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Advanced seminar: Leiblichkeit zwischen Vitalität und Vulnerabilität: Theologische Anthropologie als Ankerpunkt für (Medizin-)Ethik - Details
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General information

Course name Advanced seminar: Leiblichkeit zwischen Vitalität und Vulnerabilität: Theologische Anthropologie als Ankerpunkt für (Medizin-)Ethik
Semester SoSe 2024
Current number of participants 8
Home institute Theologische Fakultät
Courses type Advanced seminar in category Offizielle Lehrveranstaltungen
Next date Wednesday, 22.05.2024 18:15 - 19:45, Room: (SemR E)
Pre-requisites Neben den modulspezifischen Voraussetzungen für die Teilnahme an einem (Haupt-)Seminar wird die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zur Übernahme eines Protokolls erwartet.

Rooms and times

(SemR E)
Wednesday: 18:15 - 19:45, weekly (13x)

Module assignments

Comment/Description

Den Menschen als leibliches Wesen zu verstehen, gehört zu den Grundelementen theologischer (Schöpfungs-)Anthropologie. Dem widersprechen nicht die auf korrelative geistige Fähigkeiten wie Selbstbestimmung, Freiheit und Kommunikation (aber auch Verfehlung) abstellenden Bestimmungen von Gottebenbildlichkeit. Leiblichkeit meint einerseits das eigene Erleben und Handeln von und in unseren organischen Vollzügen, zu denen der erfüllende Austausch mit Anderen hinzugehört; damit ist andererseits aber auch das Innewerden von Bedürftigkeit und Grenzen verbunden, das uns unsere Endlichkeit vor Augen führt und damit unser Angewiesensein auf Andere vergegenwärtigt. Mit Leiblichkeit gehen Vitalität, Kommunikation und Gemeinschaft, aber auch Vulnerabilität bis hin zu Krankheit, Verlust und Sterben einher. Leiblichkeit markiert dabei einen Ankerpunkt für Phänomene des Ethischen. Hierzu gehört auch das Themenspektrum von Ethik in der Medizin. Mit dem Thema Leiblichkeit ist daher der theologische Erörterungshorizont für Fragen der Medizinethik beschrieben. Das Seminar will den inneren Zusammenhang von theologischer Anthropologie und den religiösen Dimensionen der Medizinethik beleuchten. Mit den verschiedenen Aspekten unseres leiblichen Lebens kommen Themen wie Gesundheit und Krankheit, biologische ‚Normalität‘ und Abweichen, Beeinträchtigung und Behinderung u.a.m. zur Sprache. – Im Seminar sollen einschlägige Texte gelesen und diskutiert werden – etwa von Autor*innen wie Albert Schweitzer, Paul Tillich, Dorothee Sölle, Matha Nussbaum, Thorsten Moos u.a.m.

Ein endgültiger Lektüreplan wird in der ersten Seminarsitzung ausgegeben und besprochen.