchst. d ZwPO
S = Besonders geeignet für Teilnehmer aus der Rechtswissenschaft zum Erwerb ei-nes Leistungsnachweises in einem Schwerpunktbereich
Dates on Thursday. 07.07.22 16:00 - 18:00, Saturday. 15.10.22 18:15 - 19:45, Friday. 20.01.23 - Sunday. 22.01.23 09:00 - 16:00, Location: ((Bibliothek des Öffentlichen Rechts (BÖR) (Juridicum))), ((SemR A oder B)), ((Leucorea, Lutherstadt Wittenberg)) Prof. Dr. Jörg Dierken,
Prof. Dr. Michael Germann
„Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“ – Einführung in die Bioethik Course details
Die Möglichkeiten des Menschen, auf Vorgänge des Lebens Einfluss zu nehmen, haben im Zuge der Moderne rasant zugenommen. Dadurch ist sich nicht zuletzt der Mensch selbst zum problematischen Gegenstand geworden (Medizinethik). Aber auch der verantwortliche Umgang mit nicht-menschlichem Leben wirft schwerwiegende Fragen auf (Umwelt- und Tierethik). Dabei bewegt man sich häufig in Grenzbereichen, wie etwa denen zwischen Leblosem und Lebendigem, Natürlichem und Künstlichem, Mensch und Natur oder auch Leben und Tod. Nicht zuletzt deswegen sind hier immer auch religiöse Dimensionen mit im Spiel – und die Theologie eine wichtige Stimme in den entsprechenden Debatten. Im Seminar soll es um Fragen der Bioethik im weiten Sinne dieses Begriffs gehen. Dadurch ist freilich auch ein weites Feld eröffnet. Für den Seminarverlauf sind deshalb Schwerpunkte zu setzen, über die in der konstituierenden Sitzung gemeinsam abgestimmt werden soll.
Monday: 10:15 - 11:45, weekly (from 17/10/22), Location: (SemR E)
Dr. Constantin Plaul
[Theologie] MACHT Geschlecht - Ringvorlesung Course details
Als Gleichstellungsteam der Theologischen Fakultät setzen wir uns dafür ein, dass Fragen rund um das Thema Geschlecht, das sonst häufig im Curriculum des Theologiestudiums zu kurz kommt, an unserer Fakultät einen größeren Raum erhalten. Daher haben wir mit FemPower Mitteln für das Wintersemester 2022/23 eine Ringvorlesung unter dem Titel "[Theologie] MACHT Geschlecht" initiiert. Die siebenwöchige Vorlesungsreihe soll interdisziplinär die verschiedenen Fächer der Theologie, deren Zuschnitte übrigens auch nicht vom Himmel gefallen sind, abdecken und jeweils unter der Frage stehen, durch was Geschlecht explizit erzeugt wurde bzw. wird und aufgrund welcher Machtstrukturen. Solchen Konstruktionen nachzugehen, ist Anlass der Ringvorlesung, die Geschlechterforschung und Queer Studies als erkenntnistheoretische Herausforderung für jedes einzelne Fach der Theologie ernst nimmt.
Die eckige Klammer im Titel wird also je Vorlesung neu konkret gefüllt werden von spannenden Theologie*innen aus Mittel- und Süddeutschland, Nordeuropa und darüber hinaus. Der Eröffnungsvortrag am 25.10.2022 um 18 Uhr im HS II wir dezidiert nicht aus der Theologie kommen. Er wird vielmehr aus soziologischer bzw. kulturwissenschaftlicher Perspektive eine Einführung in poststrukturalistisch und postkolonial informierte, intersektionale Geschlechterforschung geben. Das klingt kompliziert, soll aber nicht abschrecken, sondern motivieren, mit eigenen aktuellen Fragen an der Vorlesung teilzunehmen.
Wir freuen uns über interessierte Zuhörer*innen über Halle und die Theologie hinaus. Alle sind herzlich willkommen.
Die Ringvorlesung kann von Hallenser Theologiestudierenden mit der dazugehörigen Übung nicht nur aus Interesse, sondern auch im Wahlbereich, in der Kirchengeschichte oder in der Religionswissenschaft / Interkulturelle Theologie belegt werden.
Tuesday: 18:00 - 20:00, weekly (from 25/10/22), Location: (HS II)
N.N.
Bildnisse des Lebens Course details
Kann Praktische Theologie als Reflexion des Handelns der Kirche von Künstlern und Künstlerinnen lernen? In den dialogischen Annäherungen der Vorlesung geht es nicht nur um ein Handwerkszeug, sondern mit und in der Frage nach Formung und Gestaltung um die grundlegend ästhetische Wahrheit, dass die Inhaltsfrage nur als Form-Frage präsent ist.
Tuesday: 18:15 - 19:45, weekly (from 11/10/22), Location: (Haus 30, HS II)
Prof. Dr. Anne Steinmeier
Buddy Einführungsveranstaltung Course details Dates on Friday. 08.07.22, Monday. 11.07.22 14:30 - 18:30, Location: ((Hallischer Saal (Tulpe, 1. Etage, Universitätsring 5))) Gritt Eisenkopf, M.A.
Christentum und Krieg interkulturell. Course details
Wie kann das Verhältnis von Christentum und Krieg aufgefasst und beschrieben werden? Wie prägen die vergangenen Kriegserfahrungen und deren religiösen Deutungen die Gesellschaften von heute? Diese gerade jetzt höchst aktuellen Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten. Vielmehr laden sie zu einer Reflexion ein.
Die Lehrveranstaltung geht diesen Fragen am Beispiel der sogenannten Völkerschlacht bei Leipzig (der größten Schlacht in der Geschichte bis zum Ersten Weltkrieg), und zwar aus einer interkulturellen Perspektive, nach. Dabei sollen russische und deutsche erinnerungskulturelle Praktiken historisch, kulturell und nicht zuletzt theologiegeschichtlich kontextualisiert und vergleichend in den Blick genommen werden. Im Mittelpunkt der Blockveranstaltung steht eine Exkursion nach Leipzig mit dem Besuch des Völkerschlachtdenkmals und der Russischen Gedächtniskirche. Das Ziel der Lehrveranstaltung ist es, zum tieferen Verständnis des ambivalenten und sich wandelnden Verhältnisses von Christentum und Krieg beizutragen.
Dates on Wednesday. 02.11.22 12:00 - 12:15, Location: ((HS I oder II)) N.N.
Cur Deus homo: Anselms Satisfaktionslehre und ihre Kritiker Course details
Anselm von Canterbury gehört zu den bedeutendsten Theologen des frühen Mittelalters. Seine Schrift „Cur Deus homo: Warum Gott Mensch [geworden ist]“ (zwischen 1094 und 1098 entstanden) kann als sein theologisches Hauptwerk angesehen werden, insofern Anselm im Zusammenhang der Frage nach der Menschwerdung Gottes zugleich wesentliche Aussagen der christlichen Dogmatik erörtert. Er entwickelt in der Form eines Dialogs eine Deutung des Todes Jesu, die unter dem Namen „Satisfaktionslehre“ Eingang in die Theologiegeschichte gefunden hat und bis heute kontrovers diskutiert wird. Damit widerspricht er ausdrücklich altkirchlichen Erlösungskonzeptionen und besteht auf einer rationalen Begründung der christlichen Lehre. Wir wollen in dem Seminar Anselms Schrift gründlich lesen und interpretieren. Gegen Ende des Seminars wollen wir uns die Aufnahme des Satisfaktionsgedankens in der protestantischen Dogmatik anschauen und dann seine Kritik in der gegenwärtigen Dogmatik zur Kenntnis nehmen und gemeinsam diskutieren.

Literatur: Anselm von Canterbury, Cur deus homo/Warum Gott Mensch geworden, lat. und dt., hg. und übers. von Schmitt, Franc Salesius OSB, Darmstadt 51993; G. Plasger, Die Not-Wendigkeit der Gerechtigkeit. Eine Interpretation zu "Cur Deus homo" von Anselm von Canterbury, Münster 1993
Tuesday: 12:00 - 14:00, weekly (from 11/10/22), Location: (SemR E)
Prof. Dr. Dirk Evers
Das Liebesgebot. Theologische Ethik aus der Perspektive der Bibel Course details
Die Übung hat zum Ziel, zentrale neutestamentliche Texte des Liebesgebotes zu interpretieren, wie auch alttestamentliche, jüdische und griechisch-römische Diskurse des Liebesgebots zu verstehen. Wie ist das Liebesgebot begründet? Was heißt "Liebe" im Gebot der Nächstenliebe? Wer ist der/die Nächste? Die Übung zeichnet eine Grundlinie biblischer Ethik vertieft nach und bietet somit eine Ergänzung der Vorlesung. Zudem werden beispielhaft einzelne Entwürfe neutestamentlicher Ethik gelesen, um einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschungsdiskussion zu vermitteln.
Tuesday: 16:30 - 18:00, weekly (from 11/10/22), Location: (Franckeplatz 1; Haus 25; Sem R E)
Prof. Dr. Annette Weissenrieder
Dogmatik des zweiten Artikels Course details
Zwar bezieht sich die Christenheit schon dem Namen nach auf Jesus Christus. Aber zu allen Zeiten der Theologiegeschichte war strittig, wie diese Person und das, was sie getan und erlitten hat, zu verstehen sei. Traditionell standen dabei Fragen im Zentrum, die das Verhältnis von Gott und Mensch betreffen und die die Dogmatik mit der Zweinaturenlehre, der Lehre von der Stellvertretung und der Lehre von den Ämtern Christi zu lösen versucht hat. Viele dieser Denkfiguren sind in der Neuzeit problematisch geworden. Zudem sind fundamentale Verstehensfragen hinzugekommen, die vor allem das Verhältnis der historischen Person des Jesus von Nazareth zum Christusverständnis des christlichen Bekenntnisses betreffen. In der Vorlesung werden wir einen Überblick über Grundfragen der Christologie und ihre geschichtliche Entwicklung zu gewinnen suchen und diese zu Fragen nach dem Verständnis von Rechtfertigung und Versöhnung in Beziehung setzen.

Literatur: W. Pannenberg, Grundzüge der Christologie, Gütersloh 1964; E. Jüngel, Das Evangelium von der Rechtfertigung des Gottlosen als Zentrum des christlichen Glaubens, 1998; Ch. Danz, Grundprobleme der Christologie, 2013; U. Körtner, Dogmatik (LETh 5), Leipzig 2018.
Wednesday: 12:00 - 14:00, weekly (from 12/10/22), Location: (HS II)
Prof. Dr. Dirk Evers
Einführung in Gerhard Ebelings ‚Das Wesen des christlichen Glaubens‘ Course details
Gerhard Ebeling ist ein prominenter Hermeneutiker gewesen, der sich mitunter mit den Grundfragen des christlichen Glaubens beschäftigt hat. In verdichteter Weise tat er dies in einer Vorlesungsreihe 1958/59, die in dem Buch "Das Wesen des christlichen Glaubens" verschriftlicht wurde.

In dem Seminar wollen wir uns dem Gedankengang Ebelings nähern, die Grundzüge dieses Denkens nachvollziehen und kritisch reflektieren. Die Textgrundlage bietet einerseits einen breiten Überblick über unterschiedliche theologische Fragestellungen und andererseits thematisiert sie diese auf eigene spezifische Weise, weshalb sich die Lehrveranstaltung für Studienanfänger:innen wie auch für Fortgeschrittene eignet.

Die Veranstaltungsteilnahme beinhaltet für jede:n der Teilnehmende:n ein Kurzreferat mit Texteinführung.
Ebeling, Gerhard, Das Wesen des christlichen Glaubens, Stuttgart 1959.
Beutel, Albrecht, Gerhard Ebeling. Eine Biographie, Tübingen 2012.
Dates on Friday. 28.10.22 13:00 - 18:00, Saturday. 29.10.22 09:00 - 16:00, Friday. 25.11.22 13:00 - 18:00 Felix Stütz
Esoterik und Christentum Course details
In diesem Hauptseminar werden die Themen Esoterik und Christentum in ihrer spannungsreichen Verwobenheit und Differenziertheit anhand von Beispielen religionsgeschichtlich analysiert und als Themen der Theologie diskutiert. Die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats wird erwartet.
Thursday: 14:00 - 16:00, weekly (from 13/10/22) n.a.
Prof. Dr. Daniel Cyranka
Examenskolloquium für Lehramtskandidat*innen Course details
Als Vorbereitung für alle Lehramtstudentinnen und –studenten, die im Sommersemester 2023 ihr Staatsexamen im Fach Evangelische Religion ablegen wollen, bieten alle Prüfer (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) gemeinsam eine Konsultation an. Diese findet wahrscheinlich im Dezember 2022 statt.
Um zu dieser Konsultation persönlich per eMail durch mich als Studienabteilung/Prüfungsamt der Theologischen Fakultät eingeladen zu werden, tragen Sie sich bitte rechtzeitig in diese Veranstaltung ein.

Eine Teilnahme wird allen Examenskandidatinnen und -kandidaten dringend empfohlen.
The course times are not decided yet. Ilka Reckmann
Geschichtszeichen der Freiheit. Theologie der Friedlichen Revolution Course details
Im Jahr 1989 vollzog sich ein Umbruch mit weltpolitischer Bedeutung. Totalitäre Herrschaft wurde überwunden und die Möglichkeit zu offenen Gesellschaften geschaffen. Dieser Vorgang ist multifaktoriell bedingt, weswegen bis heute umstritten ist, wie er angemessen verstanden werden kann. Dass die Bevölkerung, die für ihre Freiheitsrechte auf die Straße ging, eine entscheidende Rolle spielte, findet Ausdruck in der Rede von einer (friedlichen) Revolution. Das erfolgreiche Streben der Menschen nach einem Leben in Freiheit und Selbstbestimmung hat andere Menschen weit über die Grenzen Europas hinaus begeistert und tut dies bis heute. Dabei gehört zu der errungenen Freiheit auch die kritische Auseinandersetzung darüber, was es mit dieser Freiheit eigentlich auf sich hat, wie sie gemeint war und ist, aber auch welche problematischen Folgeentwicklungen sich mit ihr verbinden konnten. Dieser Zusammenhang weist durchaus religiöse Dimensionen auf, nicht zuletzt dadurch, dass dieses „Geschichtszeichen“ der Freiheit für viele Zeitgenossen völlig unverhofft und unerwartet eintrat. Aber auch die Verstrickungen der Freiheit und der damit verbundene Streit verbindet sich mit Themen, die das Feld der Religion berühren. Überraschenderweise ist diese Dimension der friedlichen Revolution von der Theologie bisher kaum in den Blick genommen worden. In der Übung wollen wir untersuchen, inwieweit es möglich ist, nach einer religiösen Bedeutung dieses Geschichtsereignisses zu fragen. Dafür sollen im ersten Teil der Veranstaltung einige philosophische und theologische Entwürfe erschlossen werden, die es ermöglichen, mit „Geschichtszeichen der Freiheit“ und „Theologie der friedlichen Revolution“ reflektiert umgehen zu können. Im zweiten Teil sind die Teilnehmenden eingeladen, eigene Auseinandersetzungen mit der Thematik kreativ zu erarbeiten und gemeinsam zu diskutieren. In unterschiedlichen medialen Formaten können dabei Darstellungen eigener Erfahrungen genauso zum Ausgangspunkt gewählt werden, wie die Präsentation kultureller Phänomene.
Wednesday: 14:00 - 16:00, weekly (from 12/10/22), Location: (SemR E)
Dr. Constantin Plaul,
Karl-Ludwig Tetzlaff
Gottlob Frege, Ausgewählte Texte Course details
Der Jenenser Mathematiker, Philosoph und Logiker Gottlob Frege (1848–1925) gilt als Begründer der modernen formalen Logik und hatte großen Einfluss auf die sprachanalytische Philosophie des 20. Jahrhunderts. Anknüpfend an die klassische Logik von Aristoteles und das Programm von Leibniz und gegen eine Psychologisierung des Denkens war er der erste, der der Logik in seiner berühmten ‚Begriffsschrift‘ eine formale Sprache gab, mit der er auch strenge Beweise führen konnte. Damit schuf er die Grundlage für die Systeme der modernen Logik, wie sie bis heute der Informatik und Computertechnik zugrunde liegen. Sein letztlich vergeblicher Versuch, die Mathematik auf die formale Logik zu begründen, der sogenannte Logizismus, ist der erste Beitrag zur modernen philosophischen Diskussion der Mathematik. Schließlich ist er der Begründer einer gründlichen philosophischen Sprachanalyse und hat damit Ludwig Wittgenstein, Rudolf Carnap und andere Philosophen nachhaltig beeinflusst. Frege hat die philosophische Analyse auf ein bis dahin nicht gekanntes Niveau an Klarheit und methodischer Strenge gehoben und damit einen Epochenwechsel in der Philosophie eingeläutet, der bis heute nachwirkt. Wir wollen in dieser Übung vor allen Dingen kleinere Schriften Freges zum Zusammenhang von Denken und Sprache lesen und diskutieren.

Literatur: M. Wille, Frege. Einführung und Texte, Paderborn 2013; G. Frege, Funktion, Begriff, Bedeutung. Fünf logische Studien, Göttingen 1994; G. Frege, Logische Untersuchungen, Göttingen 1993.
Tuesday: 18:00 - 20:00, weekly (from 11/10/22), Location: (SemR E)
Prof. Dr. Dirk Evers
Grundtexte der neueren evangelischen Theologie Course details
Nach einführenden Verständigungen zum Verhältnis von Theologie und Dogmatik, widmet sich das Seminar einigen einflussreichen theologischen Texten der letzten zweihundert Jahre.
Es soll ein Verständnis für die jeweiligen Ausgangsbedingungen, Positionen und Argumente erworben werden, um sich in der theologischen Landschaft im frühen Studium besser orientieren zu können.
Nicht zuletzt wollen wir im Seminar die Texte auch mit Blick auf eigene Fragestellungen aufschließen und in gegenwärtige Kontexte bringen.

Die Veranstaltung ist insbesondere auch für Lehramtsstudierende angedacht!

Literatur:
Härle, Wilfried: Grundtexte der neuerer evangelischen Theologie;
Härle, Wilfried: Dogmatik;
Pöhlmann, Hans Georg: Abriss der Dogmatik, Ein Kompendium.
Tuesday: 14:00 - 16:00, weekly (from 18/10/22), Location: (SemR E)
Daniel Walther
Grundzüge globaler Christentumsgeschichte von der Antike bis zur Reformation Course details
Das Christentum wurde und wird durch eine markante Vielfalt seiner Ausdrucksformen geprägt. Die Vorlesung zeichnet die Entstehung der innerchristlichen Pluralität nach und bietet einen Überblick über die Geschichte des Christentums als einer globalen Religion von ihren Anfängen in der Antike bis zur Reformation.
Wednesday: 10:00 - 12:00, weekly (from 12/10/22), Location: (HS I oder II)
N.N.
Hauptseminar Homiletik: Weihnachtspredigt Course details
Auf den Spuren der Wahrnehmung gelebter Religion bedarf das Fest der Weihnacht als Ur-Liturgie des Lebens praktisch-theologischer Begründung. In theoretischer Auseinandersetzung und in eigenen Predigtversuchen nähert das Seminar sich dieser Herausforderung.
Ein „klassisches“ homiletisches Hauptseminar wird wieder im SS stattfinden.
Wednesday: 18:15 - 21:45, weekly (from 19/10/22), Location: (Haus 30, HS II)
Prof. Dr. Anne Steinmeier
Hauptthemen der Materialethik Course details
Die Vorlesung behandelt exemplarische Themenfelder der materialen oder angewandten Ethik. Darin wird ein Bogen geschlagen, der von den umfassenden gesellschaftlichen Ordnungen bis hin zum individuellen Leben des Menschen als leibliches Subjekt reicht. Dabei kommen Themen zur Sprache wie: Staat und Politik, Recht und Religion, Kirchen und Zivilgesellschaft, sozialdiakonische Institutionen, Wirtschaft unter den Bedingungen von Globalisierung und Finanzkrise, Technik, Formen des personalen Zusammenlebens von Geschlechtern und Generationen, demographischer Wandel, Probleme der Medizinethik u.a.m.
Ein Problem gegenwärtiger Ethik liegt darin, dass sie in separate Teile zu zerfallen scheint. Auf der einen Seite stehen subtile Erörterungen ethischer Denkfiguren, zumeist in Auseinandersetzung mit Argumenten aus klassischen Traditionen. Auf der anderen Seite liegen die Bereiche der sog. angewandten Ethik, deren Dynamik von den rasanten Entwicklungen in Wissenschaft, Technik und Gesellschaft bestimmt wird und zu Spezialdiskursen führt. Ein Ziel der Vorlesung liegt darin, zwischen diesen beiden Teilen Verbindungen herzustellen, indem wechselseitig innere Bezüge beleuchtet werden. Deshalb wird die Vorlesung immer auch wirkmächtige Konzepte moderner Ethik aus Philosophie und Theologie heranziehen exemplarisch auf ihre Bedeutung für materialethische Fragen abklopfen.
Literatur: T. Rendtorff, Ethik. Grundelemente, Methodologie und Konkretionen einer ethischen Theologie, Bde. I und II, Stuttgart 1980; M. Honecker, Grundriss der Sozialethik, Berlin 1995; J. Fischer Theologische Ethik. Stuttgart 2002; ders., Handlungsfelder angewandter Ethik, Stuttgart 1998; O. Höffe, Ethik. Eine Einführung, München 2013; Handbuch der Evangelischen Ethik, hg. v. W. Huber, T. Meireis u. H.-R. Reuter, München 2015; R. Leonhardt, Ethik (Lehrwerk Evangelische Theologie 6), Leipzig 2019
Wednesday: 10:15 - 11:45, weekly (from 12/10/22), Location: (HS I oder II)
Prof. Dr. Jörg Dierken
Identität(en) Course details
In dieser Übung werden zentrale Texte zum Thema „Identität(en)“ in deutscher Sprache in Auszügen gelesen und diskutiert, darunter Amin Maalouf (Les identités meurtrières), Amartya Sen (Identity and Violence ) und Kwame Anthony Appiah (The Lies That Bind: Rethinking Identity). Teil der Übung ist die Teilnahme an den Theologischen Tagen „Wer du (nicht) bist. Identitäten in Gesellschaft und Religion“ (19./20. Januar 2023).
Thursday: 10:00 - 12:00, weekly (from 13/10/22), Location: (SR A)
Prof. Dr. Daniel Cyranka
Individuum und Gemeinschaft in (kosmo-)politischer Perspektive Course details
Friedrich Schleiermacher gilt als der ‚Kant der Theologie‘ (Wilhelm Dilthey). Das betrifft insbesondere die Grundlegung der Theologie aus dem Geist des modernen kritischen Denkens. Doch auch im Gebiet des Politischen ist Schleiermacher als innovativer Denker und reformorientierter Akteur hervorgetreten. Vom romantischen Interesse am Individuellen inspiriert, hat Schleiermacher ein religions- und sozialphilosophisches Verständnis des Verhältnisses von Individuum und Gemeinschaft entworfen, das wichtige Perspektiven für das Gebiet des Politischen markiert. Denn es begreift beides in Wechselverhältnissen und will keines auf Kosten des anderen profilieren. Die Erinnerung daran ist in einer Zeit, in der die Durchsetzung eigener Interessen bis hin zur gewaltsamen Aufnötigung national-religiöser Identität – wie bei dem völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine – in den Vordergrund drängen, angezeigt. Schleiermachers basale Verhältnisbestimmung von Individuum und Gemeinschaft soll im Horizont von Kants philosophischem Entwurf „Zum ewigen Frieden“ diskutiert werden. Dabei werden ebenso problematische Seiten wie Schleiermachers Stellung zum Kolonialismus seiner Zeit wie auch die kosmopolitischen Dimensionen seines Denkens zur Sprache kommen.
Im Zentrum des Seminars steht die Teilnahme an dem Symposium „Individuum und Gemeinschaft in (kosmo-)politischer Perspektive“, das die Internationale Schleiermacher-Gesellschaft vom 08.-10.12.2021 in der Leucorea in Wittenberg veranstaltet (s. Programm). Bei dem Symposium werden die Dimensionen, Hintergründe und Kontexte von Schleiermachers politischem Denken in Vorträgen ausgeleuchtet, daneben finden Einheiten zur gemeinsamen moderierten Textlektüre anhand prägnanter Passagen statt. Das Programm wird abgerundet durch Vorstellungen von Projekten aus der Schleiermacherforschung. Es wird demnächst auf der Homepage der Gesellschaft hochgeladen werden: http://schleiermacher-gesellschaft.theologie.uni-halle.de . Dieses Symposium bildet den Mittelpunkt des Seminars. Es wird durch eine Vorbesprechung vorbereitet, in der auch die Grundlagen für einen Leistungsnachweis besprochen werden. Gegebenenfalls wird eine eigene Sitzung zur Nachbesprechung (Beratung zum Leistungsnachweis) stattfinden, deren Termin im Umfeld des Symposiums vereinbart wird.
Das Seminar ist insbesondere für fortgeschrittene Studierende geeignet.

Die Texte zur gemeinsamen Lektüre werden im Vorfeld des Symposiums elektronisch zur Verfügung gestellt. Zur Vorbereitung seien die Biographie Schleiermachers von Herrmann Fischer: Friedrich Schleiermacher, München 2001 und die einschlägigen Abschnitte aus dem Schleiermacher-Handbuch, hg. von Martin Ohst, Tübingen 2017 empfohlen.
Dates on Wednesday. 19.10.22 14:15 - 15:45, Thursday. 08.12.22 - Saturday. 10.12.22 09:00 - 14:00, Location: ((SemR E)), ((Leucorea, Lutherstadt Wittenberg)) Prof. Dr. Jörg Dierken
J. W. Goethes Faust-Dichtung. Poetische Theologie III Course details
Die Vorlesung zu Goethes Faust-Dichtung ist Teil der Reihe Poetische Theologie I-V. Die im Winter 21/22 behandelte Göttliche Komödie Dante Alighieris (1265–1321) ist als eine Jenseitsreise interpretiert worden, die mit scharfem Witz, leidenschaftlichem ethischem Urteil und poetischer Präzision die Konturen des diesseits gelebten Lebens schärft. John Miltons (1608–1674) Paradise Lost hat insbesondere im Blick auf die Absicht des Autors, eine poetische Theodizee zu verfassen, interessiert – auch die sublime Figur Satans ist unter diesem Aspekt gedeutet worden.
Goethes Faust-Dichtung wird intertextuell sondiert (Fauststoff, Hiob; Klopstock als Rivale) und als ein Gebilde dreier Literaturepochen und mehrerer Handlungsstränge religionsgeschichtlich eingeordnet. Teufelsvorstellung, Menschenbild und Goethes Gott/Göttin [ja!] bieten Gesprächsstoff in alle intertextuellen und zeitlichen Richtungen. Auch bewegt die Frage nach der Textart von Faust II, zumal im Blick auf das finale Transzendenzprojekt (Fausts Himmelfahrt). Schon die kurze Beschreibung der Vorlesung zeigt: Wir haben es mit einem schwer einzuschätzenden, aber in vieler Hinsicht höchst herausfordernden (und: stellenweise richtig unterhaltsamen) Text zu tun.
Monday: 12:00 - 14:00, weekly (from 10/10/22), Location: (HS i oder II)
Prof. Dr. Christian Senkel
Klassische Texte der protestantischen Hermeneutik Course details
Die Hermeneutik als allgemeine Theorie des Verstehens fremder Sinnzusammenhänge, ist als philosophische Disziplin erst ein Ergebnis der Wissensdiskurse der Aufklärung. Als Kunst der Auslegung zentraler Textzusammenhänge von Religion und Recht geht sie jedoch auf Antike und frühes Christentum zurück. Reformation und Humanismus haben mit der Betonung der alleinigen Orientierung an der Heiligen Schrift und der Bedeutung der biblischen Grundsprachen für diese Kunstlehre wesentliche Impulse gegeben und methodische Kriterien erhoben.
In der Übung sollen Auszüge aus zentralen Hermeneutikentwürfen der protestantischen Tradition gelesen und erarbeitet werden. Ein Lektüreplan wird zu Beginn des Semesters vorstellt.
Literatur:
Oda Wischmeyer, Marianne Schröter u.a. (Hg.): Handbuch der Bibelhermeneutiken. Von Origenes bis zur Gegenwart, Berlin/Boston 2016.
Thursday: 16:15 - 17:45, weekly (from 13/10/22), Location: (SemR B)
Dr. Marianne Schröter
Kolloquium zur Besprechung laufender Arbeiten (Examen, Diplom, Dissertation, Habilitationsschrift) Course details
Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende sowie Personen, die eine von mir in meiner Funktion als Hochschullehrer (mit-)betreute akademische Qualifikationsschrift (Examensarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Habilitationsschrift o.ä.) erarbeiten bzw. vorbereiten oder deren weiterer akademischer Qualifikationsprozess in einem fachlichen Austausch mit mir bzw. meinem Lehrstuhl steht. In dem Kolloquium sollen Teile aus solchen Arbeitsprojekten vorgestellt und diskutiert werden. Genauere Informationen zur Anmeldung von Präsentationen und zum Programm werden noch versandt. Um Anmeldung wird gebeten.
Dates on Friday. 25.11.22 14:00 - 20:00, Location: ((SemR E)) Prof. Dr. Jörg Dierken
Krieg? Ethisch-theologische Perspektiven Course details
Krieg ist eine Wirklichkeit, mit der wir leben, auch wenn Staat, Nation und Gesellschaft, in denen wir leben, sich nicht unmittelbar im Krieg befinden und wir den Krieg ablehnen und möglichst fern von uns halten wollen. Der Überfall der Russischen Föderation auf die Ukrainische Republik führt diese ‚wirkliche Wirklichkeit‛ des Kriegs mit ihren spezifischen ethischen, politischen und kulturellen Erfordernissen vor Augen. Man kann sich zu dieser Wirklichkeit nicht nicht verhalten (oder nur um den Preis von Realitätsflucht). Eben wegen dieses Wirklichkeitsdrucks ist eine unmittelbare moralische Reaktion aber nicht immer die beste. Ethische, politische und rechtliche Stellungnahmen zum Krieg, konkret wie grundsätzlich, wollen präzis überlegt sein. – Das Seminar hat vor diesem Hintergrund drei Ziele: Eine fundierte Beschreibung von unterschiedlichen Kriegswirklichkeiten wird als sachgemäße ethische Aufgabe bestimmt. Die ethische Aufgabe, Krieg möglichst zu verhindern oder ihn zumindest einzuhegen, wird unter politischen, ethischen und christlich-religiösen Aspekten erörtert. Krieg wird bei alledem aber auch als eine – nicht sein sollende – Form des Politischen erwogen, die auch zu militärischen Abwehr- und Verteidigungshandlungen nötigt und diese rechtfertigt – im Vorgriff auf einen gerechten Frieden in Freiheit.

Literatur (Auswahl):
Jörg Baberowski: Räume der Gewalt, Frankfurt/Main 32015, 133–160.179–194.
Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf, Hamburg 1992, 49–103.
Martin Luther: Ob Soldaten in ihrem Beruf Gott gefallen können, in: Martin Luther, Deutsch-deutsche Studienausgabe. Band 3. Christ und Welt, hg. von Hellmut Zschoch, 557–629.
Wednesday: 18:00 - 20:00, weekly (from 12/10/22), Location: (SemR E)
Prof. Dr. Christian Senkel,
Prof. Dr. Jörg Dierken
Narrative Identität Course details
„Lernen, sich zu erzählen, bedeutet auch: lernen, sich anders zu erzählen.“ Diese zentrale Erkenntnis Paul Ricœurs wird zum Ausgangspunkt des Oberseminars. Sein Leben durch Brüche und Kontingenzen hindurch sinnkreativ zu bewältigen und zu gestalten fordert die Dezentrierung des Sinns in dritten Räumen. Dem poetischen Diskurs in Religion und Literatur gilt besondere Aufmerksamkeit.
Zeit: Blöcke: Montags, 18-20 Uhr. Konstituierende Sitzung: 24. 10. 2022, 18-20 Uhr.
Dates on Monday. 24.10.22 18:00 - 20:00 Prof. Dr. Anne Steinmeier
OS Lektüre und Workshop: Dipesh Chakrabarty „The climate of history an a planetary age“ Course details
Nach der ersten Halle-Lecture von Dipesh Chakrabarty und einem Workshop zum Thema „Provincializing Europe“, den wir 2018 mit ihm in Halle hatten, hat Chakrabarty sein Buch „The climate of history an a planetary age“ fertiggestellt und 2021 publiziert. Im Oberseminar lesen wir die deutsche Übersetzung „Das Klima der Geschichte im planetarischen Zeitalter“ (2021) unter Rückgriff auf die Originalfassung. Am 12. Januar 2023 wird ein Workshop mit dem Autor im Rahmen des Oberseminars stattfinden. Folgende Sitzungstermine für das Oberseminar sind vor dem Workshop am 12. Januar 2023 vorgesehen: 14. Oktober 2022 14.00-17.30 Uhr; 20. Oktober 2022 16.00-19.30 Uhr; 18. November 14.00-17.30 Uhr; 8. Dezember 2022 6.00-19.30 Uhr.
Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung per E-Mail (daniel.cyranka@theologie.uni-halle.de). Die Verabredungen des Forschungskolloquiums erfolgen am Rande des Oberseminars.
Dates on Friday. 14.10.22 14:00 - 17:30, Thursday. 20.10.22 16:00 - 19:30, Friday. 18.11.22 14:00 - 17:30, Thursday. 08.12.22 06:00 - 19:30, Thursday. 12.01.23 10:00 - 16:00 Prof. Dr. Daniel Cyranka
Poesie- und Bibliotherapie Course details
Die Dimensionen, die mit dem Schreiben und Lesen ins Spiel kommen, sind andere als in der mündlichen Gesprächssituation. Diese kreativen Akte können mit Bereichen in Berührung bringen, „zu denen wir sonst keinen Zugang hätten“ (Luise Reddemann). Das Hauptseminar wird sich sowohl theoretisch als auch in eigenen praktischen Übungen annähern. Im Fokus steht dabei die Seelsorge, ohne auf diese begrenzt zu sein.
Monday: 20:15 - 21:45, weekly (from 17/10/22), Location: (Haus 30, HS II)
Prof. Dr. Anne Steinmeier
Propädeutik Course details
Die Vorlesung wendet sich an Anfängerinnen und Anfänger aller Studienprogramme und dient zur Einführung in das wissenschaftliche Studium der Theologie. Sie gibt vor allem einen Überblick über die Fächer der Theologie, die die Fachvertreterinnen und Fachvertreter selbst präsentieren werden. In enger Zusammenarbeit mit den Übungen des Propädeutikmoduls wird auch in wissenschaftliche Hilfsmittel und Methoden eingeführt und die Frage nach dem Selbstverständnis und dem Zusammenhang wissenschaftlicher evangelischer Theologie erörtert.
Thursday: 12:00 - 14:00, weekly (from 13/10/22), Location: (HS II)
Prof. Dr. Dirk Evers
Proseminar Religionspädagogik Course details
Das Proseminar behandelt Grundthemen religionspädagogischer und religionsdidaktischer Theoriebildung für den Pfarramts- und Diplomstudiengang sowie für das Lehramt. Schwerpunktthemen sind die Grundlagen des Religionsunterrichts, gegenwärtige konzeptionelle Ansätze des Religionsunterrichts, empirische Perspektiven der Religionspädagogik und Zielbestimmungen religiösen Lernens.
Tuesday: 16:15 - 17:45, weekly (from 11/10/22), Location: (SemR A)
Jörg Hellmich
Religionen II (Vielfalt der Religionen) Course details
In dieser Vorlesung werden Grundkenntnisse zu Themen nichtchristlicher religiöser Traditionen im Überblick vermittelt. Die im Rahmen der Vorlesung über StudIP zur Verfügung gestellte Literatur ist im Selbststudium zu erarbeiten.
Friday: 10:00 - 12:00, weekly (from 14/10/22), Location: (HS II)
Prof. Dr. Daniel Cyranka
Repetitorium Neues Testament Course details
Ziel des Repetitoriums ist es, Studierende bei ihrer eigenständigen Examensvorbereitung im Neuen Testament zu unterstützen. Die Evangelien und Apostelgeschichte sowie die paulinischen und deuteropaulinischen Briefe werden unter Auswahl zentraler Texte in Bezug auf ihre theologischen Besonderheiten analysiert und mit relevanter Sekundärliteratur betrachtet. Neben den wöchentlichen Diskussionen und der Korrektur von eingereichten Probeklausuren/ Übersetzungen werden Methoden des E-Learnings (Blog, flipped classroom) angewandt.
Wednesday: 10:00 - 12:00, weekly (from 12/10/22), Location: (Franckeplatz 1; Haus 25; Sem R E)
Prof. Dr. Annette Weissenrieder
Repetitorium Praktische Theologie Course details
Grundlegende praktisch-theologische Themen aus den Bereichen Homiletik, Seelsorge und Kasualien werden an Hand von Quellen und Sekundärtexten vertiefend wiederholt.
Konstituierende Sitzung: 18. Oktober, 20 Uhr.
Blockeinheiten: voraussichtlich an Samstagen.
Dates on Tuesday. 18.10.22 20:00 - 21:00, Location: ((Haus 30, HS II)) Prof. Dr. Anne Steinmeier
Schulpraktische Übungen (SPÜ) Course details The course times are not decided yet. Jörg Hellmich
Theologische Propädeutik - Gruppe 1 Course details
Die Übung stellt eine Einführung in die wissenschaftliche Theologie für Studienanfänger dar. Ziel ist es, den rechten Gebrauch vom Privileg des Theologiestudiums zu erlernen. Dessen Anfang begleiten grundsätzliche Fragen (z.B. Was ist „Theologie“? Ist Theologie eine Wissenschaft? Was ist unter dem Begriff „Protestantismus“ zu verstehen? Was ist „Religion“?) und kleinere, die eher arbeitspragmatischer Art sind (z.B. Warum ist ein Protokoll keine bloße Stundenzusammenfassung? Wie halte ich ein Referat, das einen Nachhaltigkeitswert hat? Was impliziert die Aufforderung „einen Text zu lesen“?).
Beide Fragekomplexe sollen in dieser Veranstaltung, die zugleich ein Forum für Ihre eigenen Fragen darstellt, erarbeitet werden. Damit die Ziele der Lehrveranstaltung auch realisiert werden können, sind für Sie als Teilnehmer drei Punkte von zentraler Bedeutung: Eine gründliche Vorbereitung auf die einzelnen Sitzungen, Ihre regelmäßige und aktive Teilnahme sowie eine gesunde Portion an Neugier!
Monday: 12:15 - 13:45, weekly (from 17/10/22) n.a.
Nadja Fischer, M.A.
Vorbereitung und Auswertung der Schulpraktika (SP1/SP2) Course details
Die Studierenden im Lehramtsstudiengang Religion (LAG, LAS, LAFörSek), die ein Praktikum planen, durchführen oder bereits abgeschlossen haben, erhalten hier Hilfen zur Unterrichtsbeobachtung, zur inhaltlichen und methodischen Vorbereitung ihres Unterrichts und zur Auswertung der Praktika. Dabei sollen auch die Rahmenbedingungen, Kennzeichen und Funktionen des RU in der Schule reflektiert sowie die fachspezifischen und fachdidaktischen Arbeitsweisen auf der Grundlage der Lehrpläne erprobt werden. Das Seminar bietet darüber hinaus den Praktikanten die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Probleme untereinander auszutauschen und an Fallbeispielen zu reflektieren.
Tuesday: 18:00 - 19:30, weekly (from 11/10/22), Location: (SemR A)
Jörg Hellmich
Vorlesung Einführung in die Religionspädagogik (Fachdidaktik Religion) Course details
Die Vorlesung behandelt die für die Fachdidaktik des Evangelischen Religionsunterrichts wesentlichen Gesichtspunkte: Rechtliche, schulisch-gesellschaftliche und kirchlich-religiöse Rahmenbedingungen sowie Ziele und Inhalte des Religionsunterrichts.
Tuesday: 10:30 - 12:00, weekly (from 11/10/22), Die Vorlesung behandelt die für die Fachdidaktik des Evangelischen Religionsunterrichts wesentlichen Gesichtspunkte: Rechtliche, schulisch-gesellschaftliche und kirchlich-religiöse Rahmenbedingungen sowie Ziele und Inhalte des Religionsunterrichts., Location: (Haus 30, HS 2)
Dr. Ariane Beate Schneider
Zertifikatskurs "Engagiert Studiert gegen Blutkrebs" (ASQ-Modul) Course details
Inhalt: Im Zertifikatskurs "Engagiert Studiert gegen Blutkrebs" haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in einem Engagement für die Deutsche Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) ihre im Studium erworbenen fachlichen, sozialen, methodischen und kommunikativen Kompetenzen außerhalb ihres Studiums anzuwenden und dabei interdisziplinäre Schlüsselkompetenzen für die zukünftige Berufspraxis (weiter)zuentwickeln. Der Kurs besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil: In interaktiven Workshops werden die Studierenden zunächst ausführlich in das Themenfeld der Stammzellspende eingearbeitet, um sich anschließend ehrenamtlich für die DSD engagieren zu können. Dafür organisieren sie Informationsveranstaltungen, halten Vorträge und leiten eigenständig Registrierungsaktionen an Schulen, in der Universität, anderen Bildungseinrichtungen und öffentlichen Einrichtungen der Stadt oder unterstützen die DSD dabei, das Thema Leukämie-/Blutkrebs in der Öffentlichkeit noch präsenter zu machen.

Konzept: Der Zertifikatskurs ist ein Angebot im Studienbegleitprogramm des Zentrums für Lehrer:innenbildung und wird in Kooperation mit der Deutschen Stammzellspenderdatei gGmbH und der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. durchgeführt. Es basiert auf dem Konzept des Service Learning (deutsch auch "Lernen durch Engagement"'), bei dem eine gemeinnützig ausgerichtete Praxis ("service") verknüpft wird mit fachlichem Lernen ("learning"). Ziel ist es, dass die Teams aus zwei bis vier Studierenden ca.(!) 60 Stunden Engagement pro Person im Semester absolvieren. Die Teilnahme an allen Begleitseminaren ist wünschenswert, zumindest aber die Einstiegsschulung der DSD ist Voraussetzung für den Erhalt der ECTS-Punkte und/ oder des Zertifikats, ebenso wie die Abgabe eines kurzen Reflexionsberichtes am Ende des Semesters. Die engagementbegleitenden Workshops beinhalten eine
Auftaktveranstaltung, die ausführliche obligatorische Einstiegsschulung der DSD, Workshops zum Projekt-und Zeitmanagement und Reflexionsworkshops. Die Teilnehmenden erhalten ein ausführliches hochschulrelevantes Service Learning-Zertifikat, in dem die genaue Tätigkeit im Rahmen der Veranstaltung aufgeführt und das gesellschaftliche Engagement abgebildet wird und können sich zusätzlich das Modul als ASQ mit 5 ECTS-Punkten anrechnen lassen.

Weitere Informationen: Es bestehen über das gesamte Semester fortlaufende Konsultationsmöglichkeiten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Christine Sattler: Tel. 0345/ 470 13 57,
E-Mail: christine.sattler@freiwilligen-agentur.de
oder an Janice Wicklein: E-Mail: janice.wicklein@freiwilligen-agentur.de
Dates on Thursday. 13.10.22 16:00 - 18:00, Thursday. 20.10.22 15:00 - 18:00, Thursday. 03.11.22, Thursday. 08.12.22, Thursday. 12.01.23 16:00 - 18:00, Thursday. 02.02.23 17:00 - 19:00 Christine Sattler